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FPÖ HC Strache: Spitzenkandidat der FPÖ zur kommenden Wien Wahl

Bundesparteiobmann HC Strache: Spitzenkandidat der FPÖ zur kommenden Wien Wahl. FPÖ Obmann HC Strache, Wiener Spitzenkandidat im Gespräch mit Theresia Zierler

Bundesparteiobmann HC Strache: Spitzenkandidat der FPÖ zur kommenden Wien Wahl

FPÖ Obmann HC Strache, Wiener Spitzenkandidat im Gespräch mit Theresia Zierler


Im Oktober ist es soweit, die Stadt Wien wählt. HC Strache nach den Bundespräsidentenwahlen, der Landtagswahl im Burgenland hatte sich die FPÖ einen Aufwind für die Wien Wahl erwartet. Wie stellt sich die Situation nun dar?

Es handelt sich hier um völlig unterschiedliche Wahlen. Die Präsidentschaftswahl war eine ausschließliche Persönlichkeitswahl, in Vorarlberg und in Oberösterreich haben wir eine Verdoppelung erzielt und im Burgenland welches nie freiheitlicher Boden war, haben wir ein Plus von 3,5 Prozent zu feiern. Das zeigt, der freiheitliche Weg ist der Richtige und diesen setzen wir auch in der Steiermark und in Wien fort. Die Menschen in Wien werden die Arroganz und Präpotenz einer sozialistischen Allmacht in Wien sicher brechen wollen und hier bin ich der einzige, ernstzunehmende Herausforderer.

Die Medien schreiben jetzt schon, es steht uns ein unappetitlicher Wahlkampf bevor, wie empfinden Sie diese Anschuldigungen?

Ich habe den Eindruck, dass der Herr Bürgermeister selbst versucht es in diese Richtung zu treiben. Von meiner Seite wird es das sicher nicht geben. Wir stehen für eine bessere Perspektive, eine bessere Zukunft für eine soziale Gerechtigkeit. Wir wollen mehr Sicherheit für die Bürger umsetzen und ein größeres Zukunftspotential bieten. Der Herr Bürgermeister hat mit seiner SPÖ in den letzten Jahren die Stadt ja wirklich heruntergewirtschaftet und er trägt die Alleinverantwortung. Wenn wir  heute 550 Wohnungseinbrüche in Wien haben, dann ist es bedenklich und wenn dann der Bürgermeister mit seinem engem Parteifreund Bundeskanzler Faymann über 1000 Exekutivbeamte eingespart hat, dann ist dies zum Schaden der Bevölkerung und auf Kosten der Sicherheit. Oder wenn er in der Integration völlig versagt und es keine verpflichtende Deutschvorschule in Wien gibt, um alle Kinder, auch Kinder mit Migrationshintergrund Chancen und Perspektiven zu geben, dann hat er hier versagt. Und wenn wir Klassen mit 30 Kindern und davon nur 2 österreichische Kinder erleben,  dann ist  hier einiges schief gelaufen und ich denke da braucht es einen HC Strache der hier menschlich agiert und da braucht niemand Angst zu haben - außer einigen roten Bonzen und ein paar Kriminellen, die es sich gut eingerichtet haben.

Wie sieht es mit den Wahlkampfthemen aus? Die ÖVP wird mit Themen wie Sicherheit und Bildung in den Wahlkampf ziehen, oder mit dem Slogan Leistung muss sich wieder lohnen. Wodurch unterscheidet sich die FPÖ von den anderen Parteien?

Ich denke die Bürger werden sehr genau den Unterschied zwischen dem Schmied und  dem Schmiedl erkennen. Die freiheitliche Partei hat in Wien immer darauf aufmerksam gemacht, dass SPÖ und ÖVP in der Sicherheitspolitik total versagt haben. Wir brauchen 1500 zusätzliche Exekutivbeamte, wir wollen nach bayrischem Vorbild eine Sicherheitswacht ins Leben rufen, wir wollen einfach sicherstellen das auf den Bereich Prävention und Kriminalitätsbekämpfung mehr Gewicht gelegt wird. Ich werde nicht tatenlos zusehen, wenn es um die explodierende Kriminalität in Wien geht. Da sind es  SPÖ und ÖVP die wegschauen, heute die Themen im Wahlkampf ansprechen, aber letztendlich die Verantwortung dafür tragen.




