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Ausflugsziele NÖ

Burgruine Aggstein in der Wachau

Die Burgruine Aggstein ist eine Burg am rechten Donauufer in der Wachau deren Ursprünge in das 12. Jahrhundert zurückgehen. Sie wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals wiederaufgebaut und dennoch niemals erstürmt. Zu den spannenden Fakten geht es hier.

Die Burgruine von Außen
© Wolfgang Winkelbauer/ stadt-wien.at | Schlossgut Aggstein von Außen

Ein touristisches Highlight

Die Burganlage liegt ca. 300 Höhenmeter über dem rechten Donauufer auf einem in Ost-Westrichtung verlaufenden Felssporn. Er ist etwa 150 Meter lang und hat an beiden Enden einen Felsaufbau. Die Ruine befindet sich im Gemeindegebiet von Schönbühel-Aggsbach im niederösterreichischen Bezirk Melk.

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Streitigkeiten um die Burg von Aggstein

Vermutlich wurde sie zu Beginn des 12. Jh. von Manegold III. von Acchispach (Aggsbach) errichtet. 1181 kam die Burg in den Besitz der Kuenringer von Aggsbach-Gansbach. Beim Aufstand der Kuenringer unter Hadmar III und seinen Vasallen gegen Herzog Friedrich II wurde sie 1230/31 belagert und erobert. In den Streitigkeiten um die Nachfolge von Friedrich II, der so genannten "herrscherlosen Zeit", wechselten die Kuenringer einige Male die Seiten. So kam es, dass sich Leutold I. von Kuenring am Aufstand des österreichischen Adels gegen Herzog Albrecht I. hervortat. Daraufhin wurde die Burg 1295/96 wiederum belagert und erobert. Als letzter Kuenringer besaß Leutold II. die Burg von 1348 bis 1355. Danach verfiel die Burg zunehmend.

Die Herrscher von Aggstein

Herzog Albrecht V. entzog im Jahre 1429 dem Ministerialengeschlecht der Maissauer die Burg und belehnte damit gleichzeitig seinen Kammermeister (Georg) Jörg Scheck von Wald. Gleichzeitig verpflichtete er ihn mit dem Wiederaufbau der verfallenen Burg zur Sicherung der Donauschifffahrt. 1438 bekam Scheck von Wald das Mautrecht für flussaufwärts fahrende Schiffe. Im Gegenzug musste er für die Erhaltung der Treppelwege, auf denen die Schiffe flussaufwärts gezogen wurden, sorgen. Dazu errichtete er am Flussufer ein Mauthaus, welches heute als Forsthaus dient. Im Laufe der Zeit wurde er zu einem Raubritter, indem er die Schiffe auf der Donau ausraubte.

Daher rührt auch seine Bezeichnung Schreckenwald, die ihm aufgrund seiner Grausamkeit von der Bevölkerung zugedacht worden sein soll. 1463 wurde die Burg von einem weiteren späteren Raubritter, Georg von Stain, belagert. Er besiegte Scheck von Wald und übernahm ab diesem Zeitpunkt die Burg als Pfand, da der Herzog Geldschulden bei ihm gehabt haben soll. 1476 wurde er von Ulrich Freiherr von Graveneck vertrieben, welcher in den Jahren 1476 - 1477 die Burg beherrschte, bis auch er zur Aufgabe der Burg gezwungen wurde.

Aggstein vom 15. Jahrhundert bis heute

Erst 1477 übernahm Herzog Leopold III. die Burg selbst und besetzte sie mit Pächtern und Pflegern, um damit die Plündereien zu beenden. 1529 wurde die Burg von einer Gruppe marodierender Osmanen im Zuge der ersten Türkenbelagerung Wiens niedergebrannt. Sie wurde abermals aufgebaut und mit Schießscharten auf eine Verteidigung mit Hilfe von Artillerie angepasst.

1606 erwarb Anna Freiin von Polheim und Parz, die Witwe des letzten Pächters, die Burg. Nach ihrem Tod wurde die Burg stark vernachlässigt. 1685 ging sie mit dem Schloss Schönbühel in den Besitz Graf Ernst Rüdiger von Starhembergs über. Ludwig Josef Gregor von Starhemberg verkaufte diese Besitzungen dann 1819 an den Grafen Franz von Beroldingen. Im Besitz der Beroldinger blieb sie dann bis 1930 bis das Gut Schönbühel mitsamt der Ruine Aggstein an Graf Oswald von Seilern-Aspang verkauft wurde.

Eine unerstürmbare Burg?

Hadmar III. von Kuenring soll die Burg unter Zuhilfenahme von Waffengewalt für uneinnehmbar gehalten haben. Tatsächlich gibt es auch keine Hinweise darauf, dass die Burg jemals erstürmt wurde. Vermutlich führten immer andere Ereignisse, wie zum Beispiel Aushungern, zur Einnahme der Burg.

Heute stellt die Burgruine Aggstein mit jährlich ca. 55.000 Besuchern eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Niederösterreichs dar.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Burgruine Aggstein aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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