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Hochzeit Text: Katharina Widholm

Kirchliche Trauung in Wien

Neben der standesamtlichen Trauung ist für viele Paare, auch eine kirchliche Feier Teil der Hochzeitsplanung. Mit der Ehevorbereitung sind einige Fragen verbunden und außerdem gilt es ja noch, die geeignete Kirche als Kulisse für den schönsten Tag des Lebens zu finden.

Brautpaar vor dem Traualtar auf den Kirchenbänken sitzen die Hochzeitsgäste
© Farrokh Bulsara | Sich das Ja-Wort ganz traditionell vor dem kirchlichen Traualtar geben.

Eheschließung:  Standesamtliche und kirchliche Trauung

Aus christlich-religiöser Sicht ist die Hochzeit ein heiliges Sakrament und folglich mit diversen Anforderungen verbunden. Erste und wichtigste Vorraussetzung ist, dass zumindest ein Ehepartner christlicher Konfession ist. Neben einer kirchlichen Hochzeit ist auch die standesamtliche Trauung notwendig, damit die Ehe zivilrechtliche Gültigkeit erlangt. Um sich zur kirchlichen Feier anzumelden, muss man sich in der Pfarre anmelden die zum Wohnsitz der Braut oder/und des Bräutigams gehört, wobei die Hochzeit selbst nicht zwingend in dieser Pfarre stattfinden muss. Auf der Website der Erzdiözese Wien (den Link finden Sie unten) wird empfohlen, sich mindesten 6-12 Monate vor der eigentlichen Zeremonie anzumelden. Im Falle, dass einer oder beide der künftigen Ehepartner bereits geschieden ist, und auch schon kirchlich geheiratet hat, muss er neben den üblichen Dokumenten (Amtlichen Lichtbildausweis, Meldezettel, Geburtsurkunde, Taufschein) auch einen Nachweis über die kirchliche Ungültigkeitserklärung (Annulierung der Ehe) vorlegen (Nähere Informationen dazu werden am Ende des Artikels verlinkt.)

Ablauf einer kirchlichen Trauung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Hochzeitszeremonie zu gestalten, aber alle, die kirchlich heiraten möchten, müssen ein Eheseminar vorab besuchen. 

Eheseminar

Mit den Hochzeitsvorbereitungen ist das sogenannte Eheseminar verbunden. Um daran teilzunehmen ist eine rechtzeitige Anmeldung (mindestens sechs Monate vor dem Hochzeitstermin) erforderlich. Das Eheseminar dient dem Brautpaar als Vorbereitung auf das Eheleben. Im Angebot der Erzdiözese Wien sind mehrere Seminare, unter anderem das „eheLeben“, wobei man sich um 49 € aussuchen kann, ob man das Eheseminar geblockt an einem Tag oder verteilt auf drei Abenden oder 2 Nachmittagen abhalten möchte. Außerdem gibt es Beratungen für Paare mit unterschiedlichen Konfessionen (z.B. christlich-muslimisch).

Die Zeremonie selbst kann in zwei Formen abgehalten werden:

Hochzeitsfeier als Wortgottesdienst

Nach der Eröffnung (dem Einzug in die Kirche, dem Empfang des Brautpaares und dem Eröffnungsgebet) erfolgt eine Biblische Lesung, Gesänge zu den Lesungen, Vortrag aus dem Evangelium und eine Predigt durch den Priester oder Diakon. Welche Texte vorgetragen werden, liegt in der Entscheidung des Brautpaares. Danach wird die Trauung vollzogen: nach der Befragung der Brautleute segnet der Geistliche die Ringe, dann findet die Vermählung statt und nach der Bestätigung erfolgt der Trauungssegen. Zum Schluss wird die Fürbitte, das Vater Unser und das Schlussgebet gesprochen.

Hochzeitsfeier als Heilige Messe

Diese Form der Eheschließung erfolgt ähnlich wie der Wortgottesdienst, doch zusätzlich dazu gibt es im Anschluss an die Lesungen und Predigt eine Eucharestiefeier: Die beginnt mit einer Gabenbereitung, dann wird das Hochgebet und das Vater Unser gesprochen. Nach dem Friedensgruß, der Brotbrechung und der Kommunion wird die Feier mit dem Schlussgebet beendet.

Kosten einer kirchlichen Trauung

Die Hochzeit in der Kirche ist prinzipiell kostenlos. Allerdings erwarten die meisten Pfarren eine "kleine" Spende. Die Höhe kann im vorhinein mit dem Pfarrer abgeklärt werden. Üblich sind 60 bis 150 €, sowie je 10 € für die Ministranten. Für einen Orgelspieler oder Blumenschmuck können zusätzliche Kosten anfallen.  

Die schönsten Kirchen zum Heiraten

In diesen fünf Kirchen lässt sich's heiraten. Geben Sie sich das Ja-Wort in einer Kirche ganz nach Ihrem Geschmack: Vom prunkvollen Barock bis zum modernen Jugendstil. 

