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Seefestspiele Mörbisch: Wie alles begann, eine Geschichte

Mörbisch am Neusiedlersee, ist vor allem für die Seefestspiele Mörbisch bei vielen Österreichern und Touristen gefragt. Wie es dazu kam? Lesen Sie die Geschichte

Baustelle am See in Mörbisch
© Seefestspiele Mörbisch | Seefestspiele Mörbisch

Mörbisch

>> Zum Programm der heurigen Seefestspiele Mörbisch

Sehr gefragt ist das liebe Örtchen Mörbisch am Neusiedlersee, wenn es um die Seefestspiele geht. Viele Touristen bereisen jährlich diese Umgebung rund um Mörbisch um Harald Serafin’s Gustostücke zu sehen. Doch wie viel wissen Sie wirklich über Mörbisch? stadt-wien.at verschafft Ihnen schnell Abhilfe.

Im Jahre 1254 wurde Mörbisch zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Zuvor kannte man den Ort nur als „possessio Megyes“ –(übersetzt „Weichseldorf“)- und daraus entwickelte sich später der Name Mörbisch. Man konnte feststellen, dass Mörbisch damals schon dicht besiedelt war. Grund dafür war das Klima. Man fand Überreste von römischen Bauten, Gefäße zur Weinlagerung oder Höckergräber aus der Bronzezeit sowie den Fund der Mithrasgrotte, die nach dem Lichtgott Mithras benannt wurde.

Zur ersten deutschen und bayrischen Besiedlung kam es in der Stadt „Scarbantia“. Letztere wurde aber als „Ödingburg“ –übersetzt öde Burg“ gebaut. Und somit kam man auf den Namen Ödingburg, der sich bis heute gehalten hat. 

Königin Maria verschenkte im Jahre 1385 Mörbisch an Ödenburg. Mörbisch hatte es dazumal nicht leicht, denn aufgrund der Kriegszeit, war der Ort nicht geschützt, von Plünderungen geplagt und Fluchtwege in die Stadt waren viel zu lang. Somit hatten es vor allem die Bauern sehr schwer. 1650 kam es zu Unruhen und die Bauern mussten Abgaben an die Stadt Ödenburg leisten, konnten diesen Forderungen aber nicht nachgehen, worauf sie immer mehr versuchten sich von der Stadt Ödenburg zu lösen. Ohne Erfolg. Weitere Konflikte entstanden durch Glaubensfragen des Ortes. All jenes löste sich erst langsam in der Zeit als Kaiser Joseph II. (1781) regierte. Die „Loslösung von Ödenburg erfolgte um 1862 und erwies sich für Mörbisch gerade in wirtschaftlicher Hinsicht mehr als positiv.

Viel später, nämlich im Jahre 1919 wurden deutschsprachige Komitate Ungarns Österreich zugesprochen, zwei Jahre später, 1921 kam Burgendland endgültig zu Österreich, damals noch unter der Bezeichnung „Fertömegyes“-Fertö heißt übersetzt See.
Heute ist der Seefestspielort auch für seinen guten Wein bekannt. Jedoch, nach dem zweiten Weltkrieg wurde Mörbisch nicht mehr so „verschont“, wie viele Jahre zuvor beim ersten. Insofern war die Weinwirtschaft bzw. der Wein in dieser Zeit das wichtigste Wirtschaftsgut.

Der Tourismus rund um diese Region etablierte sich erst im Jahre 1952. Damals wurden erstmals die Straßen zwischen Mörbisch und Rust an das Verkehrsnetz angeschlossen. Die Badeanlage am See wurde zur Gänze künstlich aufgeschüttet.

Die Gründung der Seefestspiele erfolgte 1957 und verzeichnet seither stetigen Erfolg. Im Vorjahr feierte man 50 Jahre Seefestspiele Mörbisch.

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