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Erotik Fotografie: Erotik Art

Im Rahmen von Eyes on, Monat der Fotografie 2010, präsentierte die art-com gallery mit Makel Los zwei auf den ersten Blick kontroversiell anmutende fotografische Positionen zum Thema Erotik: Gerhard Aba hat den Makel zum erotischen Symbol erhoben, während Martin Siebenbrunner seine Vorstellung von Erotik in der Darstellung von makellosen Körpern verwirklicht sieht.

Hier enden auch schon die Gegensätze, sind es doch bei beiden einschneidende Erlebnisse, die sie ihre Brotberufe aufgeben und sich aussschließlich der Fotografie zuwenden ließen. Beiden gemeinsam ist auch das Interesse für erotische Inszenierungen sowie der hohe Anspruch an technische und ästhetische Perfektion. Siebenbrunner inszeniert seine Bilder als Momente der Verführung im edlen Ambiente: Blicke, Gesten, Posen schöner, makelloser Frauen in direkter Interaktion mit dem Fotografen. Erotik des Augenblicks. 2010 wurde er mit dem FIAP (Fédération Internationale de l'Art Photographique), 2008 mit einer Goldmedaille beim Trierenberger Supercircuit - einem der weltweit größten Fotoawards - ausgezeichnet, womit er an die zuletzt verliehene "Goldmedal of Excellence" anschließen kann. Ein Schwerpunkt der „Fotoartworks“ von Gerhard Aba ist dem Thema "MAKEL" gewidmet. Seit Jahren arbeitet der Künstler mit amputierten Frauen weltweit zusammen. Die Artworks werden von den Modellen mit Offenheit und dem Mut zum Authentischen geprägt und erzählen dadurch die Geschichte von weiblicher Erotik in ungewöhnlicher Form, jenseits von Klischees, Vorurteilen und Oberflächlichkeit. Aba wurde mit zahlreichen Preisen für seine Arbeit ausgezeichnet. Seine Filme wurden im ORF gesendet, sein letztes Buch „Lockruf der Asymmetrie“ im Leopold Museum präsentiert.

Die beiden künstlerischen "Gegenpole" sollten zum Nachdenken und Diskutieren anregen und wurden von den zahlreich erschienen Gästen durchwegs mit positiver Kritik aufgenommen. Für Karina Sarkissova, die Prima Ballerina des Staatsopernballets, bot die Ausstellung Anlass zum Nachdenken. Nach einem kurzen Moment des Schocks kam die Faszination für den Mut der Modelle von Gerhard Aba, für deren Offenheit und Authentizität. Die gemeinsame Präsentation mit den "perfect bodies" von Martin Siebenbrunner hielt sie ein wichtiges gesellschaftskritisches Statement. Der Journalist und Künstler Gerald Teufel, der mit Gerhard Aba bei mehrerern Filmen zusammengearbeitet hat, schätzt dessen Arbeit sehr und hält sie in unserer vom Perfektionismus geprägten Welt für ein wichtiges Regulativ. Weiters von der Ausstellung beeindruckt zeigten sich Ö3 DJ Eberhard Forcher und ORF Journalist Reinhard Jesionek. Das Event dauerte bis in die frühen Morgenstunden und ließ einiges an erotischen Aktivitäten für danach erahnen, waren doch einige der schönsten Modelle von Martin Siebenbrunner anwesend.


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