Stephansdom

Die gotische Kathedrale im Zentrum Wiens ist die bekannteste Kirche Österreichs und diente auch Kaiser Franz Joseph und seiner Sisi als Austragungsort ihrer Hochzeit. Heute werden im Stephansdom selbst nur noch in Ausnahmefällen Eheschließungen zelebriert, da man dafür den Dom für Besucher absperren müsste. Allerdings gibt es die Möglichkeit, in einer der Seitenkapellen zu heiraten, wie etwa der Katharinenkapelle, die sich vor allem für kleine Hochzeitsgesellschaften eignet. Diese Kapelle wird vor allem für Taufen verwendet und liegt direkt neben dem Südturm des Doms. Zentrales Element des achteckigen Baus ist das spätgotische Taufbecken.

Kontakt:
Dompfarre St. Stephan
Stephansplatz 3
1010 Wien
Kanonikus Mag. Anton Faber, Dompfarrer
Christian D. Herrlich, Kanzleileiter
Tel.: 00 43 1 51552 - 3530
Fax: 0043 1 51552 – 3720
dompfarre-st.stephan(at)edw.or.at

Franziskanerkirche

Die Franziskanerkirche in der Weihburggasse gehört zur Dompfarre St. Stephan. Sie wurde als einzige Kirche Wiens im Renaissancestil erbaut, weißt jedoch auch gotische Elemente auf, was man vor allem an dem Fenstern am Eingangsbereich erkennt. Mit der Wöckherl-Orgel beherbergt der Bau Österreichs älteste bespielbare Orgel.

Kontakt:
Franziskanerplatz 4
1010 Wien
Tel.: 0043 1 5124578 und
Fax: 0043 1 5121555
wien(at)franziskaner.at
Öffnungszeiten der Klosterpforte: 9.00 – 12.00 Uhr und 14.30 – 16.30 Uhr

Schiff der Franziskanerkirche in Wien. Zahlreiche Barocke Malereien und Skulpturen
© Von Bwag, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org | Die Franziskanerkirche ist aufgrund der frühbarocken Wandmalereien und der berühmten Wöckherl-Orgel ein Ort von höchster kunsthistorischer Bedeutung.

Ruprechtskirche

Die Ruprechtskirche im 1. Bezirk ist Wiens älteste Kirche, die noch in ihrer Grundsubstanz besteht. Sie weist Bauelemente sowohl aus der Romanik als auch des Barock auf. Mutet die Fassade der Kirche zunächst eher schlicht an, so zeigt sich das Innere der Kirche in fast modern wirkender Eleganz. Besonders erwähnenswert sind ihre Glasfenster, denn einerseits hat die Ruprechtskirche mit Fenstern aus dem 13. Jahrhundert die ältesten Glasfenster der Stadt, andererseits gibt es auch 22 von Lydia Roppolt gestaltete moderne Glasfenster aus dem Jahr 1993.

Kontakt:
Rektorat St. Ruprecht
Seitenstettengasse 5/4
1010 Wien
Tel: 0043 1 535 60 03
st.ruprecht@aon.at

Video

Maria am Gestade

Diese gotische Kirche ist vor allem wegen ihres pittoresken Eingangsbereich ungemein als Kulisse für Hochzeitsfeiern geeignet. Eine Treppe führt zum Seitenportal, das als Tor zur Kirche dient und mit Reliefs und Malereien von Heiligen geschmückt ist und von einem Baldachin überdacht wird. Wahrzeichen der Kirche ist der Glockenturm, der sogenannte „durchbrochene Turmhelm“. Die Kirche wird vom Redemptoristenkolleg betreut.

Kontakt:
Redemptoristen
Salvatorgasse 12, Stiege 2
1010 Wien
Telefon und Fax:
Tel.: 00 43 1 533 95 94 - 0
Fax: 00 43 1 533 95 94 – 9217

Kirche am Steinhof

Diese opulente Jugendstilkirche liegt im 14. Wiener Gemeindebezirk im Areal der Nervenheilanstalt Steinhof und wurde im Auftrag von Kaiser Franz Josef errichtet. 1907 errichtet, diente sie ursprünglich als Kirche für die Patienten des Krankenhauses, mittlerweile kann man auch Hochzeitsfeiern in der „Otto-Wagner-Kirche“, wie sie auch genannt wird, abhalten. Der Bau gilt als eines der wichtigsten Werke des Jugendstils. Beim Interior des Sakralbaus sticht besonders der Altar vor, über welchem sich auf 84 qm² ein Mosaikbild entfaltet. Der Eingangsbereich der Kirche ist dreiteilig und von vier Engelsstatuen gekrönt.

Kontakt:
Kirche am Steinhof aus Wien
Baumgartner Höhe 1
1140 Wien
Tel: 0043 (0) 1 91060239

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