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AMA Gütesiegel: Geschäftsführer Dr. Michael Blass im Interview

stadt-wien.at führte ein interessantes Interview mit dem Geschäftsführer der AMA Marketing Ges.m.b.H Herrn Dr. Michael Blass, der uns einen Einblick in die Themen AMA Gütesiegel, gesunde Ernährung, österreichische Lebensmittel und deren Qualitätskontrolle gab.

AMA-Gütesiegel
© AMA |

Stadtmagazin stadt-wien.at: Herr Dr. Blass, Sie sind seit Jahresbeginn 2013 Geschäftsführer der AMA Marketing, davor waren Sie ca. 30 Jahre bei der Wirtschaftskammer, davon, soweit ich informiert bin, die letzten 14 Jahre Geschäftsführer des Fachverbandes der Lebensmittelindustrie. Welche Erfahrungen und vor allem welche Erkenntnisse bringen Sie mit von diesen letzten Jahren für Ihre neue Aufgabe bei der AMA Marketing?

Dr. Michael Blass
: Lebensmittel sind ein spannendes und durch und durch erfreuliches Thema. Wir alle essen und trinken jeden Tag, viele von uns kochen, viele von uns gehen einkaufen; das heißt, wir befassen uns ständig mit diesen Produkten. Als Konsumentinnen und Konsumenten erwarten wir auf der einen Seite natürlich sichere Produkte, das muss eine Selbstverständlichkeit sein, auf der anderen Seite Lebensmittel, die uns in unserem Leben einfach Freude bereiten, weil sie gut schmecken, weil sie eine Geschichte erzählen, weil sie eine Herkunft haben. Das sind viele Erfahrungen, die ich in all den Jahren gemacht habe: Landwirtschaft und Wirtschaft, die sich jeden Tag anstrengen, um den Konsumentinnen und Konsumenten frische, wohlschmeckende Produkte auf den Tisch zu bringen.

Stadtmagazin stadt-wien.at: Das ist auch gleich ein Stichwort, dieses Verhältnis zwischen Konsument und Lebensmittelwirtschaft: Wie würden Sie dieses Verhältnis beschreiben?

Dr. Michael Blass: Wenn wir zurückdenken an die Generation unserer Großeltern - Mangelwirtschaft, in vielen Fällen Hunger, Unterversorgung und wenig Auswahl; heute hunderttausende Produkte, die zur Verfügung stehen, jeder kann sich jeden Tag soviel kaufen, dass er es gar nicht essen oder trinken kann, das heißt, wir sind jetzt in einer Situation, wo es darum geht, eine kluge und eine gute Wahl zu treffen. Das ist natürlich etwas höchst Persönliches. Jede/jeder hat andere Konsumpräferenzen. Manche kochen, manche greifen zu Fertigprodukten, die meisten entscheiden sich für gute gemischte Kostformen, und da geht es darum, dass wir alle für uns einen ausgewogenen Zugang zu den Lebensmitteln finden, mit möglichst vielen frischen Produkten, welche aus der Region bzw. aus Österreich kommen, und dass wir mit allen Produkten, die wir auf dem Teller haben, die wir aus den Regalen nehmen, eine gute Kost zusammenstellen. "Gut" bedeutet auf der einen Seite "ausgewogen", auf der anderen Seite "natürlich", auf der dritten Seite kann man nicht oft genug sagen: Schmecken soll es.

Produktgruppen der AMA

Breites Angebot an Lebensmittel

Stadtmagazin stadt-wien.at: Schmecken soll es, natürlich soll es auch sein. Man geht grundsätzlich einmal davon aus, dass Lebensmittel natürlich sind. Sie haben erwähnt, dass wir eine Entwicklung durchgemacht haben in der landwirtschaftlichen Produktion, dass wir jetzt sehr viel produzieren, sehr vielfältig, sehr diversifiziert. Wie ist das möglich geworden, so von der Entwicklung der Produktion her, und wie schaut es mit dem Preis aus?

