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Bauträger Text: Ines Riegler

Johannes Karner zu den Besonderheiten der NÖ Wohnbaugruppe

Der Vorstandsvorsitzende der Niederösterreichischen Wohnbaugruppe Dir. Ing. Mag. Johannes Karner im Interview mit stadt-wien.at über die Zukunft beim Wohnungsbau, über neue Wohnbedürfnisse und Wohnformen.

Johannes Karner, Wiesen im Hintergrund, Logo NÖ Wohnbaugruppe
Mag. Johannes Karner, Vorstandsvorsitzende der NÖ Wohnbaugruppe

Wodurch unterscheidet sich die NÖ Wohnbaugruppe von anderen Bauträgern? Wo liegen ihre Stärken?

Die NÖ Wohnbaugruppe ist traditionell im Bundesland Niederösterreich fast flächendeckend tätig. Bei unseren Immobilien steht die Qualität im Vordergrund und wir legen auch besonderen Wert auf die ökologische Ausrichtung unserer Objekte.

Wie macht sich die ökologische Ausrichtung bei Ihren Objekten bemerkbar?

Unsere Häuser sind nicht nur am neuesten Stand der Technik und entsprechen den Förderrichtlinien – sondern zeichnen sich auch durch eine dem Ortsbild entsprechende Architektur aus. Weiters decken wir auch sämtliche Thematiken der ökologischen Wärme-, Warmwasseraufbereitung durch die Verwendung von biogenen Heizstoffen ab. Das schreibt uns im Übrigen auch die Wohnbauförderung vor.

Welche Objektarten bietet die NÖ Wohnbaugruppe an?

Zum einen bieten wir das klassische Wohnungsangebot von 55-100 m² an. Zum anderen bauen wir Reihenhäuser, aber auch Objekte für spezielle Wohnbedürfnisse. Dazu gehören zum Bespiel das „Junge Wohnen", das „Betreute Wohnen" oder die Pflegeheime.

Was genau verstehen Sie unter "Junges Wohnen" und "Betreutes Wohnen"?

Beide Wohnformen sind besonders gefördert für eine spezielle Kundengruppe. Beim Jungen Wohnen muss die Wohnung bereits bestimmte Ausstattungsmerkmale (Größe etc.) von vornherein haben, um als solche gefördert zu werden. Bewohner müssen ebenfalls bestimmte Voraussetzungen (zum Beispiel altersmäßig) erfüllen, um diese erhöhte Förderung in Anspruch nehmen zu können.

Beim betreuten Wohnen sollten die Objekte für uns bestimmte Ausstattungsmerkmale haben, um Barrierefreiheit und flexibles Umbauen ermöglichen zu können, sodass letztendlich auf geänderte Bedürfnisse in der Lebensführung Rücksicht genommen werden kann.

Gibt es für Bürger, die aus einem anderen Bundesland nach Niederösterreich übersiedeln wollen Nachteile?

Nein, die einzigen Voraussetzungen sind, dass die Bewohner ihren Hauptwohnsitz in NÖ begründen und den einkommensabhängigen Fördervoraussetzungen entsprechen müssen. Ansonsten gibt es dahingehend keine Einschränkungen.

Sind spezielle Serviceeinrichtungen im Zuge einer Wohnungsanschaffung, zum Beispiel in Bezug auf die Finanzierung vorhanden?

Wir haben  eine eigene Abteilung, die sich mit dem Thema Finanzierung befasst, aber wir beraten unsere Kunden primär über unsere Vertriebseinheiten. Dort ist ein hoher Teil an Kompetenz auch im Finanzierungsbereich angesiedelt. Daneben haben wir jeweils vor Ort auch Berater, die wir bei konkreten Finanzierungsanfragen hinzuziehen können.

Wie sehen Sie die unmittelbare Zukunft beim Wohnungsbau in Bezug auf Platz und Finanzierung?

Zum Ersten sehen wir natürlich, dass die Zone rund um Wien, der sogenannte Speckgürtel, immer enger wird. Dort sind die  Grundstückspreise enorm gestiegen. Daher wird es in diesem Beriech zunehmend schwieriger, speziell für gemeinnützige Wohnbauträger, einen leistbaren Wohnraum anzubieten.
Zum Zweiten, wie die Bevölkerungsprognosen zeigen, wird sich das auch auf das weitere Umland von Wien auswirken. Speziell in diesem Bereich wird auch die Wohnungsanfrage wachsen.

Außerdem merken wir, dass zunehmend mehr Menschen alleine leben. Darauf reagieren wir bereits und das merkt man ganz deutlich auch an den nachgefragten Wohnungsgrößen. Wir bauen zunehmend mehr sogenannte Typ A-Wohnungen, mit ca. 55 m² Größe.

Ganz wesentlich ist für uns, die Objekte dort zu errichten, wo aufgrund der privaten oder öffentlichen Infrastruktur eine Anbindung an einen Großraum - neben Wien natürlich auch an die Bezirkshauptstädte - gegeben ist. Das ist ein bedeutender Erfolgsfaktor für die Nachhaltigkeit eines Projektes.

Herr Mag. Karner, stadt-wien.at bedankt sich für das Interview.

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