Was wäre eine konkrete Maßnahme?

Wenn ich Wiener Bürgermeister werden sollte, werde ich nicht wie der Herr Häupl die Schuld auf Faymann und die Innenministerin Fekter schieben, sondern ich würde aus dem Wiener Budget 1500 zusätzliche Exekutivbeamte ausbilden und Planstellen schaffen. Darüber hinaus für die Polizei zusätzlich 500 Sicherheitswachebeamte. Und wir würden im Verwaltungsbereich dafür Sorge tragen, dass gut ausgebildete Beamte nicht im Innendienst versauern sondern für die Straße freigestellt werden. Damit kann man die Sicherheit rasch erhöhen und ich denke das ist ein Recht für alle Wienerinnen und Wiener.

Es heißt, es gibt nichts Schöneres als Oppositionspolitiker zu sein. Man kann sich was wünschen, kann fordern muss aber nichts umsetzen. Haben Sie konkrete Lösungsansätze für Ihre Forderungen?

Es gibt nichts Schöneres als so gestärkt zu werden, Regierungsverantwortung zu tragen und damit Themen auch umsetzen zu können. Wir haben Lösungen nicht nur im Sicherheitsbereich, sondern auch in der Bildungs- und Integrationspolitik. Wir wollen Lehrer nicht entlassen, sondern zusätzliche anstellen. Finanziert werden kann dieses Projekt indem wir den Subventionsdschungel ausräuchern und jene Vereine die der SPÖ nahestehen durchleuchten und dort den Subventionsbereich abstellen und den Bürgern das Geld zu Gute kommen lassen. Mehr Lehrer und damit mehr Klassen ermöglichen und die Schülerklassenzahl wirklich mit 25 beschränken. Denn jetzt ist das nur eine „kann“ Bestimmung und wird nicht umgesetzt. Wir wollen auch Quoten sicherstellen, dass pro Klasse nicht mehr als 30 Prozent Kinder deren Muttersprache nicht Deutsch ist, aufgenommen werden. Zum Vorteil aller Betroffenen! Und auch eine deutsche Vorschule, in Finnland gibt es ein solches Modell einer finnischen Vorschule. Diese Kinder können dann dem Unterricht folgen und haben mit ihrem Migrationshintergrund eine Chance und eine Arbeitszukunft. 70 Prozent der jungen Arbeitslosen sind Jugendliche mit Migrationshintergrund und das zeigt, dass sowohl Bildungs- als auch Migrationspolitik versagt haben. Ich werde als Ausländerfeind dargestellt, der ich nicht bin. Ich bin ein Menschenfreund, aber als österreichischer Politiker stehe ich in erster Linie für die Interessen der österreichischen Bevölkerung. Menschen die zu uns kommen und sich hier niederlassen, haben auch Chancen und Respekt verdient. Das heißt Leistung einfordern, aber auch Werte respektieren.

Welches Angebot hat HC Strache für die Wählerinnen? Was halten Sie von Quoten?

Ich bin ein absoluter Quotengegner. Wichtig ist es, endlich Sorge dafür zu tragen - gleicher Lohn für gleiche Leistung. Es gibt Frauen in der Stadt die viele Nachteile haben. Wir haben ca. 60.000 Alleinerzieherinnen, die nicht wissen wie sie Beruf und Kinder in Einklang bringen können. Die Betreuungsplätze flexibilisieren, mehr Tagesmütter. Heute müssen sich Alleinerzieherinnen oftmals gegen einen Beruf entscheiden.

Wirtschaftsstandort Wien, Arbeitslosigkeit? Wichtige Themen für Sie?

