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Fritz Lindengrün
Im Gespräch Text: Fritz Lindengrün

E-Car Denzel

stadt-wien.at war zu Gast bei KommR. Ing. Alfred Stadler – dem Vorstand der Wolfgang Denzel Holding Aktiengesellschaft. Wir haben Herrn Ing. Stadler zum Thema E-Mobilität befragt.

Mitsubishi i-MiEV von der Seite in rot-weiß.
© denzel | Kommr. Ing. Alfred Stadler nahm sich die Zeit unsere Fragen zum Thema Elektromobilität zu beantworten.

Im Gespräch mit Denzel-Vorstand KommR. Ing. Alfred Stadler

stadt-wien.at: Nachhaltigkeit wird in allen Lebensbereichen ein immer wichtigeres Thema. Wie sehen Sie die Zukunft des Individualverkehrs angesichts dieser Entwicklung?

Der Trend geht eindeutig in Richtung Elektromobilität. Nicht nur in Österreich sondern weltweit. In China gibt es bereits sehr hohe Förderungen von bis zu 6000 Dollar für Elektroautos. Da man dort besonders in den Großstädten wie Peking und Shanghai mit starkem Smog zu kämpfen hat. In Norwegen war zeitweise das meistverkaufte Auto, ein Elektroauto. So gut wie alle namhaften Hersteller vertreiben mittlerweile auch Elektroautos oder entwickeln welche. Elektroautos sind auf jeden Fall die Zukunft.

stadt-wien.at: Wie sehen Sie die Denzel Gruppe in dieser Beziehung aufgestellt?

Wir hatten in Österreich die Vorreiter Rolle in Sachen E-Mobilität. Mit dem Mitsubishi i-MieV haben wir hier das erste serienmäßige Elektroauto auf den Markt gebracht.  Heute vertreiben wir außerdem den BMW i3 und den i8. Demnächst werden wir mit dem Mitsubishi Outlander auch einen Plugin-Hybrid in unser Sortiment aufnehmen. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir heuer doppelt so viele Elektroautos verkauft. Der BMW i3 ist momentan bei uns sogar ausverkauft. Wir können der Zukunft also mehr als positiv entgegen sehen.

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stadt-wien.at: Für viele Fahrer ist Elektromobilität zwar ein interessantes Thema, aber auch völlig neu. Was bietet BMW dem Käufer um eventuelle Unsicherheiten aus der Weg zu räumen?

Mitunter das teuerste an einem Elektroauto ist die Batterie. Auf diese geben die Hersteller beispielsweise bis zu acht Jahre Garantie. Das ist schon mal ein wesentlicher Punkt für viele. Bei der Finanzierung kann unsere Denzel Bank helfen. Diese bietet Kredite und Beratung bezüglich der Leasingraten. Was die Servicekosten für ein Elektroauto anbelangt, sind diese wesentlich geringer als bei einem konventionellen PKW.

stadt-wien.at: Apropos Service. Gibt es in allen Denzelwerkstätten geschultes Personal für Elektrofahrzeuge oder haben Sie hierfür eigene Servicestationen eingerichtet?

Denzel hat in allen Werkstätten geschultes Personal. Wir haben nicht nur unsere Mechaniker eingeschult, sondern auch den ÖAMTC und die Feuerwehr. In Gumpendorf hat übrigens erst kürzlich ein neues Kundencenter mit Werkstatt auf 2000 m² eröffnet. Wo unter anderem unsere i3-Fahrer bestens betreut werden.

stadt-wien.at: Wie ist die Situation bezüglich der Infrastruktur für Elektroautos, zum Beispiel was Stromtankstellen angeht?

Hier hat die Gemeinde Wien noch einigen Nachholbedarf. Auf den Hauptstraßen müssen mehr Ladepunkte installiert werden. Man kann nicht verlangen, dass die Fahrer ein Kabel aus dem vierten Stock hängen lassen um ihr Auto aufzuladen.

stadt-wien.at: Können Sie uns zum Abschluss vielleicht noch verraten, was die Denzel Gruppe in Zukunft noch in Planung hat. Irgendwelche „geheimen“ Projekte, die noch nicht so im Fokus der Öffentlichkeit stehen?

Große Geheimnisse gibt es hier nicht. Wovon der Durchschnittsösterreicher aber vielleicht noch nicht so oft gehört hat, ist das Auto mit Brennstoffzelle. Auch hier haben wir eine gewisse Vorreiter-Rolle, da wir diese momentan zu Testzwecken vermieten. Diese Autos fahren ebenfalls mit einem Elektromotor, der mittels Wasserstoffoxidierung geladen wird. Die Fahrzeuge haben eine Reichweite von bis zu 600 Kilometern, die „Abgase“ sind pures Wasser.  Auch hier muss aber erst die Infrastruktur ausgebaut werden.

stadt-wien.at: Wir danken für das Interview und wünschen viel Verkaufserfolg!


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