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Marie Schmidt
Show Text: Marie Schmidt

Circus Roncalli

Der Circus Roncalli in Wien! Ab 11. September 2014 schlägt der berühmte Zirkus wieder seine Zelte am Wiener Rathausplatz auf und begeistert mit neuer Show Jung und Alt. Infos zu Terminen, Tickets, Show und Künstlern.

Ein Clown des Circus Roncalli
© Circus Roncalli GmbH | Circus Roncalli im September & Oktober 2014 wieder in Wien!

Tickets zur Vorstellung

Tickets können Sie an der Zirkuskasse kaufen, auf der Tickethotlline bestellen oder Online buchen.

Tickethotline: +43 (0) 1 - 355 56 66

Die Zirkuskasse ist täglich von 10:00 bis 22:00 Uhr geöffnet. Für Rollstuhlfahrer gibt es einen barrierefreien Zugang. Eintrittskarten für Rollstuhlfahrer können nur an der Zirkuskasse erworben werden, die Anzahl der Rollstuhlplätze ist begrenzt. Daher am besten telefonisch vorreservieren.

Der Einlass ins Zirkuszelt beginnt 30 Minuten vor der Show. Bei starkem Regen wird natürlich versucht, die Besucher schon eher ins Trockene zu befördern. Die Vorstellung dauert 2,5 Stunden und enthält eine Pause.

Vorstellungszeiten

An den Vorstellungstagen finden jeweils 2 Shows statt. Montags und Dienstags bleibt das Zelt geschlossen.

  • Mittwoch bis Freitag 16:00 & 20:00 Uhr
  • Samstag 15:00 & 20:00 Uhr
  • Sonn- u. Feiertags 14:00 & 18:00 Uhr
  • Montag u. Dienstag Spielfrei

Preise

Kinder unter drei Jahren haben freien Eintritt aber auch keinen Sitzplatzanspruch (Schoßkinder). Sie benötigen keine Eintrittskarte.

Kinder zwischen 3-14 Jahren zahlen den ermäßigten Preis.

Premium Parkett-Loge

Normalpreis

72,50 €

Ermäßigt

65,90 €

Gruppenrabatt ab 10 Personen

58,20 €

Premium Galerie-Loge / Parkett

Normalpreis

65,90 €

Ermäßigt

61,50 €

Gruppenrabatt ab 10 Personen

52,92 €

Parkettloge

Normalpreis

61,50 €

Ermäßigt

54,90 €

Gruppenrabatt ab 10 Personen

49,40 €

Galerieloge / Parkett

Normalpreis

54,90 €

Ermäßigt

49,40 €

Rang A

Normalpreis

46,10 €

Ermäßigt

41,70 €

Rang B

Normalpreis

35,10 €

Ermäßigt

30,70 €

Gruppenrabatt ab 10 Personen

28,28 €

Rang C

Normalpreis

27,40 €

Ermäßigt

23,00 €

Schnäppchen (sichteingeschr...

Normalpreis

21,90 €

Ermäßigt

18,60 €

Gruppenrabatt ab 10 Personen

17,72 €

Rollstuhlfahrer/Parkett

Normalpreis

65,90 €

Ermäßigt

61,50 €

Rollstuhlfahrer

30,70 €

Begleitperson/Parkett

Normalpreis

65,90 €

Ermäßigt

61,50 €

Begleitperson

49,40 €

Kleine Extras für die Besucher

Um den Besuchern die Anreise so angenehm wie möglich zu machen, gibt es ein spezielles Parkangebot: Ermäßigter Parktarif von € 5.- für max. 5 Stunden
für Zirkusbesucher in der Garage Rathauspark. Bitte nicht vergessen, das Parkticket an der Zirkuskasse vor der Vorstellung abstempeln zu lassen.

Während der Pause können große und kleine Besucher wunderbare Erinnerungsstücke am Souvenirstand ergattern oder im Café des Artistes italienische und internationale Speisen im restaurierten Zirkuswagen genießen, einzigartige Athmosphäre inklusive.

Ein Toilettenwagen steht selbstverständlich zur Verfügung. Die Benutzung ist kostenlos.

