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Immobilien & Wohnen

Immobilien.net - Österreichs größte Immobilienplattform

Immobilien.net Gründer Mag. Alexander Ertler im Interview mit stadt-wien.at über die Möglichkeiten die diese Immobilienplattform Suchenden bietet, ob für Miete - befristet, unbefristet oder gefördert - oder für Kauf, von Wohnungen oder Haus, über das Serviceangebot rund um Wohnen, Bauen, Planen, Recht usw., über künftige Pläne von immobilien.net u.v.m.

Immobilien.NET

 Mag. Alexander Ertler ist gemeinsam mit Markus Ertler Gründer und Geschäftsführer von Immobilien.NET.  Das Unternehmen besteht seit 1994 und hat sich seit damals als größte Immobilienplattform am österreichischen Markt etabliert. stadt-wien.at verriet Herr Mag. Ertler seinen beruflichen Werdegang, die Servicemöglichkeiten von Immobilien.NET sowie zukünftige Pläne. Das Interview wurde im Firmensitz in Wien-Mariahilf durchgeführt.

Herr Mag. Ertler, was waren die bisher erfolgreichsten und spannendsten Stationen in Ihrer beruflichen Laufbahn?

Ich habe einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund und habe in der Zeit meines BWL-Studiums immer wieder zusätzliche Ausbildungen im Immobilienbereich gemacht. Da meine Eltern eine eigene Immobilienkanzlei besaßen, war es für mich naheliegend, mich mit Immobilienbewertung, Immobilien- und Hausverwaltung zu beschäftigen. Ich bin ausgebildeter Immobilienmakler und Hausverwalter und habe diesen Berufe teilweise auch ausgeübt, bevor es zur wichtigsten Station in meiner beruflichen Laufbahn kam, nämlich zur Gründung von Immobilien.NET.

Wann genau kam es zur Gründung von Immobilen.NET?

Ursprünglich 1994. Als GmbH gibt es das Unternehmen seit 1996. Die Idee stammt von meinem Bruder Markus Ertler, der gemeinsam mit mir die Geschäftsführung inne hat. Er ist Wirtschaftsinformatiker und hat sich im Rahmen seines Studiums schon damals mit dem Internet beschäftigt und für seine Seminararbeit eine Immobiliendatenbank programmiert. Das war 1994 und diese Datenbank war bekannt unter der Domäne "immobilien.or.at“. Sie ging mit ungefähr 50 Anbietern und c.a 4.500 Immobilien online. Wir hatten damals sehr wenige Zugriffe, und die kamen vor allem von Studenten. Ein wichtiger Meilenstein war Anfang 1997, als wir den größten Immobilienmakler s REAL - damals die Ostösterreichgesellschaft - als Kunden gewinnen konnten.

Über welchen Umfang erstreckt sich die Größe Ihres Unternehmens heute?

Wir haben heute rund 55 Mitarbeiter und führen eine ganz klare Personalpolitik. Es gibt keine Werkverträge, sondern nur Vollzeitangestellte. Einerseits aufgrund eines sozialen Gedankens gegenüber den Mitarbeitern. Auf der anderen Seite geht es darum, immer wieder neue Technologien einzusetzen. Unser Know-How soll auch innerhalb des Unternehmens bleiben und weiter entwickelt werden.

Welche Faktoren im Internet bzw. im Unternehmen haben besondere Bedeutung?

Am wichtigsten sind unsere Kunden und unsere User, also die Immobiliensuchenden. Diese möchten das beste Angebot. Dies gelingt uns, da wir stets mit unseren Entwicklungen am Puls der Zeit sind.

Als Geschäftsführer ist es mir wichtig, dass die Mitarbeiter die beste Leistung für den User erbringen - in unserem Fall bedeutet das, dass unsere Plattform leicht bedienbar sein und das beste Angebot liefern muss.

Können Sie dies kurz in ein bis zwei Punkten zusammenfassen?

Die Zufriedenheit der Mitarbeiter ist wichtig. Im Durchschnitt ist unser Team 29 Jahre alt, und jeder Mitarbeiter muss wissen, was genau sein Aufgabenbereich ist. Es herrscht eine schnelllebige Mischung zwischen Abwechslung, Routine und Sicherheit in den Aufgaben. Der Kern aber ist die Zufriedenheit, die vor allem dadurch entsteht, dass der Mitarbeiter ausreichend gefordert aber nicht überfordert ist.

Welche Schwerpunkte liegen beim User und welche beim Anbieter bzw. wo liegen bei beiden Gruppen die besonderen Gegebenheiten bei Immobilien.NET sowohl für Anbieter als auch für den Kunden, der kaufen möchte?

Fangen wir mit dem Suchenden an: Ungefähr 15 Prozent aller erwachsenen Österreicher sind Immobiliensuchende. Wir wenden uns also an eine Minderheit – und diese muss zuerst gefunden und dann richtig angesprochen werden. Zudem ist der Reifegrad bzw. das Stadium der Immobiliensuche vollkommen unterschiedlich: Manche sind latent unzufrieden mit ihrer Wohnsituation und wollen sich nur umschauen. Dann gibt es andere, die in einer Extremsituation sind, beispielsweise gerade ihren Job verloren haben, wodurch die bisherige Mietwohnung zu teuer geworden ist. Außerdem gibt es zum Beispiel noch Scheidungsfälle etc., wo plötzlich jemand sofort eine Wohnung benötigt und man sehr schnell reagieren muss.

