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Hochzeit Text: Ramona Krendl

Hochzeitskutsche: Mit dem Wiener Fiaker zur Traumhochzeit

Die traditionsreichen Fiaker prägen seit dem 17. Jahrhundert das Wiener Stadtbild und sind neben seinen Wahrzeichen nicht mehr wegzudenken. Heutzutage erfreuen sich die zweispännigen Pferdekutschen nicht nur als Touristenattraktion großer Beliebtheit, sondern stellen auch als Hochzeitskutsche einen einmaligen Höhepunkt vieler Hochzeiten dar.

Braut steigt aus Hochzeitskutsche aus
Fiaker als Hochzeitsgefährte

Die Kutsche - das nostalgische "Hochzeitsauto"

Als Fiaker bezeichnet man in Österreich sowohl die zweispännige, nummerierte Lohnkutsche als auch den Fahrer bzw. Kutscher selbst. Der Fiaker gehört nicht nur zum Wiener Stadtbild, auch für die Hochzeitsfahrt wird die beliebte Kutsche nach alter Tradition gewählt und stellt etwas Besonderes dar. Die nostalgische Hochzeitskutsche ist der Inbegriff von Romantik und sorgt für einen einzigartigen und unvergesslichen Moment.

Was sollte man bei der Buchung einer Hochzeitskutsche beachten

Beginnen Sie mit der Planung und Buchung Ihrer Hochzeitskutsche mind. sechs Monate vor dem Hochzeitstag.

Die Mietpreise für eine Hochzeitsfahrt in der Pferdekutsche sind abhängig von der Anzahl der Kutschen bzw. Pferde, die Dauer der Inansprungnahme und dem Transfer, an die von Ihnen gewünschten Orte.

Bevor Sie ein Fiakerunternehmen kontaktieren, sollten Sie daher im Vorfeld schon folgende Informationen für die unverbindliche Angebotserstellung und Berechnung der Fahrzeiten wissen:

  • Datum, Uhrzeit und Adresse der Abholung
  • Adresse, Uhrzeit und Dauer der kirchlichen/ standesamtlichen Trauung
  • Dauer der anschließenden Agape (Sektempfang)
  • Dauer und Ort des Termins für die Hochzeitsfotos
  • Adresse der Hochzeitsfeier-Location

Unterschiedliche Kutschen und Anspannungsarten

Für die stilvolle und malerische Kutschenfahrt zum Standesamt bzw. Kirche und zur anschließenden Hochzeitsfeier stehen dem Brautpaar unterschiedliche Kutschen und Anspannungsarten (Anzahl und Stellung der Pferde) zur Verfügung.

Dem Brautpaar steht eine zwei- oder vierspännige Hochzeitskutsche mit offenen, halb geschlossenen oder geschlossenen Verdeck zur Auswahl. Bei der Wahl des Kutschen-Modells muss die jeweilige Jahreszeit und die aktuellen Wetterverhältnisse berücksichtigt werden.

Für die Hochzeitsfahrt wird üblicherweise eine zwei- oder vierspännige Kutsche gewählt. Hierbei kann die Anspannungsart (Anzahl und Stellung der Pferde) variieren:

Beim Einspänner wird ein einzelnes Pferd vor einem Wagen mit zwei Rädern gespannt. 

Beim Zweispänner (bzw. Zweiergespann) werden zwei Pferde nebeneinander vor einem leichten Wagen mit zwei oder vier Rädern gespannt. Der Tandem ist auch eine zweispännige Anspannung, bei dem zwei Pferde hintereinander und vor einem zweirädrigen Wagen angespannt werden.

Eine dreispännige Anspannung ist der sog. Random. Beim Random werden drei Pferde hintereinander und vor einem zweirädrigen Wagen angespannt. Unter der sogenannten russischen Troika (Dreier-Anspannung) versteht man eine Anspannung von drei Pferden, die Seite an Seite stehen und einen Wagen mit vier Rädern (Kalesche) ziehen. Eine weitere dreispännige Anspannung ist das Einhorn. Im Gegensatz zur Troika werden beim Einhorn zwei Stangenpferde und ein Vorderpferd vor einem vierrädrigen Wagen angespannt.

Beim Viererzug (sog. "Gala-Anspannung") werden zwei Stangenpferde und zwei Vorderpferde vor einen Wagen mit zwei oder vier Rädern angespannt.

Der Wiener Fiaker - Wahrzeichen von Wien

Ursprünglich wurde der Begriff Fiaker im 18. Jahrhundert aus dem Französischen von der Straße „Rue de Saint Fiacre“ in Paris abgeleitet. Der Namensgeber dieser Straße soll der Heilige Fiacrius (*610, † 670) gewesen sein. In jener Straße befand sich der erste Standplatz für Pariser Mietkutschen, die vom französischen Kaufmann und Pferdehändler Nicolas Souvage zur Vermietung angeboten wurden.

Der Begriff Fiacre verbreitete sich bis in den deutschsprachigen Raum und wurde zum Synonym für Lohnkutsche. Während das Wort schon nach kurzer Zeit nicht mehr gebräuchlich war und von dem Begriff „Droschke“ abgelöst wurde, konnte sich dieser Begriff nur in Österreich und Bayern etablieren.

Im Jahr 1693 erteilte Kaiser Leopold I. erstmals eine Lizenz für die erste Wiener Mietkutsche nach französischem Vorbild. Die Fiaker entwickelten sich zum populären Fuhrwerk und erlebten Ende des 19. Jahrhunderts seine Blütezeit. Bis zum 20. Jahrhundert übernahm der Fiaker den öffentlichen Nahverkehr in Wien, bis sie vom Auto verdrängt wurden.

Hochzeitskutsche mieten: Fiakerunternehmen in Wien 

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