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Ausflugsziele NÖ Text: Karin Hirzmann

Weinviertel: 10 unvergessliche Ausflugstipps

Die weinviertler Landschaft ist so vielfältig wie das kulturelle und kulinarische Angebot. Nomen est omen - und tatsächlich ist der Wein, hier allen voran der pfeffrige Grüne Veltliner - untrennbar mit dem Weinviertel verbunden. Die Region, unberührt und doch lebendig, birgt jedoch eine Vielzahl verborgener Schätze, die es zu entdecken lohnt. Wie wäre es mit einem verträumten Spaziergang durch die mittelalterliche Altstadt von Eggenburg, oder mit einer Kanufahrt durch die March-Thaya-Auen. Das Weinviertel lässt sich erradeln, erwandern, auf dem Rücken der Pferde erkunden und auf vielfältige Weise erfahren. Wir haben bei Ortskundigen recherchiert und präsentieren unsere 10 Ausflugtipps ins Weinviertel.

Weinviertler Kellergasse
© Weinviertel Tourismus / Mandl | Kellergasse Falkenstein

Unsere Top 10 Tipps

  1. Naturpark Leiser Berge/Buschberg mit Draisinenfahrt
  2. Kanu-Fahrten auf der March und Thaya
  3. Der Flug des Falken – Weinwanderpark
  4. Steinzeitkeller-Museum
  5. Schloss Mühlbach mit Barockgarten & englischem Landschaftspark
  6. Veganes Restaurant Schillinger, Großmugl
  7. KultArt pulkautal
  8. Retzer Erlebniskeller
  9. Der Brandlhof in Radlbrunn
  10. Eggenburg / Mittelalter-Stadtspaziergänge

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Ausflug in die Natur

Natur pur genießen kann man wunderbar im Naturpark Leiser Berge, der nicht nur die höchste Erhebung des Weinviertels, den Buschberg mit 461 Metern, beherbergt, sondern auch Trockenwiesen, die seit der Jungsteinzeit bewirtschaftet werden. Hier hat man einen großartigen Ausblick auf die weite Landschaft, auf Äcker und Wälder. Die unberührte Natur und ihre Vegetation lassen sich wunderbar in Natur- und Kräuterführungen erleben.

Für Kinder bietet der Naturpark Schatzgräberlager und Zeitreiseführungen an.

Ein besonderes Erlebnis für die ganze Familie ist sicherlich auch eine Draisinenfahrt. Auf über 100 Jahre alten Schienen kann man durch die Hügellandschaft des Naturparks Leiser Berge auf die Draisinenalm Grafensulz und dann talwärts nach Asparn an der Zaya "radeln“.

Mit den Augen des Falken und auf den Spuren von tausend Jahren Markt und Burg lässt sich die Gegend rund um Falkenstein (Mistelbach) im Weinwanderpark (Der Flug des Falken – Weinwanderpark) erkunden. Auf verschiedenen Routen passiert man die Burgruine, den ältesten Weinlehrpfad Österreichs und erfährt vieles über die hiesige Weinkultur.

Das Weinviertel lässt sich aber auch auf dem Wasser gut entdecken. Ein wahrer Geheimtipp für Naturliebhaber und gemütliche Sportler ist eine Kanufahrt in den March-Thaya-Auen des nordöstlichen Weinviertels, wo Österreich, Tschechien und die Slowakei aufeinander treffen.

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Kultur erleben

Im Steinzeitkeller in Platt (Hollabrunn) einem Archäologiemuseum, das in einem typischen Presshaus mit Kellerröhre untergebracht ist, begegnet man der über 7400jährigen Siedlungsgeschichte bäuerlichen Prägung. Fundobjekte, die ausschließlich aus Grabungen aus dem malerischen und ruhigen Weindorf Platt stammen, dokumentieren diese Geschichte.

Geschichtsträchtig ist auch das Schloss Mühlbach mit Barockgarten und englischem Landschaftspark im gleichnamigen Ort. 1150 erstmals erwähnt und im Besitz von Huk und Chunrat von Mühlbach, ist es heute Zentrum eines Forstbetriebes sowie einer biologisch betriebenen Landwirtschaft. Der ehemals barocke Garten mit zweihundert Jahre alten Bäumen ist öffentlich zugänglich und wird für kulturelle Events sowie auch private Veranstaltungen genutzt.
Zeitreise zurück ins Mittelalter! Eine historischen Sehenswürdigkeiten ist die Stadt Eggenburg (Horn) ist umgeben von einer Stadtmauer, die im 13. Jahrhundert errichtet wurde und teilweise noch begehbar ist. Auf geführten Stadtspaziergängen erfährt man hier einiges aus dieser Zeit und über diese Stadt.

