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ATX: Aktienindex der Wiener Börse

Informationen über den ATX, Austrian Traded Index, den wichtigsten Aktienindex der Wiener Börse. Er deckt das Blue-Chip-Segment des österreichischen Aktienmarktes ab, und enthält die 20 liquidesten Aktien der Wiener Börse.

ATX – der Leitindex der Wiener Börse

Das Kürzel ATX steht für Austrian Traded Index. Es handelt sich hierbei  um den Index der Wiener Börse. Wie fast alle europäischen Börsenindizes ist auch der ATX ein Preisindex. Er beinhaltet aktuell 20 Unternehmen, die an der Wiener Börse gehandelt werden. Banken, z.B die Erste Bank sind ebenso enthalten wie Energiekonzerne (OMV, Verbund), aber auch das eine oder andere Industrieunternehmen wie z.B der weltgrößte Ziegelfabrikant Wienerberger oder der Baukonzern STRABAG.

Gegründet wurde die Wiener Börse übrigens schon im Jahr 1771 unter Maria Theresia und ist somit eine der ältesten Börsen der Welt. Die Zusammensetzung des ATX wird zwei Mal jährlich einer Überprüfung unterzogen, immer im März und im September. Gestartet wurde der ATX 1991. So wie der 1988 gegründete DAX wurde auch der ATX zurückgerechnet, allerdings im Gegensatz zum DAX nur bis zum Jahr 1986. Seinen bisherigen Höchststand erreichte der ATX am 9. Juli 2007 mit 5010,93 Punkten; der bisherige Tiefststand wurde im Gefolge der Wirtschaftskrise 2008 am 9. März 2009 erreicht. An diesem Tag wurde der Handel mit mageren 1411,95 Punkten beendet.

Die Wiener Börse AG ist übrigens eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der CEE Stock Exchange Group, der größten Börsengruppe in Zentral- und Osteuropa, deren Gründung allerdings auch auf die Wiener Börse zurückgeht. Die CEE Stock Exchange Group entstand im Gefolge des zerfallenden Eisernen Vorhangs; die Wiener Börse AG nutzte damals die Gunst der Stunde und erwarb große Anteile an den Börsen in Budapest, Laibach und Prag.

Das ist der aktuelle Stand des ATX an der Wiener Börse.

ATX - Austrian Traded Index

Der ATX (Austrian Traded Index) ist der wichtigste Aktienindex der Wiener Börse. Er deckt das Blue-Chip-Segment des österreichischen Aktienmarktes ab, und enthält die 20 liquidesten Aktien der Wiener Börse. Die Aktien werden nach ihrer Marktkapitalisierung gewichtet. Die Zusammensetzung des ATX wird regelmäßig im März und September überprüft  und angepasst, neue Aktien werden in den Index aufgenommen, andere werden gestrichen. Hauptkriterien für die Aufnahme bzw. Streichung sind kapitalisierter Streubesitz und Börseumsatz.

Der ATX löste den marktbreiteren WBI (Wiener Börse Index) als wichtigste Benchmark für den Wiener Aktienmarkt ab, der im Gegensatz zum ATX alle österreichischen Aktien umfasst, die im Amtlichen Handel und im Geregelten Freiverkehr der Wiener Börse notieren. Der ATX ist Basiswert für an der Wiener Börse gehandelte Futures und Optionen und Benchmark für viele österreichische Aktienfonds. Wer auf einen steigenden ATX setzt, fährt am besten mit einem Index-Zertifikat.

Der Startwert für die Berechnung des ATX wurde am 2. Jänner 1991 mit 1.000 Punkten festgesetzt. Am 13. August 1992 erreichte der ATX seinen bisherigen Tiefpunkt bei 682,96 Punkten. Bis zum Mai 1998 kletterte der Index auf 1628,56 Punkte, stürzte dann aber im Zuge der Russlandkrise, bei der vor allem die österreichischen Grossbanken empfindliche Verluste hinnehmen mussten, wieder ab. Am 10. Oktober 2002 lag der ATX mit 1003,72 Punkten nur knapp über seinem Startwert aus dem Jahr 2001. Erst in den vergangenen Jahren konnte der ATX vor dem Hintergrund der erfolgreichen Ostexpansion vieler heimischer Unternehmen rasant zulegen und erreichte am 9. Juli 2007 seinen bisherigen Höchststand mit 5.010,93 Punkten. Arg gebeutelt von der internationalen Finanz- und Wirtschaftkrise hat der ATX knapp zwei Jahre später, im März 2009, wieder mehr als zwei Drittel an Wert verloren und notierte bei 1.411,95 Punkten. Seitdem hat er sich wegen der aufkeimenden Hoffnung auf ein Ende der Krise wieder kräftig erholt und liegt derzeit wieder bei rund 2.500 Punkten.

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