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Energie Text: Elisabeth Rauter

Günstig Heizen: Heizkosten im Vergleich

Draußen wird es immer kälter und es wird langsam höchste Zeit, die Heizung wieder aufzudrehen, um das eigene Heim kuschelig-warm zu halten. Damit tut sich auch oft die Frage auf, ob man seine vier Wände effizient und günstig erwärmt. Denn wer will schon zu viel Geld verbrennen?

© | Heizkosten vergleichen und Einsparmöglichkeiten ausloten

Das sind die günstigsten Heizsysteme

Die österreichische Energieagentur AEA hat pünktlich zum Start in die kalte Jahreszeit eine Aktualisierung des Heizkostenvergleiches um die Komponenten Investitionskosten und Energiepreise durchgeführt. Berücksichtigt werden also nicht nur die Kosten für den eigentlichen Brennstoff, sondern auch Investition (Anschaffungskosten Heizung), Instandhaltung und Wartung des jeweiligen Heizsystems. So wird ersichtlich, wieviel der Durchschnittsösterreicher täglich für ein warmes Heim aufwendet. Dieser Heizkostenvergleich der AEA zeigt, dass dies die drei kostengünstigsten Varianten des Heizens sind:

 

Saniertes Gebäude

Unsaniertes Gebäude

Neubau

1. Platz

Erdgas-Brennsysteme

Erdgas-Brennsysteme 

Luft/Wasser Wärmepumpen

2. Platz

Luft/Wasser Wärmepupen

Luft/Wasser Wärmepumpen

Erdgas-Brennsysteme

3. Platz

Fernwärme

Stückholz

Öl-Brennwert

Das zu beheizende Gebäude – beziehungsweise dessen thermische Eigenschaften – nimmt maßgeblichen Anteil an den Heizkosten. So konnte durch diese Studie auch gezeigt werden, dass die Heizkosten nach der Sanierung eines Bauwerks – unabhängig vom jeweiligen Heizsystem – um 55 % fallen. Dieser Effekt weitet sich auch auf die CO²-Werte aus.

Apropros CO² - in Sachen Klimaschutz haben Biomassesysteme, die mit Pellets oder Stückholz betrieben werden, die Nase vorn. Die ‚schmutzigste‘ Heizvariante ist der Ölbrennwertkessel. Die Abgaswerte können hier 33-fach höher sein als beispielsweise bei Heizen mit Scheitholz.

Wien: Günstig Heizen mit Brennwert-Gasthermen

Gasthermen mit der neuen Brennwert-Technologie arbeiten noch effizienter als herkömmliche Gasthermen, da hierbei auch der, bei der Verbrennung von Erdgas entstehende Wasserdampf in Wärme umgewandelt wird und somit der gesamte Heizwert des Erdgases genutzt wird.

Gastherme
© | Mit der neuen Brennwert-Technologie bei Gasthermen können Sie nochmals Ihre Heizkosten optimieren

TU Wien kritisiert Bericht der AEA

Die Universität am Karlsplatz zieht allerdings andere Schlussfolgerungen. Bei der Analyse der TU Wien wird nicht nur der Ist-, sondern auch der Soll-Zustand miteinbezogen. Das heißt, dass man auch versucht Unsicherheiten der Zukunft zu berechnen und miteinzubeziehen. Beispielhaft wären hier etwa Schwankungen im Energiepreis, eine ineffiziente Betriebsweise oder auch andere Einflussfaktoren. Es zeigt sich, dass diese Unsicherheiten bei Heizsystemen basierend auf Öl oder Gas  weit höher ausfallen als bei erneuerbaren Energie-Alternativen und dass es eigentlich kaum Kostenvorteile gegenüber den umweltschonenderen Varianten gibt. Der Leiter dieser Studie – Lukas Kranzl – spricht klar für Erneuerbares:

„In allen untersuchten Kategorien von Gebäuden können erneuerbare Heizsysteme wettbewerbsfähige Lösungen darstellen. Im unsanierten Einfamilienhaus liegen biogene Energieträger vorne, im Neubau weisen Luftwärmepumpen die günstigsten Heizkosten auf. In Mehrfamilienhäusern können Hackschnitzel und Pellets sowohl im unsanierten Bestand, als auch im sanierten Bestand eine günstige Heizungsform darstellen. Bedeutsamer als diese eher geringfügigen Kostenvorteile ist allerdings die Tatsache, dass in allen Fällen das Risiko sehr hoher Heizkosten bei fossilen Heizsystemen deutlich höher ist“

Video

Kritik als ungerechtfertigt

Diese Kritik kommt bei der AEA allerdings nicht gut an, jedoch sieht man sie fast als Kompliment an die Objektivität der Studie. Der Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur meldet sich darauf wie folgt:

„Unser Heizkostenvergleich ist ein objektiver Vollkostenvergleich der unterschiedlichen Heizsysteme. Er berücksichtigt Brennstoff-, Investitions- sowie Wartungs- und Instandhaltungskosten. Grundlage des Heizkostenvergleichs sind geltende gesetzliche Normen und aktuell von den Markteilnehmern erhobene Kostensätze“ und weiter „Der Heizkostenvergleich stellt die aktuellen Kosten unterschiedlicher Heizsysteme dar und nimmt auf umweltpolitische Fragestellungen mit der Darstellung der CO2-Emissionen durchaus Rücksicht“

Weiterführende Links:

Hier finden Sie einen Teilbericht der Heizkosten-Analyse der TU Wien.

Hier finden Sie die aktuelle Heizkosten-Studie 2017 der AEA - Austrian Energy Agency - Das kostet heizen in Österreich.

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