Kann der Suchende auf Immobilien.NET genau nach diesen Faktoren auch noch einmal Untergruppen dazu finden?

Ja. Wir haben die Möglichkeit, beispielsweise bei Mietwohnungen, nach befristeten oder geförderten Wohnungen zu suchen. Die User suchen meistens nach einer bestimmten Größe, das ist oftmals viel wichtiger als der Preis. Danach wird auf den Preis geschaut. Jedem ist bewusst, dass bessere Lagen teurer sind, und jeder versucht, mit dem ihm zur Verfügung stehenden Budget die bestmögliche Lage zu bekommen. Diese ist abhängig vom Arbeitsplatz oder von seinem Freundes- und Familienumfeld. Wir haben auch eine sogenannte „Geosuche“, in der man sehen kann, in welchem Umfeld die Immobilie liegt. Weitere Standortinformationen ermöglichen eine Ansicht der im Umkreis vorhandenen Infrastrukturen.

Welche Schwerpunkte gibt es für einen Anbieter, der eine Wohnung oder eine Immobilie abgeben möchte?

In den allermeisten Fällen geht es über einen Vermittler. In wenigen Fällen, etwa bei Bauträgern, ist der Vermarkter gleichzeitig der Abgeber. Es geht darum, dass die Immobilie möglichst genau und präzise beschrieben wird, damit sich der User ein klares Bild machen kann. Das klingt einfach: Man denkt, man braucht nur ein paar Fotos oder Textbeschreibungen, aber so trivial ist die Sache nicht. Zu der genauen Beschreibung gehört zum Beispiel auch das mobile „Suchbarmachen“, dass etwa bestimmte Felder wie Baujahre oder Stockwerke eingegeben werden können. Wir haben im Unternehmen Personen beschäftigt, die sich den ganzen Tag damit auseinandersetzen, bei Immobilien, die nicht besonders gut oder unvollständig inseriert sind, um Daten nachtragen zu lassen. Hierzu gibt es auch automatisierte Systeme.
Ebenfalls wichtig ist, dass wir dem Anbieter ein Werkzeug in die Hand geben, mit dem er in der Lage ist, sein komplettes Tagesgeschäft inklusive Online-Vermarktung, Abgeber- und Interessenmanagement sowie Angebotserstellung zu versehen. Unser zweites Geschäftsfeld - neben der Online-Insertion auf www.immobilien.net - ist unsere Immobilien-Vermarktungssoftware WebReal, mit der wir knapp eineinhalb Jahren nach Markteinführung bereits Marktführer in Österreich sind.

Welche wesentlichen anderen Servicemöglichkeiten gibt es noch bei Immobilien.NET?

Neben der Immobiliensuche bieten wir zum Beispiel Informationen zu rechtlichen Fragen in Form einer für Kunden wie auch User kostenlosen Rechtsberatung durch auf Immobilienrecht spezialisierte Anwälte an.  Auch eine kostenlose Steuer- und Architekturberatung gehört zum Service von Immobilien.NET.
Zudem bieten wir auf unserer Internetseite einen über 1.500 Artikel umfassenden Servicebereich rund um die Themen Planen, Bauen Wohnen, Recht, Steuern und Marktpreise an. Letztgenannter beinhaltet zum Beispiel Antworten auf so spannende Fragen wie „Was kosten Wohnungen in dem Bezirk XY“, „Welchen Quadratmeterpreis muss man für ein Haus in Kärnten durchschnittlich zahlen“ oder „Wie haben sich die Mieten in Wien in den letzten Jahren verändert?“ „

Wie sehen sie die unmittelbare Zukunft in den nächsten ein bis zwei Jahren aufgrund der derzeitigen weltweiten Wirtschaftssituation im Bereich der Immobilienmarktpreise?

Festzustellen ist, dass sich sehr gute Lagen vollkommen abgekoppelt von der Wirtschaftslage entwickeln. Die allerbeste Lage in Wien ist etwa der erste Bezirk, wo weitere Steigerungen deutlich über der Inflationsrate liegen - insbesondere für Objekte im Eigentum.
Es werden vermehrt auch Ausländer kaufen, da es praktisch keine Beschränkungen für den Auslandserwerb in Wien gibt. Ich gehe davon aus, dass sich dieser Prozess noch weiterentwickeln wird. Für den normalen Wiener sind Eigentumspreise nach unten hin abgesichert. Heuer haben wir uns deutlich unter der Inflationsgrenze entwickelt.
Es kann sein, dass es durch die allgemeine wirtschaftliche Schwächung, vor allem durch die restriktive Vergabe von Bankkrediten, zu einem Rückgang der Nachfrage bei Eigentumsobjekten kommt. Es wird kurzfristig steigende Preise geben, aber nur im Rahmen der Inflationsrate oder knapp darüber.
Bei Objekten, die den Wünschen der Mieter entsprechen, also nicht zu klein sind, kommt es zum Anstieg der Mieten - auch weil die Vermieter etwas unsicher sind, da sie jetzt auch Verpflichtungen für einige Erhaltungsarbeiten übernehmen müssen.

Letzte Frage: Was planen Sie in naher Zukunft, welche Innovationen können wir erwarten, was kommt auf den Markt?

Anfang Herbst präsentiert sich Immobilien.NET in einem völlig neuen Design, das aus unserer Sicht einzigartig in ganz Europa sein wird. Für das Unternehmen planen wir eine ganz klare Expansionsstrategie ins Ausland.

Nähere Informationen finden Sie unter: www.immobilien.net

Interview: Ralf Ehrgott

 

 

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