Time is honey

So lautet das diesjährige Motto des Circus Roncalli, der im September und Oktober über 5 Wochen lang dem Wiener Publikum die Pforten öffnet. Gemeint ist, dass unsere Zeit viel zu kostbar ist, um nur auf das Geldverdienen und den Wohlstand zu schauen. Der Circus Roncalli entführt deshalb seine Gäste in eine poetische Welt, in der sie auf eine Mischung aus traditioneller Zirkuskunst und fantastischen neuen Eigenkreationen treffen.

Von einem Fußbälle-Jongleur über durch die Luft wirbelnde Akrobaten, einem kunstvoll inszenierten Zirkusballet, einer Dressurshow bis hin zu den klassischen Clowns findet man alles im Circus Roncalli. Die zweieinhalbstündige Inszenierung bringt viel Witz, Charme, Faszination und natürlich talentierte Künstler mit sich.

Highlights

Les Pauls
Rollschuhakrobatik auf neuem Niveau. Die 3 Kinder von Bernhard Paul, Mitbegründer vom Circus Roncalli, drehen sich in rasanter Geschwindigkeit und auf engstem Raum über das Parkett und durch die Luft.

The Rokashkovs
Rekordverdächte Mischung aus Akrobatik und Kunstturnen. Schon beim Zuschauen kommt  man gehörig ins Schwitzen und fragt sich, wie diese Kunststücke überhaupz möglich sind.

Sergi Buka
Der Meister über Schatten und Licht verzaubert das Publikum mit seiner Illusionskunst und lädt dazu ein, über die Grenzen der eigenen Fantasie herauszutreten.

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Video
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Rückblick

2011

35 Jahre Circus Roncalli - große Österreich Tournee mit neuem Programm  

Nach dem sensationellen Publikumserfolg 2009, bei dem Roncalli erstmals auch in Graz und in Linz gastiere, kommt der Circus Roncalli wieder zurück nach Österreich (Juli 2011), und geht diesmal auch gleich auf große Österreich Tournee, bei der er in Salzburg, Wien, Graz und Linz seine Zelte aufschlägt.

Anlass für die Tournee ist ein rundes Jubiläum, denn der Circus Roncalli feiert nächstes Jahr seinen 35. Geburtstag, mit einem noch nie da gewesenem spektakulären Programm!

Internationale Stars im Circus Roncalli

Zirkusdirektor Bernhard Paul hat in seiner Manege alles versammelt, was in der internationalen Circuswelt "Rang und Namen" hat: Da wären alte "Roncalli-Bekannte", wie Publikumsliebling und Clown, David Larible und dessen Partner, Weißclown Gensi (beide mit ganz neuen Nummern) sowie der bulgarische Muskelmann, Encho Keryazov, der sich, nach seinem verletzungsbedingten Ausfall 2009, ganz besonders auf die Österreich Tournee des Circus Roncalli freut.

Ganz neu in der Circus Roncalli Mange: Das ungarische Ehepaar Richter mit deren spektakluären "Horse Evolution Show" - ein Dressurakt, für den die beiden in Monte Carlo mit dem "Goldenen Clown" ausgezeichnet wurden und weltweit zu den allerbesten Pferdedressuren zählt. Auch frisch mit dabei ist ein junges Schwesternpaar aus Spanien, die "Azzario Sisters", die mit einem großartigen Balanceakt begeistern werden; und Jemile Martinez, ein junger, englischer Fußball-Jongleur sowie auch Andrey Romanovsky, der dehn- und biegbare "Kautschukmensch" aus der Ukraine, der mühelos in jeden Rauchfang passt.

Die nächste Roncalli-Generation

Ebenfalls neu in der Manege ist die nächste Generation des Circus Roncalli. Denn neben Bernhard Pauls Sohn Adrian, der bereits in den letzten beiden Jahren Manegenluft schnuppern konnte, werden 2011 erstmals auch Pauls Töchter Vivi und Lili Paul, sowie seine Nichte und Clown Davids Tochter, Shirley Larible, gemeinsam in der Manege stehen.

