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Geld & Finanzen Text: Hedwig Maria Buk

Geld Anlage: klug Erspartes investieren

Lotto spielen, Aktien kaufen oder doch lieber einen Bausparer abschließen?Wenn sich heute der kleine interessierte Anleger die Zeit nimmt, zu überlegen wo er sein hart erarbeitetes Geld investieren soll, so wird er nach vielen schlaflosen Nächten in denen er die Fülle aller vorhandenen Finanzzeitschriften studiert hat, sich doch dazu entschließen sein Geld im Socken unter der Matratze zu verstecken.

„Wer viel Geld hat, kann spekulieren.
Wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren.
Wer kein Geld hat, muss spekulieren.“

Aktien oder Bausparvertrag?

Denn wenn man den heutigen Aktienmarkt betrachtet, kann sich der Anleger nicht mehr auf Unternehmensdaten alleine verlassen, die eine Kursschwankung von plus minus 7% bei großen Namhaften Unternehmen ausmachen, sondern er muss sich auch einer weiteren Kursschwankung von plus minus 15% hingeben, die durch die Spekulation am Aktienmarkt entstehen. Man könnte also auch sagen, dass die Investition von eigenem Geld sich nicht mehr nur wie früher, auf den Erwerb von „Anteilsscheinen“ eines Unternehmen beschränkt, sondern heute in eine Arbeit im Recherchieren von Unternehmensdaten und Analyse von Chartentwicklungen ausartet, an deren Ende aber auch die Möglichkeit eines höheren Gewinnes steht.

So wird der kleine Anleger, eher immer den ihm wohl aufbereiteten Fond wählen, in dem die Aktien vertreten sind, die er sich alleine nicht zu kaufen traut. Daher sind in den letzten 10 Jahren am Markt auch diverse Fonds und Dachfonds in allen möglichen Risikogruppen aufgelegt worden.

Nun müssen wir differenzieren, zwischen der großen Gruppe von Kleinanlegern und der kleinen Gruppe an Großinvestoren. Da die Geschichte gezeigt hat, dass die Regel Geld zu Geld zumeist stimmt, widmen wir uns den Kleinanlegern.

Aktien

Jemand der daran denkt sein Geld in Aktien zu investieren, sollte sich immer darüber im Klaren sein, dass die Chance auf einen großen Gewinn, auch immer die Chance eines großen Verlustes mit trägt, die „eierlegende Wollmilchsau“ im Investment gab es noch nie und wird es nie geben. Man kann auf „Blue Ships“ (unsinkbare Schiffe) setzten, mit kontinuierlichen geringen Gewinnerwartungen, oder in den Risikobereich gehen, wo man aber in Kauf nehmen muss, die gleiche oder auch höhere Verlustchance mit zu tragen.

Fonds

Die Möglichkeit in Fonds zu investieren kam erst Mitte der 80er Jahre in Österreich so richtig in Fahrt, was damals jeder 14-jährige Amerikaner in der Highschool lernte, mussten die österreichischen Banker mühsam in Schulungen nachlernen, denn war man wirklich so unverschämt in der Bank nach dem Unterschied zwischen einem Dachfond und einem normalen Fond zu fragen, und erwähnte dann noch vielleicht einen Hedgefond, so war einem das fragende Gesicht des Durchschnittsbankers gewiss. Jeder der Geld investieren will und sich ein bisschen Zeit nimmt, wird einen Fond finden, der auf sein Anlegerprofil passt, da es die heimischen Banken und Versicherungen nicht verpasst haben auf diese durchaus attraktive Form der Geldanlage mit einem entsprechenden breiten Angebot zu reagieren.

Lebensversicherungen/Bausparer

Dieses Segment der Geldanlage wird allen Unkenrufen zu Trotz genauso wie das Sparbuch (vom Kunden geliebt, vom Experten gehasst) immer existieren.
Die durchaus reizvollen steuerlichen Aspekte und extrem hohe Sicherheit dieser Produkte garantiert, dass wir sie in Zukunft immer am heimischen Markt finden werden. Da der Anteil dieser Garantieprodukte am Markt sehr hoch ist, bringt uns das gleich zum Nächsten und wichtigsten Kapitel der Geldanlage, die Streuung.

Gold als Anlageform

Eine Investition in Gold kann sowohl durch physischen Kauf vom Münzen und Barren als auch in Form von Wertpapieren erfolgen. Man kann direkt über die Börse oder Broker in Goldzertifikate, Goldfonds (die nichts anderes tun, als mit dem Geld der Anleger in physisches Gold zu kaufen) oder Gold-ETFs investieren. Mutigere können durch den Kauf von Goldminen-Aktien vom steigenden Goldpreis profitieren. Gold gilt zwar langfristig als sichere Anlage, dennoch sollten Anleger die Risiken nicht übersehen.

Streuung

Unter Streuung versteht man die sinnvolle Gewichtung zwischen garantierten Investment und riskanter Anlageform. Die Faustregel (so man seriös eine aufstellen kann) lautet 1/3 spekulativ 2/3 konservativ (ohne Risiko auf Verluste). Auch bei dieser Faustregel ist Vorsicht geboten, da Faktoren wie Alter, Familienstand, Einkommen und Geschlecht maßgebend eine Rolle spielen. Sollten sie sich nun Fragen, in wie fern diese Faktoren einen Einfluss nehmen, so ist die Gegenfrage:
Ist es sinnvoll einen Vater zweier Kinder, Alleinverdiener in leitender Position dieselbe Investmentstrategie zu empfehlen, wie einer allein stehenden Managerin aus der Modebranche Ende 40?

Zusammenfassend ist es natürlich unmöglich in so einem komplexen Thema auf eine einfache Frage "More risk - more fun, oder doch lieber garantiertes Investment?"

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