Dr. Michael Blass: Die Fortschritte in der Landwirtschaft und in der Lebensmittelverarbeitung sind tatsächlich atemberaubend. Während es vor einigen Jahrzehnten kaum möglich war, die Bevölkerung ausreichend zu versorgen, so haben wir heute ein Überangebot. Die Konsumentinnen und Konsumenten müssen jeden Tag - hoffentlich bewusst - auswählen. Was nehme ich mir aus diesem großen, breiten Angebot? Ich hoffe, dass sie möglichst oft zu Produkten greifen, für die wir stehen als AMA Marketing. Milch und Milchprodukte, Fleisch, Fleischwaren, Obst und Gemüse - all das, was es in Österreich in der Nähe gibt, wo wir wissen, wo es herkommt.

Das AMA Gütesiegel

Stadtmagazin stadt-wien.at: Die AMA-Marketing kontrolliert und vermarktet erfolgreich. Welche Funktionen und Interessen vertritt die AMA Marketing - wir haben vorhin den Konsumenten und die Wirtschaft angesprochen, wie schaut das beim Marketing aus?

Dr. Michael Blass: Die AMA Marketing ist keine Firma wie jede andere, und zwar deshalb, weil es für uns eine gesetzliche Grundlage gibt. Aus diesem AMA-Gesetz ergibt sich ein ganz klarer Auftrag, den wir zu erfüllen haben. Der Gesetzgeber sagt, dass wir uns um Qualitätsverbesserung bemühen sollen,  dass wir uns um die Förderung der österreichischen Lebensmittelproduktion, der landwirtschaftlichen Produktion kümmern sollen, der Gesetzgeber gibt uns auch mit, dass wir die Kontrolle dafür durchzuführen haben. Wir haben das AMA-Gütesiegel entwickelt. Das AMA-Gütesiegel steht für Produkte, die österreichische Herkunft haben, das heißt, bei Fleisch, bei Wurst garantiert die AMA Marketing, dass die Tiere in Österreich geboren sind, dass sie hier aufgezogen worden sind, und dass sie in Österreich geschlachtet wurden.

Stadtmagazin stadt-wien.at: Das heißt, dass man sich auf diese Kontrolle verlassen kann - also wenn Österreich drauf steht, ist es gut?

Dr. Michael Blass: Wir führen sehr, sehr strenge Kontrollen durch und haben ein engmaschiges Kontrollnetz. Wir sind bei den Bauern am Hof, wir sind bei den Verarbeitungsbetrieben, aber auch beim Handel mit mehr als 10.000 Kontrollen im Jahr. Zusätzlich gibt es eine Vielzahl an Laborkontrollen und -tests, da wird der beste und jüngste wissenschaftliche Erkenntnisstand zur Anwendung gebracht. Unsere Gütesiegel-Lizenznehmer müssen diesen Kontrollen zustimmen. Alle landwirtschaftlichen Unternehmen, aber auch alle Produktions- und Handelsunternehmen, die an unseren Programmen teilnehmen, wissen, dass wir streng kontrollieren und müssen sich unseren strengen Richtlinien unterwerfen. Wir haben konkrete Richtlinien für die einzelnen Produkte. Diese Richtlinien setzen voraus, dass der gesetzliche Standard eingehalten wird - eine Selbstverständlichkeit, dass darüber hinaus noch der österreichische Lebensmittel-Kodex, der strenger ist als der gesetzliche Standard, befolgt wird, und zusätzlich gibt es dann noch spezifische Auflagen, die wir als AMA Marketing verlangen, wenn jemand die Auszeichnung mit unserem Gütesiegel haben möchte.

Österreichische Herkunft mit Gütesiegel

Stadtmagazin stadt-wien.at: Soweit ich das verstanden habe, gibt es neben dem AMA Gütesiegel, wo es um die österreichische Herkunft geht, auch die verarbeiteten Produkte mit diesem momentan viel diskutierten Zweidrittel-Anteil. Jetzt meine Frage: dieses verbleibende eine Drittel, wie wird das nun auf die Lebensmittelsicherheit und -herkunft kontrolliert?

Dr. Michael Blass: Das rotweißrote AMA-Gütesiegel steht für hundert Prozent österreichische Herkunft bei den landwirtschaftlichen Rohstoffen. Aber jeder weiß, dass zum Beispiel bei einem Fruchtjoghurt mit Banane die Bananen nicht in der Steiermark und auch nicht in Wien wachsen...

