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Jürgen Weber
Albertina Text: Jürgen Weber

Lee Miller Fotoausstellung in der Albertina

8. Mai - 16. August 2015: Die Albertina zeigt eine Ausstellung mit 80 Objekten einer der faszinierendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Lee Miller arbeitete fünf Jahrzehnte an einem vielfältigen fotografischen Werk, das sowohl surrealistische Bilder als auch Fotos mit Motiven aus den Bereichen Mode­, Reise­ und Porträt­ bis hin zur Kriegsreportagefotografie beinhaltet. Fotos des zerstörten Wien und Salzburg werden erstmals in Europa zu sehen sein.

Albertina zeigt Bilder des zerstörten Wien
© © Lee Miller Archives England 2015. All Rights Reserved. www.leemiller.co.uk | Lee Miller: Lee Miller

Wann: 8.5. - 16.8. 2015
Wo: Albertina, Albertinaplatz 1, 1010 Wien

Fotoausstellung der berühmten amerikanischen Fotografin

1929 in Paris lernte Lee Miller (1907­-1977) den surrealistischen Fotografen Man Ray kennen und entwickelte anhand von Bildausschnitten und mit Hilfe experimenteller Techniken, wie der Solarisation, ihren eigenen Stil, der eine paradoxe Wirklichkeit veranschaulichte. Diesen sogenannten surrealistischen Blick bewies Miller sowohl auf den Straßen von Paris, wo sie in alltäglichen Motiven Absurditäten entdeckte, wie auch in späteren Porträtfotos, sowie in ihrem Fotostudio in New York. Nach ihrem kurzen USA-Aufenthalt zog sie nach Ägypten, wo Reisefotografien von Landschaft entstehen. Ab 1938 wieder in Europa wurde sie bald zu einer Chronistin einer bildgewaltigen Zerstörung: die desaströsen Folgen des Zweiten Weltkrieges fotografierte ab Lee Miller den Angriff ebenso erbarmungslos wie den Angriff der deutschen Luftwaffe auf London („Blitz“) oder später die Befreiung von Paris. Auf dieser Ausstellung sind zu sehen:

  • Porträtfotos
  • surrealistische Fotografien
  • Kriegsfotografien
  • Fotos des zerstörten Wien und Salzburg
  • Modefotografien für Vogue
  • Reisefotografien (Landschaften)
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Salzburg und Wien: zerstört

Eines ihrer bekanntesten Bilder zeigt sie selbst, nackt in der Badewanne von Adolf Hitler, nachdem Miller zuvor als eine der ersten Fotografinnen die Verbrechen in den befreiten Konzentrationslagern in Dachau und Buchenwald festgehalten hatte. Für Wiener Besucher der Ausstellung dürfte besonders interessant sein, dass Millers Reportagen sie 1945 auch in das zerstörte Salzburg und Wien führte, wo sie die architektonischen Devastierungen ebenso fotografierte, wie die Not in den Kinderspitälern. Auf diesen zumeist unveröffentlichten Fotos liegt der Fokus dieser ganz besonderen Ausstellung.

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