Auch hier muss man die Verantwortlichkeiten aufzeigen. Wir haben einen Bürgermeister Häupl der 1994 als Wahlziel ausgegeben hat eine Vollbeschäftigung in Wien zu erreichen und pro Jahr 2700 Arbeitsplätze zu schaffen. In Wirklichkeit haben wir seit seiner Amtszeit 35000 Arbeitsplätze verloren im Gegensatz zu anderen Bundesländern, die Arbeitsplätze schaffen konnten. In Wien werden kleine Betriebe belastet und damit auch vertrieben. Investitionen, Anreize das brauchen wir für den Mittelstand. Wir brauchen in Wien auch wieder soziale Wohneinheiten die nicht mit asozialen Mieten verbunden sind. Wir müssen zu einem günstigerem Wohnbau kommen und investieren und damit gerade auch älteren Menschen und Jungfamilien Chancen geben. Oder denken wir an den Bettenfriedhof der im SMZ Nord entstehen soll, wieder eine Belastung für den Steuerzahler. Es fehlt an Pflegebetreuung, an guten Betreuungseinrichtungen. Es  kann nicht sein, dass alte Menschen in Krankenhäusern  am Gang abgefertigt werden.

HC Strache, welche Visionen haben Sie für Wien? Welches Wahlziel und wie wird es nach der Wahl weitergehen?

Meine Vision für Wien ist eine Politik, wo ich den Wienerinnen und Wienern diene. Und nicht eine bei der die Stadt als Eigentum der SPÖ betrachtet wird. Ich will eine freie offene Stadt, die eine Weltstadt ist. Ein Rathaus, welches für die Bürger offen ist – rasche Entscheidungen und das Miteinander in einer besseren Integration. Nicht eine Mosche nach der anderen in Ballungszentren errichten, wo wir dann 1000ende Bürger an einem Fleck vorfinden, hier müssen wir kleinere Einheiten schaffen. Und ich will ein Stadt haben in der sich jeder Mensch zu jeder Tages- und Nachtzeit frei bewegen kann und sich nicht fürchten muss.

Ich will diese  SPÖ absolute Mehrheit wie wir sie heute haben brechen und gegen 40 Prozent treiben. Dann ist Wien freier, es gibt mehr Kontrolle, mehr Demokratie. Und ich will für unsere freiheitliche Partei die 20 Prozent Marke überspringen und wir wissen, dass jede Verantwortung nur mit einem Koalitionspartner möglich ist. Bei einer Wahlniederlage wird Bürgermeister Häupl zurücktreten, Frau Brauner wird dann Bürgermeisterin und auch Bundeskanzler Faymann wird in Frage gestellt werden.
Wir machen eine Koalition mit den Bürgern, wir stehen für unsere Schwerpunkte und das heißt, dem Bürger zu dienen.
Ich würde mit jeder Partei zusammenarbeiten die bereit ist das umzusetzen. Ich grenze niemanden aus, weder eine Grüne Partei auch wenn das heute eine marxistische Partei ist, nein wo Sachpolitik möglich ist sollte man das auch gemeinsam machen. Die SPÖ hat wie die Grünen den Justamentstandpunkt  mit den Freiheitlichen nicht. Bei neuen Gesichtern gibt es vielleicht auch ein Ende der Ausgrenzungspolitik. Ähnlich ist es auch bei der ÖVP. Ich will nur ein Ende von Hetze und Hass gegen uns und damit den Bürgerwillen ernst zu nehmen.

Wordrap:

Ein guter Tag beginnt für mich….mit einem Tee und dem Vorsatz, dass dieserTag nur erfolgreich sein kann

Am liebsten lese ich….Paulo Coelho, der Alchemist hat mich sehr fasziniert

Politik bedeutet für mich….den Menschen zu dienen und den kommenden Generationen eine Zukunft sicherzustellen

Meine Mitbewerber sind für mich….. Konkurrenten, denen ich Respekt zolle. Die mich leider manchmal bewusst falsch darstellen
Wien ist…. Meine Heimatstadt. Wien, Wien nur du allein sollst die Stadt meiner Träume sein..

Glücklich bin ich wenn….ich meine liebsten Menschen um mich habe, mich fallen lassen kann und zufrieden bin

Erholung bedeutet….wenn ich mich abseits der Öffentlichkeit ruhig und alleine zurückziehen kann

Ausländer sind für mich….Menschen wie jeder andere, denen Respekt entgegenzubringen ist, aber genauso Regeln vorzugeben sind, die sie bei uns einzuhalten haben.


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