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Ausflugsziele NÖ Text: Sigrid Grafinger

Stift Melk

Das Tor zur Wachau erstrahlt mit seinem Benediktinerstift in voller Blüte. Besonders im Frühling und Sommer lockt das 1736 fertiggestellte barocke Bauwerk jährlich rund 500.000 Besucher in die niederösterreichische Kleinstadt. Viele Veranstaltungen und Konzerte laden Kulturbegeisterte auch abends ins Haus und die Gartenanlage ein.

Gesamte Klosteranlage Melk aus der Vogelperspektive mit Donaufluß und Stadthäuser
© Österr. Werbung/Homberger | Stift Melk - das Tor zur Wachau

Öffnungszeiten und Anfahrt finden Sie im Adressblock =>

Eintritt für das Museum, Nordbastei und Garten: Erwachsene ab 4 € bzw. 10 €, Familienkarten ab 20 € und Gruppenkarten ab 9 €
Vergünstigter Eintritt: mit NÖ-Card für Individualreisende, ÖBB-Kombitickets "Ab in den Kulturgenuss" und "Sommerträume"

Sehenswertes im Benediktinerkloster

  • Stiftsmuseum: berühmte Bibliothek, Marmorsaal, Stiftskirche,...
  • Melker Kreuz: mit Christus-Relikt
  • Paradiesische Gartenanlage: Sommerpavillion mit Café, Gartenkonzerte, Skulpturengarten,... (geöffnet 1.5 - 31.10)
  • Veranstaltungen: Kolomanikirtag, Internationale Barocktage Melk, klassische Konzerte, Ausstellungen, Sommerarena Melk, Tischlerei Melk...
  • Stadtspaziergang "Roter Faden" durch die Melker Altstadt mit QR-Code

Das Stiftsmuseum

Um die Geschichte des Hauses kennenzulernen, können Interessierte das Stiftsmuseum besuchen. Elf Räume, der Marmorsaal, die Altane, die Bibliothek, die Stiftskirche und der Kolomanihof erzählen die Zeit vom Damals bis ins Jetzt. Wer will kann auch an einer Führung teilnehmen.

Über den Marmorsaal gelangt man auf die große Altane. Von dort aus hat man einen wunderschönen Blick auf die Melker Kolomaniau und die Stadt. Sie verbindet außerdem den Marmorsaal mit der Bibliothek. Die beiden Räume wirken durch die Deckenfresken Paul Trogers noch eindrucksvoller. In der Stiftskirche lassen sich Seitenaltäre mit Relikten, die Deckenfresken und die Goldverzierung bewundern.

Das Stift wurde ursprünglich als Burg von der Familie der Babenberger gebaut, die in einer Seitenkapelle der Kirche eine Gedenkstätte haben. 1089 ernannte Leopold II das kolossale Bauwerk in ein Benediktinerkloster um. Der Heilige Benedikt wirkt noch heute mit seiner Regel „Ora et labora et lege“ (zu Deutsch „Bete, arbeite und lese“). Die Babenberger überließen dem Stift wertvolle Schätze, darunter auch das Melker Kreuz, in dem sich sogar ein Splitter des Kreuzes Christi befinden soll. Neben der katholischen Kirchengeschichte wird auch die Bau – und Wirtschaftsgeschichte in der Dauerausstellung präsentiert.

Nordbastei und Gartenparadies

In den letzten Jahren wurde viel modernisiert, unter anderem hatten Schüler die Möglichkeit in der renovierten Nordbastei eine Ausstellung mitzugestalten. Am 5.3. 2015 fand die Eröffnung der vierten Ausstellung „meine WELT – dein ERBE“ statt. Diese ist noch bis Oktober 2016 zu sehen. Im Erdgeschoss befindet sich ein Souvenirshop, in dem auch Köstlichkeiten aus der Region verkauft werden.

Nachdem man vom Balkon der Nordbastei den Blick auf Melk genossen hat, kann man sich in der Sommersaison im Stiftspark seine Beine vertreten. Seit 250 Jahren wirken hier natürliche und geistige Ebenen zusammen. Im gesamten Garten sind verschiedene Kunstwerke verteilt und Besucher können das „Paradies“ bewundern. Es laden unter anderem die sprechenden Steine und das barocke Wasserreservoir zum Betrachten und Staunen ein. Seit einigen Jahren werden in einem Paradiesgärtlein Kräuter zur eigenen Verwendung angebaut. Der Pavillon ist nicht weniger prunkvoll gestaltet als das Hauptgebäude. Johann Wenzel Bergl hat mit seinen Fresken exotische Reisen festgehalten. Regelmäßig finden hier im August Konzerte statt und ziehen viele Besucher aus der Umgebung an.

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Veranstaltungen und Konzerte 

Die Internationalen Barocktage laden immer zu Pfingsten ins Stift Melk, in den Pfarrhof und ins Schloss Pielach ein. Klassikbegeisterte können hier die Werke verschiedenster Künstler hören. Seit einigen Jahren werden auch junge Talente gefördert. Der Wettbewerb erreicht am letzten Tag seinen Höhepunkt. Mit den Konzertkarten erhält man außerdem kostenlosen Eintritt in den Stiftspark.

Zum Gedenken an den Melker Schutzpatron, dem Heiligen Koloman, wird jährlich am 13. Oktober der Kolomanikirtag in der Stadt veranstaltet. Ein Rummelplatz lädt zum Vergnügen ein. An den verschiedenen Standln sind neben Langos und Würstl auch Zierdeckchen oder Spielzeug zu kaufen. Nicht zu vergessen ist natürlich der erste Sturm des Jahres. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Zum Einläuten des Sommers findet zur Sommerwende in einigen Städten und  Dörfern (Melk, Pielachberg, Emmersdorf, Spitz usw.) ein „Sonnwendfeuer“ statt. Für Getränke, Feuerflecken und weiteren Schmankerln ist in Hülle und Fülle gesorgt. Der Höhepunkt ist das mitternächtliche Feuerwerk.

Die Sommerarena Melk begeistert seit Jahren das Publikum. Musicals und Theaterstücke werden unter freiem Himmel aufgeführt. Das immer größer werdende Programm bietet dem Sommerpublikum auch Kinofilme oder Kabaretts.

Ein weiterer Veranstaltungsort ist die Tischlerei Melk. Vor Wind und Wetter geschützt werden hier ganzjährig Kabaretts, Konzerte, Kino oder Theaterstücke präsentiert.

Rundherum

Die Wachau erstreckt sich von Melk bis Krems. Die Donauregion bietet dem Besucher verschiedene Heurigen mit Brettljausen (Achtung! Nicht ganzjährig geöffnet), ausgebaute Radlwege oder Schifffahrten an der Donau. Weitere weitere schöne Ausflugsziele wie die Burgruine Aggstein, Dürnstein oder die Schallaburg begeistern seit jeher Kulturbegeisterte. 

Seit dem Frühjahr 2015 führt ein „roter Faden“ durch die Altstadt Melks. Besucher folgen den Schildern und können sich über einen QR-Code weitere Informationen auf ihr Handy holen.


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