Auch Kunst und Handwerk kommen im Weinviertel nicht zu kurz. Bilder, Skulpturen, Keramiken, Fotografien und auch Lesungen von Heimatdichtung findet man in der KultArt pulkautal (Hollabrunn) vereint. Oder auch im Brandlhof in Radlbrunn (Hollabrunn). Dieser wurde bereits 1209 erstmals urkundlich erwähnte und der heute revitalisierte Hof im bäuerlichen Baustil repräsentiert niederösterreichische Volkskultur. Er erzählt vom bäuerlichen Leben seiner ehemaligen Bewohner und bietet den Rahmen für verschiedene kulturelle Veranstaltungen, gepaart mit Handwerk und regionaler Kulinarik.

Lecker essen und trinken

Wer eine Pause einlegen und vegan einkehren möchte, macht am besten einen Ausflug ins Restaurant Schillinger in Großmugl (Korneuburg). Als erstes vegetarisches Restaurant außerhalb der USA hat „Schillinger“ es geschafft, auf der meistbesuchten Internetplattform für vegetarische Gaststätten "Restaurant des Monats“ zu werden. Heute bietet das Restaurant, das schon seit 1793 als Gastwirtschaft unter diesem Namen firmierte, rein vegane Küche.

Der Brandlhof in Radlbrunn (wie oben bereits beschrieben) verköstigt seine Besucher nicht nur mit kulinarischen Schmankerl aus der Region, wie zB dem Brandlhof-Brot, das nach alten Rezepten im hauseigenen Holzofen gebacken wird, sondern man kann auch im Brandlhof-Hofladen hochwertige Weinviertler Produkte kaufen.

Das Retzer Weinkellerlabyrinth ist ein geologisches Wunder, das nicht nur Besucher sondern auch Wissenschaftler immer wieder zum Staunen bringt. Die in der Gotik entstandenen Sandkeller unter der Stadt Retz sind über 20 km lang und liefern für die optimale Lagerung von Wein eine konstante Temperatur um die 12 Grad Celsius! Dass die Sandkeller über Jahrhunderte lang erhalten blieben, haben sie der so genannten Kapillarität des Sandes zu verdanken. Wer der Weinstadt Retz einen Besuch abstattet, sollte unbedingt eine Führung durch die Keller machen. Achtung: Im Keller hat es auch im Sommer 12 Grad, also warme Kleidung mitbringen!

Das Weinviertel

Lässt man das Auge schweifen, reicht der Blick von sanft geschwungenen Hügeln in satten Farben und breiten Muldentälern im Westen Richtung Waldviertel bis hin zu den flachen Tälern des östlichen Marchfeldes. Unterbrochen von geschichtsträchtigen Burgen und Ruinen, Bauernhöfen und den typischen Presshäusern, welche in den sogenannten Kellergassen pittoresk angeordnet sind. Begrenzt wird das Weinviertel von der Thaya im Norden, der March im Osten und der Donau im Süden und im Westen mehr oder weniger genau durch den Höhenrücken des Manhartsberges. Die Bezirke Gänserndorf, Mistelbach, Hollabrunn, Korneuburg und kleine Teile der Bezirke Tulln, Horn, Krems-Land und Wien-Umgebung teilen sich dieses Viertel und seine landschaftliche Besonderheiten: die Leiser Berge, die March-Thaya-Auen, die Staatzer Klippe, eine unter Naturschutz stehende Kalkklippe und Relikt der Gebirgsbildung im Miozän vor rund 17 Millionen Jahren, die Falkensteiner Berge und vieles mehr. Auch der Seeadler schätzt die Landschaften des Weinviertels, sie zählen zu den wichtigsten Brut- und Überwinterungsplätzen dieses gefährdeten Greifvogels.

Der Wein und die Kellergassen

Ursprünglich als „Viertel unter dem Manhartsberg“ bezeichnet, verdankt dieses Gebiet seinen heutigen und volkstümlichen Namen der Weinrebe, der wirtschaftlich bedeutendsten Pflanze dieser Region. Die Bedeutung, die der Wein für diese Region hat, zeigt sich in einer Weinbauanfläche von 13.000 ha (entspricht fast gleich der Anbaufläche des gesamten Burgenlands) und einer an die 200 Jahre zurückreichenden kulturhistorischen Besonderheit, den Weinviertler Kellergassen.

Neben dem Wein finden sich in diesem Viertel aber noch allerhand andere regionaltypische Köstlichkeiten: die Laaer Zwiebel, der Retzer Kürbis, das Marchfeld Gemüse sowie die Weinviertel Erdäpfel. Im Weinviertel wird aber nicht nur gut gegessen und getrunken. Auch für historisch Interessierte, Sportbegeisterte, Naturliebhaber, Kinder und Wanderer lohnt sich der Ausflug ins Weinviertel.


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