Stadtmagazin stadt-wien.at: ... und wie wird dieses letzte Drittel kontrolliert?

Dr. Michael Blass: In den meisten Fällen ist es gar nicht ein Drittel des Produktes, das ist viel weniger. Es geht eben nur um Zutaten, die in Österreich nicht erzeugt werden können. Der Pfeffer in der Wurst ist in Österreich nicht erzeugbar. Die Mango für das Mangojoghurt ist in Österreich nicht herstellbar. Das Qualitätsmanagement ist für alle Produkte gleich. Es gibt die Kontrolle der Produktionswege, die Laboruntersuchungen, die Dokumentenkontrolle. Wenn beispielsweise eine ausländische Frucht für ein Fruchtjoghurt verwendet wird - Banane oder Mango -, dann muss der Hersteller die Dokumente offen legen, woher die Ware bezogen wird. Wir können das dann rückverfolgen und bei Bedarf auch ganz konkret in die Kontrolle hineingehen. Und zudem: die Rohstoffe werden natürlich in akkreditierten Laboratorien nach Lebensmittelsicherheitsgrundsätzen und nach den Grundsätzen der Lebensmittelqualität überprüft. Das sind chemische Untersuchungen, das sind physikalische Untersuchungen und das sind, wenn es notwendig ist, auch die jetzt ganz populär gewordenen DNA-Untersuchungen.

Kontrolle in anderen EU - Mitgliedsländern

Stadtmagazin stadt-wien.at:: Weil Sie jetzt gerade andere Länder angesprochen haben: wir haben ja, könnte man als Fazit sagen, relativ strenge Kontrollen von öffentlicher Seite und auch von zertifizierten privaten Kontrollstellen. Wie sieht das in den anderen EU-Mitgliedsländern aus? Wie wird in Polen kontrolliert, wie wird in Deutschland kontrolliert, wie wird in Spanien kontrolliert? Es geht hier ja um Produkte, die ja auch zu uns nach Österreich kommen...

Dr. Michael Blass: Das ist eine Frage, die sich viele Konsumentinnen und Konsumenten stellen. Wir haben ja in Europa den freien Warenverkehr. Und das ist für uns als Österreicher eine relativ junge Errungenschaft, weil unser Markt bis zum österreichischen EU-Beitritt sehr stark abgeschottet war. Wenn Reisefreiheit für Lebensmittel besteht, dann gehört da natürlich ein Pakt geschlossen: Lebensmittel, die frei reisen dürfen, müssen in allen Ländern adäquat kontrolliert werden. Das Lebensmittelrecht und die Lebensmittelkontrolle gehören zu den Themen, die die Europäische Union an der Spitze ihrer Agenda stehen hat, das heißt, die EU hat klar angeordnet, dass die Grundsätze der Lebensmittelkontrolle und -überwachung in allen Ländern nach den gleichen Methoden funktionieren müssen. Wo die Europäische Union den einzelnen Mitgliedsstaaten Autonomie lässt, das ist bei der Behördenorganisation: Jedes Land kann das so regeln, wie das den jeweiligen Gegebenheiten am besten entspricht. Ein kleines Land wie Luxemburg wird ganz andere Voraussetzungen zu erfüllen haben als große Flächenstaaten wie Deutschland oder Spanien. Wichtig ist, dass in der Kontrolle gleiche Maßstäbe gesetzt werden, dass Schwerpunktaktionen europaweit gemeinsam gefahren werden, dass bei den Methoden der Kontrolle eine Vereinheitlichung stattfindet, dass überall dokumentiert wird, wie was wann kontrolliert wurde, und ganz besonders wichtig ist, dass die Einhaltung dieser Vorschriften laufend und sehr streng überprüft wird. Da hat die Europäische Union eigene Behörden geschaffen, die schauen sich das ganz genau an. Man kann sagen, dass die Lebensmittelkontrollsysteme der Mitgliedsstaaten zwar nicht identisch sind, aber gleichwertig arbeiten.

Lebensmittelskandale

Stadtmagazin stadt-wien.at: Angesichts der jüngsten Ereignisse - als Konsumenten werden wir alle immer wieder mit Lebensmittelskandalen konfrontiert - wo sehen Sie noch die Schwachstellen, und wo wären konkrete Maßnahmen notwendig, wo muss man konkret jetzt ansetzen?