Circus Roncalli auf Hochglanz poliert

Das Roncalli-Team nutze die kurze Winterpause dazu, den Circus für die Österreich Tournee auf Hochglanz zu polieren: Sämtliche Zelte wurden neu angefertigt, die Circuswägen, sowie das gesamte Mobiliar frisch gestrichen, sodass der Circus Roncalli auch nach 35 Jahren in voller Pracht erstrahlt. Nicht umsonst wurde/wird Bernhard Paul als der "Erneuerer der Circus-Kunst" gefeiert.

2009

Der Circus Roncalli gastierte auch im Herbst 2009 in Wien - Lachmuskeltraining inklusive!

Das Motto des Circus Roncalli lautet 2009: "All you need is laugh!", und so schlägt der weltberühmte Zirkus – ab Herbst - seine Zelte zum insgesamt 6. Mal vor dem Wiener Rathaus auf, um Jung und Alt mit seinem neuen Showprogramm zu begeistern. Bereits im Vorjahr zelebrierte der Circus Roncalli seinen 30. Geburtstag in Wien.

In der neuen Zirkus Show spielt  "die Komik eine Hauptrolle und die (Pop-) Musik die erste Geige". Neben Artisten aus aller Welt tritt im Circus Roncalli auch der italienische Starclown David Larible wieder auf und verpasst, dank seiner witzigen Showeinlagen, allen Besuchern ein (unfreiwilliges) Lachmuskeltraining. Der berühmte Clown war bereits 2007 in der Roncalli Show zu sehen und soll auch 2009 wieder ohne Requisiten, nur kraft seiner Persönlichkeit und seines Talents, das Publikum zum Lachen bringen.
 
Eine besondere Liebe des Circus Roncalli Chef Bernhard Paul gehört den Clowns, war er schließlich selbst, als Clown "Zippo" jahrelang aktiv dabei.

Verzaubert sein wird das Publikum des Circus Roncalli - allen voran - vom katalanischen Theater-Clown Gensi, der als "poetischer Weiß-Clown" - in nostalgischen Kostümen - auftritt, und von den weißrussischen Artistik-Zwillingen Maryiana und Svetlana Tsodikovi.  Außerdem sind im Showprogramm Circus Roncalli z. B. mit dabei: das russische Duo Minasov mit ihrer "Quick Change Magical Transformation"-Modenschau, sowie das russische Luftakrobaten-Duo Vitali und Oxana Bobrov und Darren Burrell mit seiner Seifenblasen-Show.

Paul hatte den Circus Roncalli 1976 gemeinsam mit Andre Heller gegründet. Vorstellungen gab er bisher vorwiegend in deutschen Städten; aber nicht nur: 1986 etwa gastierte er mit dem Circus Roncalli als erster westdeutscher Zirkus in Moskau.

Das Zelt des Circus Roncalli fasst übrigens - mit rund 36 Metern Durchmesser - 1.500 Sitzplätze und eine Manege mit etwa zwölf Metern Durchmesser. Die mehr als 60 hölzernen und meist über 80 Jahre alten Zirkuswagen reisen allerdings - aus sicherheitstechnischen Gründen - per Bahn an.

Informationen zu den Circus Roncalli Künstlern:

David Larible, Clown: Wer beim Internationalen Circusfestival von Monaco als "Bester unter den Besten" den begehrten "Goldenen Clown" aus den Händen eines Mitglieds der Fürstlichen Familie erhält, hat den Oscar für Artisten in der Tasche, ist ein "gemachter Mann". So, wie der italienische Clown David Larible. Er hat 13 Jahre lang in Amerika beim größten Circus der Welt die imposantesten Arenen mit 20.000 Zuschauern zum Lachen gebracht. Der Circus Roncalli freute sich, den "Goldenen Clown", David Larible, als Stargast in seinem Geburtstagsprogramm "30 Jahre Circus Roncalli" präsentieren zu dürfen und auch 2009 mit im Boot zu haben. Laribles Auftritte stehen im krassen Gegensatz zu der spektakulären und auf Sensationen ausgerichteten Show der Amerikaner: Ohne Requisiten und nur kraft seiner Persönlichkeit und seines überwältigenden komödiantischen Talents brachte er die Massen zum Lachen. Für diese Leistung bekam er die höchste Auszeichnung, die einem Circus-Artisten zu Teil werden kann: 1999 zeichnete ihn Fürst Rainer beim Internationalen Circusfestival vom Monte Carlo mit dem Goldenen Clown aus, 2006 wurde er noch einmal zur großen Jubiläumsgala in das Fürstentum eingeladen. Nun kehrt der in Italien geborene Ausnahmekünstler - seine Familie hat dort einen eigenen Circus - endlich nach Europa zurück, und Bernhard Paul ist stolz darauf, dass Laribles Weg zu seinem Heimatkontinent ihn direkt in die Manege des Circus Roncalli führt: "Wir freuen uns sehr, nach Pic, Francesco Caroli, Peter Shub und David Shiner einen weiteren großen Clown unserer Zeit dem Roncalli-Publikum präsentieren zu können", sagt der Direktor. Denn Larible passt bestens in die 30 Jahre alte Roncalli-Tradition, in der der Clown im Mittelpunkt der magischen Manegeninszenierung steht.

