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Alex Kainberger
Öffentl. Verkehrsmittel Text: Alex Kainberger

Der neue Hauptbahnhof Wien ist Europas größte innerstädtische Baustelle

Der Hauptbahnhof Wien ist mit ca. 109 ha Gesamtfläche die zur Zeit größte Baustelle Europas. Nach der Fertigstellung 2015 wird der Wiener Hauptbahnhof zu einem der wichtigsten Knotenpunkte des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs. Das riesige Bauprojekt umfasst aber durchaus mehr als einen Bahnhof. Am Ende des Baus soll ein völlig neues Stadtviertel - das Sonnwendviertel entstanden sein, Wohnungen werden errichtet und sogar ein eigener Park soll für etwas Grünfläche zwischen den neu gebauten Fassaden sorgen.

Am 10. Oktober 2014 wurde der Wiener Hauptbahnhof offiziell eröffnet! Holen Sie sich alle wichtigen Infos zum Hauptbbahnhof Wien hier!

Aktueller Bahnbetrieb

Derzeit sind am Wiener Hauptbahnhof 4 Gleise für Zughalte- und 1 Durchfahrtsgleis in Betrieb. Zusätzlich sind 2 unterirdische Gleise für Schnellbahnen frei, am Bahnsteig 1 und 2. Neben den Gleisen ist etwa ein Sechstel der Erdgeschoßfläche frei zugänglich und ein provisorisches Reisezentrum mit Personenkasse, Infopoint, Bäcker und sanitäre Anlagen befinden sich in der zukünftigen Fahrradgarage.

Hauptbahnhof Wien wird neuer europäischer Knotenpunt

TEN Korridore

TEN 17: Paris - Straßburg - Stuttgart - Wien - Bratislava

TEN 22: Athen - Sofia - Budapest - Wien - Prag - Nürnberg/Dresden

TEN 23: Danzig - Warschau - Brünn/Bratislava - Wien - Venedig

Zu erreichen ist der neue Wiener Hauptbahnhof mit den S-Bahn Linien S1, S2, S3, S5, S15, S60, S70, S80, der U-Bahn U1, mit der Straßenbahnlinie D,O,18 und mit den Bussen 13A, 69A und den regionalen Bushahnhof.

Bahnhof-City mit 115 Shops

  • 20.000 m² Shopfläche (der Westbahnhof bietet 16.000m²)

  • Gesamtfläche von ca. 109 ha - das entspricht dem 8.Bezirk

  • 5 überdachte Inselbahnstege - 10 Bahnsteigkanten

  • Durchgehend Barrierefrei

  • Tiefgarage mit ca. 630 Pkw-Parkplätzen

  • Fahrradgarage mit ca. 1150 Stellplätzen

  • Behindertenstellplätze, Kiss&Ride, Taxistandplätze

  • 1400 Sitzplätze am gesamte Bahnhof

  • Fußbodenheizung und Kühlung

  • 13.000 Sprinklerköpfe und 4000 Rauchmelder

  • ca. 8km Lärmschutzwände und 14.000 Lärmschutzfenster

Ein neues Stadtviertel entsteht rund um den Wiener Hauptbahnhof

Entstehen wird es zwischen Wiedner Gürtel, Sonnwendgasse, Gudrunstraße und Arsenalstraße mit einem Gesamtausmaß von 59 ha, davon werden 8 ha Grünfläche reserviert für den Helmut-Zilk-Park. Das sogenannte Sonnwendviertel umfasst insgesamt 59 ha wo die angelegten Flächen gemischt nutzbar werden. Büros, Wohnungen, Handels-, Dienstleistungsbetriebe, Hotels, Bildungscampus und Kindergärten sind für das Areal geplant. 

- 55.000 m² Bürofläche

- 20.000 Arbeitsplätze

- 5.000 Wohneinheiten für ca. 13.000 Menschen

Sie interessieren sich für Wohnungen im neuen Stadtteil Sonnwendviertel?

Finanzierung des Gesamtprojekts

Zwischen 2008 und 2018 werden etwa 4 Mrd. Euro in das gesamte Projekt investiert. Laut der Verantwortlichen befindet man sich zur Zeit im vorgeschriebenen Kostenrahmen und es sei nicht zu erwarten, dass dieser überschritten wird, da 90% der Bauaufträge bereits vergeben sind.

- 1,009 Mrd. Euro für den Wiener Hauptbahnhof. Die Finanzierung erfolgt über ÖBB-Rahmenplan, Gemeinde Wien, TEN-Förderungen, ÖBB Immobilienerlöse und weiteren ÖBB Eigenfinanzierungen.

- ca. 500 Mio. Euro kommen von der Stadt Wien für technische und soziale Infrastruktur im neu errichteten Stadtviertel.

- ca. 2,5 Mrd. Euro Private Investoren.

Technisches Details zum Rautendach

Das Rautendach des Hauptbahnhofs kostet etwa 28 Mio. Euro. Dabei wird eine Raute mit 15.000 Schrauben bestückt sein und 5.700 tonnen wiegen. Der Grund für dieses Design leuchtet durchaus ein, kennt man die Beweggründe. Da der Wiener Hauptbahnhof in die Hauptwindrichtung Wiens errichtet wurde, müsse man bei einer Halle mit einer Kanalisierung des Windes rechnen, auch Düseneffekt genannt. Dies hätte unter anderem dazu geführt, dass die Kosten für Brandschutzauflagen nicht leistbar gewesen wären. Dieser Umstand sollte die Bautechnische Entscheidung rechtfertigen. 

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