Dr. Michael Blass: Wir haben, wie eingangs erwähnt, heute ein Lebensmittelangebot, das so vielfältig und abwechslungsreich ist wie nie zuvor. Was brauchen die Konsumenten heute? Sie wünschen sich Orientierung, sie wünschen sich Klarheit. Darauf geben wir als AMA Marketing eine ganz zugespitzte Antwort: Dem AMA-Gütesiegel können Sie vertrauen! Das rotweißrote AMA-Gütesiegel steht für österreichische Herkunft. Bei Fleisch wurde das Tier in Österreich geboren, aufgezogen, gemästet und geschlachtet, bei Milch bedeutet das ein gentechnikfreies Produkt österreichischer Herkunft, und wenn es um ein Fruchtjoghurt geht, wird österreichische Frucht verwendet, soweit das möglich ist.

Stadtmagazin stadt-wien.at: Steht "Österreich" also 1:1 für "Qualität"?

Dr. Michael Blass: Österreich steht 1:1 für Qualität, das ist keine Frage. Österreichische Lebensmittel sind in der ganzen Welt beliebt: in 160 Ländern dieser Erde greifen die Konsumentinnen und Konsumenten tagtäglich zu österreichischen Produkten. Die österreichische Lebensmittelwirtschaft hat im Export einen Erfolgszug, den ihr andere Branchen erst nachmachen müssen. Österreichische Lebensmittel stehen für die Reinheit unserer Natur, das Können unserer Meister, unserer Bauern und unserer Verarbeitungsbetriebe.

Strenge Kontrollen der Lebensmittel

Stadtmagazin stadt-wien.at:: Kann man also davon ausgehen, dass es in Österreich keinen Lebensmittelskandal geben kann?

Dr. Michael Blass: Österreichische Lebensmittel werden sehr, sehr streng kontrolliert, österreichische Betriebe wenden Systeme an, die ein Höchstmaß an Sicherheit und Qualität gewährleisten. Wenn wir die gesamteuropäische Situation nehmen: Es sind auf den europäischen Märkten zwischen 250.000 und 400.000 verschiedene Artikel in den Regalen. Wenn man diesen Zahlen gegenüberstellt, bei wie wenigen Produkten es Probleme gibt, ist das ein verschwindender Promillesatz. Man kann daher mit Fug und Recht behaupten, Lebensmittel und ganz besonders österreichische Lebensmittel sind so sicher wie nie zuvor in der Geschichte, und sie werden jedes Jahr sicherer. Lebensmittelskandale und -krisen, die auftreten, sind in vielen Fällen der Beweis dafür, dass die Kontrollen funktionieren. Es gibt einige Beispiele, nehmen wir das Thema Pferdefleisch. Das sind Skandale, die wären vor einigen Jahren noch gar nicht aufgedeckt worden, weil da einfach die Kontrolle nicht so weit entwickelt war und die Kontrollmöglichkeiten gar nicht so weit gegangen sind. Heute sind wir in der Lage, solchen Situationen auf die Spur zu kommen und sie aufzudecken.

Qualität und Inhaltsstoffe

Stadtmagazin stadt-wien.at:. Kommen wir zur Qualität und zu den Inhaltsstoffen, zu der Entwicklung der Lebensmittel selbst. Was ist aus Ihrer Sicht ein qualitatives Lebensmittel?