Gensi, Weiss-Clown: Roncallis Clownerie wird so wie im Vorjahr auch im Jahr 2009 um ein weiteres Element wieder bereichert. Der katalanische Theaterclown Gensi bezaubert in seinen nostalgischen Kostümen als poetischer Weißclown. Ihn nur als Pantomimen zu bezeichnen, würde ihm nicht gerecht, denn Gensi bezaubert mit einer kribbelnden Mischung aus darstellerischem Talent und musikalischem Fingerspitzengefühl. Gensi besuchte zunächst eine spanische Theaterschule, bevor er sich dem Clown-Trio "Monti & Cia." Anschloss, das im vergangenen Jahr bei Roncalli zu sehen war. Nun führt der Clown mit der roten Perücke allein, wie ein roter Faden, durchs Roncalli Showprogramm. In seiner Freizeit widmet sich der 40jährige ebenfalls der Kunst, dann stehen Museums- und Ballettbesuche auf seinem persönlichen Programm.

Maryina und Svetlana, Antipoden: Das doppelte Lottchen: Maryina Tsodikovi und ihre Zwillingsschwester Svetlana sind zwar erst 29 Jahre alt, aber sie verfügen schon über eine 25-jährige Erfahrung im Showgeschäft. Die beiden Artistinnen aus Minsk/Weißrussland standen bereits im zarten Alter von vier Jahren als Eiskunstläuferinnen im Rampenlicht. Und vom ersten Tag an hatten sie sehr viel Spaß, vor Publikum aufzutreten. Nach der Schule, vielen Auftritten "on Ice" und inzwischen 16 Jahre alt, besuchten sie die "Academy for Circus Art" in Moskau. Hier lernten die hübschen Schwestern gleich mehrere Genres der Artistik kennen. Und sie entdeckten bald ihre Begeisterung für die Kunst der Antipodisten, die nicht mit den Händen, sondern mit den Füßen jonglieren. Längst haben Maryina und Svetlana diese "punktgenaue" Körperkunst für und an sich perfektioniert. Der russische Circus- Regisseur Gneuchev gab ihrer Darbietung den letzten Schliff. Temperamentvoll und mit viel Gefühl für Choreographie lassen sie wirbelnde Tücher auf ihren Fußspitzen tanzen und faszinieren mit einer Mischung aus Technik und Sinnlichkeit. Das Duo war schon im "Nikulin-Moscow-Circus", in deutschen Varietés und bekannten europäischen Circusunternehmen zu sehen. Mit dem Circus Roncalli stellten die Zwei ihre trickreiche Kunst erstmals in einem deutschen Circus vor.

