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Otto Mühl Ausstellung: Leopold Museum präsentiert Sammlung

Otto Muehl Ausstellung: Zum 85 Geburtstag des umstrittenen Künstlers zeigt das Leopold Museum erstmals eine Auswahl seiner Werke aus der Sammlung Leopold II.

Otto Muehl Ausstellung: Leopold Museum präsentiert Sammlung

Otto Muehl Ausstellung: Zum 85 Geburtstag des umstrittenen Künstlers zeigt das Leopold Museum erstmals eine Auswahl seiner Werke aus der Sammlung Leopold II. Zusätzlich fand im MAK die Weltpremiere des Films „Becoming Otto“ (Frankreich, 2010) von Vincent Juillerat statt.

Am 16. Juni 2010 wird der umstrittene  Künstler und Mitbegründer des Wiener Aktionismus Otto Muehl 85 Jahre alt. Aus diesem Anlass zeigt das Leopold Museum erstmals eine Auswahl seiner Werke aus der "Sammlung Leopold II".
Die von Prof. Rudolf Leopold und Diethard Leopold kuratierte Schau präsentiert rund 80 Werke aus der über 240 Arbeiten umfassenden Sammlung.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die radikal-expressive Malerei, gezeigt wird u.a.  die Eigenständigkeit der Gemälde Muehls, deren Ironie und Originalität. Das skandalträchtige Leben Otto Muehls, von den frühen Aktionen bis zu den Ereignissen in der Kommune, ist hingegen nicht Hauptaugenmerk der Schau. Es werden auch keine Bilder ausgestellt auf denen dem heutigen Wissensstand nach die missbrauchten Minderjährigen zu sehen sind.

Otto Muehl Ausstellung
Leopold Museum.

Museumsplatz 1, 1070 Wien
Von 11. Juni bis 4. Oktober 2010
Öffnungszeiten: täglich außer Dienstag 10 -18 Uhr
Donnerstag 10 – 21 Uhr
Dienstag geschlossen

www.leopoldmuseum.org

 

Außerdem fand im MAK die Weltpremiere des Films „Becoming Otto“ (Frankreich, 2010) von Vincent Juillerat statt. In dem 30-minüten Dokumentarfilm, der noch nie veröffentlichtes Archivmaterial zu Leben und Schaffen des Künstlers enthält, wird eines der kontroversesten künstlerischen Experimente des 20. Jahrhunderts durchleuchtet. Vom Wiener Aktionismus bis zu den Erlebnissen innerhalb der Muehl-Kommune.

Im Film blickt Otto Muehl nun erstmals akribisch und nicht unkritisch auf sein
Leben und seine Arbeit zurück. Vor allem aber nimmt er Bezug auf
Entscheidungen, die er im Laufe seines Lebens getroffen hat und die ihn zu einem umstrittensten Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts werden ließen.

Anschließend an den Film wurde in der zentralen Ausstellungshalle des MAK das Werk „Apokalypse /Keinen Keks Heute“ (Otto Muehl, 1998) präsentiert. Nach einem Farbanschlag auf die gesellschafts- und politikkritische Bildcollage im Juni 1998 kam es zu einem gerichtlichen Ausstellungsverbot des Werkes in Österreich. 2007 wurde diese Entscheidung vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte als unzulässig im Sinne der demokratischen Meinungsfreiheit erklärt und wieder aufgehoben. Nun ist die kontroverse, für das MAK adaptierte Arbeit bis 1. August 2010 im MAK zu sehen.

„Apokalypse / Keinen Keks Heute“ von Otto Muehl (1998)
Ausgestellt im MAK-Vortragssaal bis 1. August 2010
Weiskirchnerstraße 3, Wien 1
Öffnungszeiten:
Di MAK NITE 10.00–24.00 Uhr
Mi–So 10.00–18.00 Uhr, Mo geschlossen

Text: Mag. Claudia Bräuer

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