Dr. Michael Blass: Worum geht es den Leuten? Die Österreicherinnen und Österreicher sind vor allem glühende Lokalpatrioten. Sie kaufen sehr gern österreichische Ware ein, das hat sich vor allem nach dem Beitritt zur EU gezeigt. Nach einem ersten Ausprobieren von international produzierten Lebensmitteln sind die Österreicherinnen und Österreicher wieder ganz stark zur heimischen Produktion zurückgekehrt. Da schätzen sie die Frische, die Naturbelassenheit unserer Lebensmittel, sie schätzen ganz besonders, wenn Lebensmittel so etwas wie eine Geschichte erzählen, wenn ein Gesicht dahinter steht, wenn sie Persönlichkeit haben. Und das ist bei unserem Fleisch, unserer Milch, unserem heimischen Obst und Gemüse ein schönes Beispiel, bei dem die Konsumentinnen und Konsumenten immer wieder gern zugreifen und sich wohl fühlen. Ich denke, Qualität ist eine Eigenschaft, die die Konsumentinnen und Konsumenten mit ihrer Kaufentscheidung bewerten. Dass die Wirtschaft dahinter viel zu leisten hat und viel richtig machen muss, damit Qualität von Haus aus in den Lebensmitteln drin ist, das ist das zweite Thema. Und da gibt es in Österreich und speziell bei uns, bei der AMA Marketing, sehr strenge Richtlinien. Österreich hat ein striktes Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz, die Qualitätsregelungen für Lebensmittel spiegeln sich zunächst im österreichischen Lebensmittelkodex, der eine Tradition von 120 Jahren hat, und der seit dem 19. Jahrhundert für ein hohes Qualitätsniveau steht. Die AMA Marketing steht für einen Feinkostladen Österreich, wobei wir bei landwirtschaftlichen und landwirtschaftsnahen Produkten Richtlinien haben, die sicherstellen, dass die Konsumentinnen und Konsumenten, die sich für Qualität entscheiden möchten, auch das bekommen, was auf dem Produkt mit dem AMA-Gütesiegel signalisiert wird, nämlich eine Qualität, die weit über das Gesetz hinaus geht, die über den Kodex hinaus geht, die in unseren öffentlich zugänglichen Gütesiegel-Richtlinien niedergelegt ist, und die täglich kontrolliert wird.

Vitamine bei Obst und Gemüse

Stadtmagazin stadt-wien.at: Jetzt wurde ja dieser Kodex von der WHO allen Ländern weltweit nahe gelegt. Wir haben in unseren Supermärkten heute schon sehr viel Obst und Gemüse aus anderen Ländern, und es ist so, dass sich sehr viele Konsumenten darüber beschweren, dass in den Lebensmitteln nur mehr sehr wenige wertvolle Inhaltsstoffe, beispielsweise Vitamine, drin sind, dass die Produkte, wenn man zum Beispiel an Äpfel und Tomaten denkt, von einer teils unnatürlich anmutenden Haltbarkeit sind. Wie ist das zu erklären, wie schaut es da mit der Qualität aus, und wie nutzt die AMA diese unterschiedliche Qualitätsvielfalt in den Supermärkten?

Dr. Michael Blass: Wir stehen für hundert Prozent österreichische Produkte. Bei uns ist österreichische Qualität drin, österreichische Wertschöpfung und österreichische Kontrolle. Die Frage des Vitamingehaltes hängt stark davon ab, wie rasch ein Lebensmittel zur Verbraucherin, zum Verbraucher kommt. Da spielen natürlich die Regionalität und die Nähe zwischen Produktion und Verarbeitung und schließlich Verbrauch im Haushalt eine ganz entscheidende Rolle. Österreichische Äpfel, Birnen, Tomaten oder Kartoffeln sind maßgeschneiderte Produkte für denjenigen, dem Qualität wichtig ist.

Stadtmagazin stadt-wien.at: Eine abschließende Frage, Herr Dr. Blass: Welche Strategien wird die AMA zukünftig verfolgen, um die Qualitätssicherung zu steigern und auch den österreichischen Lebensmittelmarkt zu stärken?

Dr. Michael Blass: Die AMA Marketing steht seit ihrer Gründung für ein hochwertiges, streng kontrolliertes Angebot an Lebensmitteln aus Österreich. Wir müssen jeden Tag neue Entwicklungen verfolgen und uns überlegen, wie wir darauf reagieren können - in der Kontrolle, bei den Anliegen und Ansprüchen der Konsumenten, bei der Deklaration der Produkte. Die Weiterentwicklung erfolgt daher vor allem dort, wo es um die Sicherstellung der hohen Qualität geht, aber der österreichische Apfel bleibt der österreichische Apfel, und das österreichische Rindfleisch bleibt das österreichische Rindfleisch. Daran ändert sich nichts.

Stadtmagazin stadt-wien.at:: Herr Dr. Blass, wir danken Ihnen für das Gespräch.

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