Boytsov, Russischer Barren: Man nennt sie auch das Bolschoi- Ballett der Lüfte. Denn in ihren märchenhaften Kostümen und mit legendären Sprüngen verwandeln Boytsov einen flexiblen Barren in eine Ballettbühne. Igor (37) und seine Frau Elena (34) präsentieren mit ihrer Partnerin Irina (34) und den Partnern Andrey (28) und Vladimir (31) eine mehrfach ausgezeichnete Darbietung auf dem sogenannten "Russischen Barren". Russland ist auch ihr Heimatland. Wie viele andere Artisten, lernten sie sich auf einer Sportschule in Moskau kennen. Dort trainierten sie als Leistungssportler - nach einiger Zeit wurde ihr Talent entdeckt und sie besuchten eine russische Artistenschule, bekamen kurze Zeit später schon ein Engagement beim "Nikulin-Moscow-Circus". Mit ihrer riskanten und spektakulären Darbietung waren sie schon fast auf der ganzen Welt zu sehen - einem großen Fernsehpublikum wurden sie 1999 bei der TV-Sendung "Stars in der Manege" vorgestellt. Die jungen Artisten präsentieren mit fließenden Bewegungen, tänzerischer Dynamik und enormer Geschicklichkeit dreifache Salti mit Schraube und landen auf der nur zehn Zentimeter breiten Stange, die von zwei Männern der Artistentruppe auf den Schultern gehalten wird. Mit dieser Darbietung auf dem russischen Barren gehören Boytsov zu den Spitzenensembles der Welt. Viele Auszeichnungen, wie der "Goldene Clown" vom Zirkusfestival in Monaco, krönen ihre Kunst.

Iryna Pitzur, Hula Hoop: Für sie soll's rote Rosen regnen: Eine Mischung aus Hula-Hoop, Tanz und Jonglage präsentiert die 23- jährige Iryna aus der Ukraine - stets mit Rosen geschmückt. Sie begann Ihre Karriere im Alter von zwölf Jahren bei einem kleinen Kindercircus, wo sie Drahtseillaufen, Jonglieren und die vielen verschiedenen Arten der Akrobatik kennen lernte. Mit 17 ging Iryna zur Circus Schule in Kiew. Schon damals war klar, dass ihr Lieblings-Darbietung "Hula-Hoop" sein würde. Längst hat sie ihren eigenen Stil gefunden und trat bisher sehr erfolgreich schon in Japan und auf vielen europäischen Varieté-Bühnen auf. Bei Roncalli durfte Iryna Pitzur das erste Mal in einem Circuszelt auftreten, dekoriert mit Rosen, ihren Lieblingsblumen...

Duo Sorellas, Trapez: Von ihrem Arbeitsplatz hoch oben in der Circuskuppel sind sie zum umjubelten Höhenflug aufgebrochen: Christoph Gobet (29) und Rodrigue Funke (28) gelten als die Senkrechtstarter der jungen und modernen Akrobatenszene. Als Duo Sorellas beeindrucken sie mit einer ebenso präzisen wie sinnlichen Darbietung am Trapez Zuschauer und Fachwelt gleichermaßen. Ihr perfektes Muskelspiel erfüllt ästhetische Ansprüche und sorgt für den unerlässlichen Nervenkitzel, ohne den keine gute Luftnummer auskommt. Nach vielen Auftritten in Varietés waren die Sorellas bei Roncalli erstmals in einem Circus zu erleben. Rodrigue, ein echtes "Multikulti-Kind" aus Berlin - sein Vater stammt aus dem Kongo, die Mutter aus Deutschland - sammelte schon in der Schule die ersten artistischen Erfahrungen. Mit 15 Jahren wechselte der Sohn einer Kostüm- und Theaterdesignerin und Enkel einer Tänzerin dann in sein Lieblingsfach, als er einen Platz auf der bekannten Artistenschule in Berlin bekam. Dort traf er auch seinen heutigen Partner Christoph. Bevor die beiden das Trapez als gemeinsame berufliche Bühne entdeckten, dauerte es aber noch. Bis dahin trat Rodrigue vorwiegend mit einer Partnerin als Equilibrist auf, während der Schweizer Christoph am Solotrapez auf Bühnen und in Manegen in der Schweiz und Deutschland arbeitete. Seit sechs Jahren machen die zwei Luftmenschen gemeinsame Sache. Der Erfolg des glamourösen Kraftaktes ließ nicht auf sich warten. Beim Circusfestival in Paris wurden sie mit einer verdienten Auszeichnung belohnt, inzwischen folgten der Publikumspreis von "Varieté online" und eine Auszeichnung beim internationalen Circusfestival von China 2005.

