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Im Gespräch Text: Tamara Leitner

Petition Liste Pilz: Initiator Pero Murk im Interview

Peter Pilz soll durchgehend im Nationalrat arbeiten - das fordert nun Österreich, mit der am 26. Juni 2017 gegründeten Online-Petition für eine "Liste Pilz". Pero Murk, der Initiator der Petition "Liste Peter Pilz", mit der Redaktion stadt-wien.at, im Gespräch! Unterzeichnen Sie jetzt!

Peter Pilz vor grünem Hintergrund
© Parlamentsdirektion / WILKE | Peter Pilz

Wir sind für eine Liste Pilz für die Nationalratswahl 2017!

Unterzeichnen Sie jetzt!

>> Hier geht's zur Petition!

stadt-wien.at: "Was waren Ihre Beweggründe die Petition "Liste Peter Pilz für die Nationalratswahl 2017" zu starten?"

Beim Bundeskongress der Grünen in Linz hat Peter Pilz für ein klares Mandat gebeten, um weiterhin seine Rolle als Wächter unserer parlamentarischen Demokratie auszuüben. Er hat den Delegierten ein klares Angebot gemacht, das aber abgelehnt wurde. Anstatt dessen wurde Julian Schmid auf den vierten Platz der Bundesliste gewählt, ein Abgeordneter, der in den letzten vier Jahren sehr wenig geleistet hat, inhaltlich sehr wenig beizutragen hat. Sein einziger Programmpunkt ist die Jugend, aber wo war er, als Ewa Glawischnig die Jungen Grünen ausgeschlossen hat? Die Grünen haben sich zu einer profillosen Appeasement-Partei entwickelt, die ihre Gründungsideen vergessen hat. Ein Abgeordneter wie Peter Pilz muss meiner Meinung nach durchgehend im Nationalrat arbeiten können, um gegen Missstände anzukämpfen, wie er das zum Beispiel im Fall der Eurofighter-Causa erfolgreich getan hat. Deswegen habe ich mich entschlossen, diese Petition ins Leben zu rufen. Hinter mir steht keine Partei oder Lobby, die Unterstützungswelle erkläre ich mir damit, dass sehr viele Österreicher unterschiedlicher Ideologien, Peter Pilz weiterhin im Nationalrat sehen wollen.

stadt-wien.at: Waren Sie Grün-Wähler - und wenn ja: Aus welchen Gründen?

Ja, ich habe bisher immer Grün gewählt, heuer werde ich das nicht mehr machen. Die Grünen sind eine wichtige Partei, die für Menschenrechte steht und eine wichtige Kontrollfunktion ausübt. In den letzten Jahren wurde ich aber sehr oft enttäuscht, weil die Grünen immer wieder gegen eigene Prinzipien verstoßen haben. Basisdemokratische Entscheidungen werden ignoriert (siehe Heumarkt) und in der Frage des Feminismus werden falsche Standpunkte vertreten. Der politische Islam ist frauenfeindlich, diese Erkenntnis habe ich von den Grünen leider nicht vernommen.

stadt-wien.at: Wie schätzen Sie die Chancen der Petition ein? Wann glauben Sie, dass das Ziel der 5.000 Unterstützenden, erreicht ist?
 
Ich bin vom Ausmaß der Unterstützung der Petition überrascht. Die Verantwortung dafür liegt längst nicht mehr in meiner Hand. Unzählige Unterstützer verbreiten die Petition in den sozialen Netzwerken und wollen Peter Pilz signalisieren, dass er auf uns zählen kann. Peter Pilz hat gesagt, dass er sich bis Mitte Juli entscheiden will, ob er mit einer eigenen Liste kandidiert. Bis dahin hoffe ich, dass wir die Stimmen beisammen haben.

stadt-wien.at: Wie schätzen Sie die Chancen des Unterfangens "Liste Peter Pilz" ein?

Peter Pilz hätte mit einer eigenen Liste sehr gute Chancen in den Nationalrat einzuziehen. Dass er nicht nur von Parteianhängern der Grünen geschätzt wird, bezeugt schon die Reaktion von H.C. Strache. Österreich braucht dringend eine linke Bewegung, dieses Loch könnte Pilz ausfüllen und seine Erfolge als Aufdecker sprechen für sich. Das Potential ist sehr groß und ich denke, dass eine Liste Pilz und die Grünen durchaus nebeneinander existieren können, weil sich die Grünen von der Ideologie von Pilz mittlerweile sehr klar unterscheidet.

stadt-wien.at: Welche "Weggefährten" wünschen Sie sich neben Efgani Dönmez, Gabriele Moser, Karl Öllinger und Johannes Voggenhuber? Und warum?

Die Namensliste ist spontan entstanden. Peter Pilz weiß genau, wer auf seine Liste gehört, wenn er den Schritt wagen sollte. Es kursieren aber Namen, die mich persönlich überzeugen. Neben den von Ihnen genannten Personen sind das zum Beispiel, Wolfgang Zinggl und Alfred J. Noll.
 
stadt-wien.at: Gibt es weitere Persönlichkeiten/ Institutionen, die die Petition unterstützen?

Es gibt eine Reihe von bekannten Persönlichkeiten, die die Petition unterschrieben haben. Darum geht es mir aber nicht. Mir ist es wichtig, dass wir ein Signal an Peter Pilz senden, dass er mit uns rechnen kann.
 
stadt-wien.at: Wenn die Petition erfolgreich ist - was sind Ihre weiteren Schritte?

Die Petition ist bereits ein Erfolg, weil wir mit unserem Anliegen einen kleinen politischen Beitrag geleistet haben. Zivile politische Initiativen sind in Österreich leider ein seltenes Phänomen. Deswegen freut es mich, dass sich viele Letue am politischen Diskurs beteiligen. Die Liste werden wir Peter Pilz übergeben, der damit anstellen kann, was er will. Auf meine Unterstützung kann er jedenfalls weiterhin zählen, egal ob mit eigener Liste oder als politischer Pensionist.

Lesen Sie hier mehr zum Thema Politik in Österreich:

>> Wie qualifiziert sind unsere Politiker?

>> Ing. Norbert Hofer im Gespräch

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weitere Meinungen

Das sage ich schon lange. Die Politik wie sehr derzeit betrieben wird ist am Ende. Sie sind nur mehr eine Lobby der Konzerne und der Reichen, die durch Ihre Lobbyisten das durchsetzen was Sie wollen. Geld regiert die Welt und nicht unsere Politiker. Wir brauchen eine Politik die Werte vertritt. Die ein miteinander Leben wieder in den Vordergrund stellt. Die kein Ausbeuten, von Nartur und Menschen vorsieht sondern das Wohl aller.

, 03.07.2017 um 07:18

bin kein grün-sekten-wähler. pilz hat viel bewegt, mit einer eignen liste, ohne diese intriganten weiber iss er natürlich wählbar ! wünsch ihm die 4 % , damit den einzug ins irrenhaus. die grünsektler mögen in die bedeutungslosigkeit sinken. ,,,,,

, 30.06.2017 um 23:14
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