1. Stadt Wien
  2. Bildung
Mehr Bildung
Artikel teilen
Kommentieren
Bildung Text: Franz Schnecko

Nachhilfeinstitute Wien: Der Preisvergleich

Eine kürzlich an Wiener Nachhilfeinstituten durchgeführte Untersuchung ergab, dass sich die Preisniveaus der einzelnen Anbieter zum Teil deutlich unterscheiden. Wer sich die Mühe macht einen Preisvergleich anzustellen, kann daher mehr als 50 Prozent der Kosten einsparen. Immer beliebter wird auch das Modell der Nachhilfe in der Kleingruppe, das als preiswerte Variante zum herkömmlichen Einzelunterricht gilt.

Liniertes Heft auf dem ein Lesezeichen mit der Aufschrift "Nachhilfe" liegt.
© flown/pixelio.de | Große Preisunterschiede bei Wiener Nachhilfeinstituten.

Auf das Betreuungsverhältnis kommt es an

Ganz allgemein gilt noch immer, dass mittels Einzelunterricht in den meisten Gegenständen der Lernerfolg am größten ist. Gleichzeitig ist dies jedoch die mit Abstand teuerste Form der Nachhilfe.  Wer seinen Kindern diesen „Luxus“ trotzdem nicht vorenthalten will, tut gut daran, die Angebote verschiedener Anbieter zu vergleichen. Während man beim Testsieger „Deine Nachhilfe“ gerade einmal 17,50 Euro für eine volle Stunde berappen muss, kosten 60 Minuten bei der Sprachschule Berlitz rund 57 Euro. Durchschnittlich liegt der Preis für eine Stunde Einzelnachhilfe kanpp über 30 Euro. Als preiswerte Alternative zur herkömmlichen Form der Nachhilfe bieten die meisten Institute Gruppenunterricht an - die Englischschule „Letha“ etwa schon ab 10 Euro pro Stunde. Für gewöhnlich betreut dabei eine Lehrperson zwei bis fünf SchülerInnen. Diese Form des Unterrichts kann vor allem in den lebenden Fremdsprachen (Englisch, Spanisch, Französisch, …), in denen die mündliche Interaktion eine wichtige Rolle spielt, von Vorteil sein. Die Eltern müssen in diesem Fall ungefähr mit einem Preis von 17 Euro pro Stunde rechnen, wobei auch hier manche Institute mehr als das Doppelte verlangen.

Im Folgenden liefern wir Ihnen einen Preisvergleich zahlreicher Wiener Nachhilfeinstitute

 

Platz

Nachhilfeinstitut

Einzelunterricht

Gruppenunterricht

Unterrichtsort

1

Deine Nachhilfe

€ 17,50  bis € 21,90

/

Institut

2

Topnachhilfe

€ 20,00

€ 13,00

Institut und zu Hause

3

Team Plus Lernhilfe

Ab € 26,60

Ab € 10,60

Institut

4

Studienkreis

Ab € 30,00

Ab € 13,80

Institut

5

Lernen mit Pfiff

Ab € 30,00

Ab € 20,00

Institut

6

Mobile Nachhilfe

€ 29,20  bis € 34,50

/

Zu Hause

7

Letha (nur Englisch)

Ab € 37,00

Ab € 10,00

Institut und zu Hause

8

Nachhilfe in Wien

€ 30,00  bis € 37,30

/

Zu Hause

9

WILK Lernhilfe

€ 31,20  bis € 40,50

€ 15,60 bis € 20,20

Institut

10

IMF Lernhilfe

Ab € 36,00

Ab € 16,00

Institut

11

Schülerhilfe

€ 38,00

€ 14,90

Institut

12

IFL Institut Dr. Rampitsch

Ab € 36,00

Ab € 17,30

Institut

13

Lernquadrat

Ab € 38,60

Ab € 16,20

Institut und zu Hause

14

Humer 

€ 50,00

€ 36,00

Institut und zu Hause

15

Berlitz (Sprachschule)

Ab € 57,00

Ab € 40.00

Institut

Trend zur regelmäßigen Nachhilfe

Generell lässt sich in den letzten Jahren ein starker Trend in Richtung einer regelmäßigen Betreuung feststellen. 60 Prozent der SchülerInnen, die in den Nachhilfeunterricht gehen, tun dies über einen längeren Zeitraum hinweg. Dies liegt zum einen daran, dass der Lernerfolg dadurch nachhaltiger gesichert wird und andererseits auch daran, dass die Institute die Kunden länger an sich binden wollen. Oftmals gibt es eine Mindestbindung von fünf bis 10 Einheiten zu je 90 Minuten. Je länger der Zeitrahmen, desto besser wird auch das Preisleistungsverhältnis. Während sich die Dauer der Unterstützung also sehr wohl auf den Preis auswirkt, spielt das Fach in dem die Nachhilfe gegeben wird so gut wie keine Rolle. Fast alle Institute bieten die klassischen Nachhilfegegenständen Mathematik, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Latein und Deutsch zum selben Preis an. Andere Fächer wie Physik, Rechnungswesen, Betriebswirtschaft und andere Fremdsprachen finden sich immerhin noch bei gut der Hälfte der Unternehmen im Kursprogramm. Hier werden ab und zu Aufschläge verrechnet. Das Alter und die Schulstufe der Lernenden wird etwa in jedem vierten Institut berücksichtigt, wobei hier Nachhilfe für die AHS-Oberstufe die Preisliste anführt.

Nachhilfe bequem zu Hause

Einige Unternehmen bieten die Nachhilfe nicht nur in den Räumlichkeiten des eigenen Instituts an, sondern führen diese gegen einen Aufpreis von fünf bis zehn Euro auch bei den SchülerInnen zu Hause durch. „Mobile Nachhilfe“ und „Nachhilfe in Wien“ haben sich ausschließlich auf dieses Modell spezialisiert, was den Instituten die teure Anmietung von Klassenräumen und den SchülerInnen und deren Eltern die teils zeitintensive Fahrt von der Schule zum Institut und nach Hause erspart.

Der Vergleich macht dich reich

Zusammenfassend kann man festhalten, dass die Nachhilfe in einem Institut für einen Großteil der Familien eine bedeutende finanzielle Belastung mit sich bringt. Wer trotzdem auf diese professionelle Form der Lernhilfe nicht verzichten will, kann sich durch einen kurzen Preischeck mehr als 50 Prozent der Kosten sparen. Vor allem die großen Institute (Lernquadrat, Humer, IFL Institut Dr. Rampitsch, Schülerhilfe und Berlitz), die durch professionelles Marketing punkten, verlangen teilweise doppelt so viel, als kleinere Unternehmen.

Video
Beteiligen Sie sich am Beitrag, wir freuen uns:

Kommentar hinzufügen
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
weitere Meinungen

Es liegt sicher auch daran, dass im Regelschulbetrieb alle SchülerInnen alles gleichzeit, gleich schnell lernen müssen. Das passt einfach nicht mit der tatsächlichen Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten der Kinder zusammen. Im Sport und beim körperlichen Wachstums ist man sich dieses Umstandes längst bewusst. In der Schule hingegen will man noch immer alle permanent "auf gleich" bringen.

, 08.11.2014 um 15:12

Woran liegt dieser erhöhte Bedarf an Nachhilfe? Sind die Schulen zu ineffizient, sind die Schüler nicht genug aufnahmefähig, wollen wir es den Südkoreanern nachmachen, wo Schüler 14-16 "lernen" um in der Leistungsgesellschaft überleben zu können?

, 06.10.2014 um 22:07
  1. Stadt Wien
  2. Bildung