Konstantin Mouraviev, Rhönrad: Forever schlank. In Abwandlung des Popsongs mag Konstantin Mouraviev (34) seine ausgeklügelte Rolle auf dem Rhönrad erdacht haben. Der Artist aus Moskau bewegt neben seinem ausgesprochen sperrigen und daher in einer Circusmanege selten zu sehenden Requisit auch die Gemüter der Zuschauer. Mouraviev verbindet hochkonzentrierte sportliche Leistung mit einem gehörigen Schuss Komik. Und er kommt ganz ohne Worte aus, wenn er die schier unglaubliche Geschichte des Mannes erzählt, der ganz dick ist und dann so schlank wird wie der Muskelmann, dem er nacheifern möchte - bis das dicke Ende kommt... Schon mit elf Jahren begann Konstantin Mouraviev seine artistische Laufbahn. Zunächst besuchte er eine Gymnastikschule in Moskau, übte sich als Ikarier in der Handstandakrobatik. Auf der staatlichen Circusschule in Moskau komplettierte er seine Ausbildung und trat anschließend in Schleuderbrett-Darbietungen ebenso auf wie als Trampolin-Kunstspringer. Nach einem Intermezzo als Akrobat auf Kufen begann seine Solo-Karriere. Drei Jahre arbeitete Mouraviev mit dem Vater der zeitgenössischen kreativen Circuskunst, dem Regisseur Valentin Gnouchev, zusammen. Anatoli Smikov, unter dessen Regie auch der langjährige Roncalli-Komiker Jigalov das Lachen-Machen lernte, kreierte mit Konstantin für das schwere Rad eine "federleichte" und unbeschwerte komische Geschichte, die jetzt auch beim Circusfestival in Paris mit Silber ausgezeichnet wurde. Als "Schwerstarbeiter" in der Manege hat der Vater eines vierjährigen Sohnes übrigens mit den Pfunden kein Problem. Die Riesenrolle wiegt 40 Kilo, er selbst einiges weniger als das Doppelte.

Sarah Houcke, Pferdedressur: Die Liebe zu den Tieren und zur Manege liegt ihr im Blut. Sara Houcke entstammt einer Familie, die ihre Wurzeln im uralten französischen Circusadel hat. Der Regisseur Federico Fellini räumte ihrem Urgroßvater viel Platz in seinem Film "Clowns" ein. Ihr Großvater war einer der Hauptattraktionen beim Schweizer Nationalcircus Knie. Dort dressierte auch ihr Vater alles, was es an Tieren gibt, vom Dromedar bis zum Löwen. Er wurde als Spezialist für humane Tierdressur bekannt. Sarah Houcke begann ihre Karriere ebenfalls bei Knie. Innerhalb kürzester Zeit zog es die attraktive Frau jedoch in die U.S.A.: Dort engagierte sie "Ringling Bros and Barnum & Bailey - The Greatest Show on Earth". In dieser weltgrößten Show präsentierte die Dompteuse in einer atemberaubenden Nummer unter anderem seltene weiße Tiger. Diese Auftritte brachten ihr schnell Titel wie "Tigerflüsterin" und "Catwoman" ein. In Amerika moderiert sie demnächst eine Tiersendung für Kinder. Doch zunächst erfüllt sich die 29-Jährige noch einen lang gehegten Traum: Mit dem Engagement bei Roncalli begab/ begibt sie sich zurück zu den Wurzeln der Circusdressur und präsentiert sechs edle Araberhengste aus dem Marstall des Schweizer Nationalcircus Knie in einer stimmungsvollen "Freiheit".

Rasputin, Hohe Schule: Hohe Schule ganz zügellos... Eine ganz andere Art von Pferdedressur präsentieren Ludmilla (21) und Yuri (31) aus Moskau unter dem Motto "Russian Style". Während bei der Hohen Schule hoch zu Ross eigentlich die Zügel das Pferd lenken, schafft es Yuri ganz ohne. Sein Pferd bewegt sich nur auf seine Kommandos und sachten Körperbewegungen hin. Yuri stammt aus einer internationalen Circusfamilie. Seine Eltern sind bekannte russische Akrobaten und seine Großeltern (viele Jahre als Clowns tätig) stammen aus Frankreich. Yuri arbeitet seit seinem 15. Lebensjahr mit Pferden. Er trat in einigen russischen Manegen auf und sogar zwei Jahre in China. Gemeinsam mit Lebensgefährtin Ludmilla hatte er sein erstes Engagement in Deutschland beim Roncalli-Weihnachtscircus in Berliner Tempodrom-Bau. Außerhalb der Manege ist die Malerei Yuris Leidenschaft. Er malt nicht nur selbst sehr viele Bilder, sondern besucht auch in jeder Gastspielstadt alle Kunstmuseen und Bilderausstellungen.

