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Immobilien & Wohnen Text: Elisabeth Rauter

HoHo Wien: Das weltweit höchste Hochhaus aus Holz

Im Wiener Stadtteil Aspern, der zuletzt häufig mit Innovationskraft und Wachstum auffiel, entsteht derzeit ein weltweit bis dato einzigartiges Bauwerk – Ein 84 Meter hohes Holzhochhaus, bestehend aus drei Türmen. Der höchste soll 24, die beiden kleineren 16 Stockwerke umfassen. Der größte Teil der so entstehenden Fläche soll ein Hotel beherbergen.

© RLP Rüdiger Lainer und Partner | Vogelperspektive des HoHo-Aspern

Das Holzhochhaus Aspern - als Hybrid hoch hinaus

Um dieses ehrgeizige Bauvorhaben in die Tat umzusetzen bedient man sich einer Holz-Hybridbauweise, welche durch die Miteinbeziehung anderer Stoffe gekennzeichnet ist – zum Beispiel soll ein Stahlbetonkern das Haus aussteifen. Bis 2018 sollen auf diese Weise 19.500 m² Mietfläche in der Nähe der U2- Station Seestadt entstehen. Als Baubeginn gilt der 12. Oktober 2016, die geplante Bauzeit beträgt zwei Jahre.

Durch die innovative Bauweise ist es möglich, dass sich die Flächen mit wenig Aufwand, den jeweils benötigten wirtschaftlichen Bedingungen anpassen können. Geplant ist die Einrichtung von Büros, Serviced Apartments, einem Hotel und Wellness-Bereichen. Am Ende jedoch soll das Hochhaus ab dem Erdgeschoss einen Holzbauanteil von 75% aufweisen. Diese spezielle Bauweise mit Holz kann im Vergleich zur Ausführung aus Stahlbeton rund 2.800 Tonnen an CO2 einsparen.

Besonderes Konzept nach Ikea-Prinzip

Richard Woschtiz – Tragwerksplaner und Lehrkörper an der Technischen Universität – setzt auf ein flexibles, modulares System, welches es möglich macht die Räumlichkeiten im Nachhinein noch anzupassen und zu verändern. „Ähnlich wie bei Ikea brauchten wir ein Prinzip, das die Teile zusammenhält.“

Dabei soll jedoch der verströmte Flair nicht zu kurz kommen: Mithilfe der chinesischen und buddhistischen Elemente-Lehre sind die Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser, Luft und Leere in das Bauwerk mit eingeflossen, um ein einzigartiges Ambiente zu schaffen. Beispielhaft dafür ist der Beauty-Bereich des Hauses, der dem Element Wasser gewidmet sein wird und auch der Büro-Bereich, der das Element Metall verkörpern will. Für Kurzzeit-Mieter und Mieterinnen sind die obersten Stockwerke reserviert, welche sich nach dem Element Luft richten.

Sicherheit- und Brandschutzvorkehrungen

Vor besondere Herausforderungen sah man sich in Sachen Brandschutz gestellt. Um die zusätzliche Brandlast – die freiwerdende Energie im Falle eines Feuers -  welche die Konstruktion aus Holz mit sich bringt ausgleichen zu können, entstehen die drei Türme baulich getrennt. Zusätzlich bildet jedes der Stockwerke einen Brandabschnitt, der nur halb so groß sind, wie es in einem vergleichbaren Hochhaus in anderer Bauweise der Fall wäre. Wenn in einem dieser Abschnitte ein Feuer ausbricht, soll dieses nicht auf weitere übergreifen können.

Verantwortliche und Eigentümer

Um den Bau dieses innovativen Hochhauses ermöglichen zu können wird ein Investitionsvolumen von rund 65 Millionen Euro benötigt. Als Eigentümer des HoHo lasst sich die Firma cetus Baudevelopment ausweisen, als Auftraggeber gelten Bmstr. Ing. Caroline Palfy, Investor Günter Kerbler. Verantwortlich für das innovative Erscheinungsbild und die Planung ist das Architekturbüro RLP Rüdiger Lainer + Partner.

Das HoHo als Herzstück von Aspern?

Aspern befindet sich im Aufschwung und wird als Wohn- und Arbeitsplatz zusehend attraktiver. Im Areal Seeparkquartier – südlich des Sees gelegen – befindet sich viel im Umschwung. Das HoHo ist nur eines von einigen spannenden Neuheiten, es lohnt sich also, immer mal wieder einen Blick in Richtung dieses neuen, jungen Standorts zu werfen.

HoHo -Ausstellung - ein virtueller Rundgang

Wessen Interesse nun geweckt wurde, der kann sich das HoHo im Rahmen eines Virtual-Reality-Rundganges noch bis zum 20. März 2017 in der Ausstellung „Architektur Zeitreisen 1959-2019“ in der Alten Halle des Architekturzentrum Wien ansehen.

Öffnungszeiten: täglich von 10-19 Uhr,

Eintrittspreis: 9€, ermäßigt 7€,

StudentInnen mittwochs zwischen 17-19 Uhr frei

Laut der Website der Seestadt Aspern ist es geplant dort einen „lebendigen Mix aus Büros, Dienstleistungseinrichtungen, Bildung und Forschung sowie Wohnen“ zu erschaffen und so viele Menschen zum langfristigen Verweilen einladen. Man plant im Seeparkquartier bis 2017 insgesamt rund 250 freifinanzierte Eigentumswohnungen – errichtet durch die  BUWOG (Bauen und Wohnen GmbH) - und etwa 900 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen zu lassen.

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