Picaso jun., Jongleur: Picaso jun. - dieser temperamentvolle Spanier hat einen sehr berühmten Vater (nein, es ist nicht der Maler!) "Picaso sen." trat mit seiner außergewöhnlichen Jonglier- Darbietung in vielen Varietés und Circussen auf der ganzen Welt auf. Als der Vater im berühmten Pariser "Lido" im Engagement war, spielte der damals dreijährige Francisco Tebar Honrubia immer mit den Jonglier-Utensilien seines Vaters. Doch bevor auch er Profi wurde, hat er eine ganz andere Karriere eingeschlagen. Er studierte erfolgreich Wirtschaftswissenschaften in Spanien und trat anschließend den Militär-Dienst an - hier war er in Südafrika stationiert. In dieser Zeit gastierte dort der kleine spanische "Circo Melilla". Dort trat auch ein Jongleur auf... und plötzlich merkte Picaso jun., dass das "normale" Leben doch nichts für ihn ist. Er übte während der Militärzeit ununterbrochen Jonglieren. Sein erster Auftritt nach drei Jahren Profi-Training war beim Nachwuchsfestival "Cirque de demain" in Paris - dort überraschte er mit seiner Darbietung die Fachwelt und hatte gleich einen Zweijahres-Vertrag beim größten Circus der Welt (Ringling Bros., Barnum & Baileys USA) in der Tasche. Später kam in Monaco ein Silberner Clown in seine Trophäen-Sammlung. Mit Roncalli war Spaniens schnellster Jongleur erstmals in einem deutschen Circus auf Tournee - begleitet von seinen beiden kleinen Kindern, die sich mächtig anschicken, die Familie Picaso auch in der dritten Generation beim Jonglieren erfolgreich zu vertreten.

Bernhard Paul: Er ist "Roncalli". Direktor. Clown. Regisseur. Er hat auch ein Varieté (das Apollo in Düsseldorf). Und die Verantwortung für das Programm in zwei weiteren festen Häusern, in Stuttgart und Berlin. Bernhard Paul, geboren am 20. Mai 1947 in der österreichischen Kleinstadt Lilienfeld, hat viele Professionen. Circus ist seine Leidenschaft. Schon als Kind baute sich der Sohn einer Handwerkerfamilie, dessen Großvater immerhin der Textdichter von Johann Strauss gewesen war, ein Circusmodell für seine Träume und jonglierte zu Weihnachten für Bruder und Eltern. Die Welt der Artisten zog den Jungen magisch an. Die weite Welt ebenso. Bald studierte er in Wien - zunächst Hoch- und Tiefbau, später Grafik. Einer seiner Kommilitonen, Manfred Deix, ist bis heute sein Freund. Bernhard Paul war Art Director des Nachrichtenmagazins "profil" in Wien, bis er 1976 den Circus Roncalli gründete. Sein Lebenstraum, sein Lebenswerk. Die Roncalli-Erfolgsstory ist schon Legende. Man kennt Bernhard Paul längst nicht mehr nur als Clown "Zippo" in der Roncalli-Manege (für ihn immer wieder der Moment "Urlaub" vom Alltag), sondern als Schauspieler ("Die dumme Augustine", "Im Land des Lächelns") oder Autor. Sechs Bücher widmen sich "seinem" Circus, an allen hat er mitgearbeitet. Für seine Verdienste um die Kulturform Circus wurde Bernhard Paul vielfach geehrt, so etwa mit dem Verdienstzeichen des Landes Wien in Gold, dem großen Verdienstorden des Landes NRW, dem Bundesverdienstkreuz, dem Berliner Bären, dem "Kulturpreis Spiel" oder auch der "Goldenen Europa" der ARD. Bernhard Paul ist verheiratet mit der italienischen Artistin Eliana und hat drei Kinder, Vivien, Adrian und Lilian.

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