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News Text: Katharina Widholm

A4 Ostautobahn: Pilotprojekt Pannenstreifen

Ab Mitte Juli 2018 soll es auf der Ostautobahn zwischen Simmeringer Haide und Knoten Schwechat erlaubt sein, im Falle von Verkehrsüberlastung den Pannenstreifen zu befahren. Dies wird durch ein Pilotprojekt des Verkehrsministeriums ermöglicht. Sollte sich dieses Vorhaben bewähren, soll diese Maßnahme auch auf andere Autobahnen ausgeweitet werden.

Autobahnauffahrt Knoten Schwechat
© User: My friend | Ab Mitte Juli soll zwischen Simmeringer Haide und Knoten Schwechat im Falle von Verkehrsüberlastung künftig der Pannenstreifen befahrbar sein.

Infrastrukturminister Norbert Hofer hat ab Mitte Juli 2018 ein Pilotprojekt angekündigt, bei dem es auf der Ostautobahn zwischen Simmeringer Haide und Schwechater knoten künftig erlaubt sein wird, bei starker Verkehrsüberlastung den Pannenstreifen zu benützen. 

Befahrbarer Pannenstreifen - So funktioniert es

Das Autobahnabschnitt zwischen Simmeringer Haide und Knoten Schwechat, bei dem es sich um eine Strecke von 3,8 km handelt, wurde vor allem deshalb für das Projekt ausgewählt, da es dort besonders freitags oft zu Staubildungen kommt. Um künftig zu vermeiden, dass es zu vermehrtem CO2-Ausstoß und verstärkter Umweltbelastung kommt, sollen Staubildungen durch die Befahrbarkeit des Pannenstreifens vorgebeugt werden.

Ob eine Verkehrsüberlastung besteht, wird durch 27 zusätzliche Kameras herausgefunden. Das Filmmaterial wird von Traffic Managern der ASFINAG ausgewertet, die anschließend entscheiden, ob der Pannenstreifen freigegeben wird oder nicht. 

Anzeige auf Autobahn

Sollte dies der Fall sein, wird den Verkehrsteilnehmern mittels einem elektronischen Überkopfwegweser durch einen grünen Pfeil sowie rechts neben der Fahrbahn durch das Anzeigen der dritten Fahrspur ein Signal gegeben. Sind beide Anzeigen aktiv, darf der Pannenstreifen benützt werden.

Bildet sich die Verkehrsüberlastung wieder zurück, wird den Verkehrsteilnehmern durch einen gelb blinkenden Pfeil angezeigt, dass der Pannenstreifen nicht mehr länger befahrbar ist.

Das passiert mit der Rettungsgasse

Damit die Rettungsgasse weiterhin erhalten bleibt, soll es auf dem betroffenen Straßenabschnitt künftig zwei weitere Pannenbuchten geben. Dies soll Autofahrern im Falle von Pannen die Möglichkeit geben, ihr Auto dort abzustellen um auf Hilfe zu warten. Sollte es zu Unfällen oder Pannen kommen, wird der Pannenstreifen von der ASFINAG auch wieder geschlossen. 

Sollte die Bildung einer Rettungsgasse notwendig sein, müssen Verkehrsteilnehmer in diesem Fall genauso vorgehen, wie es auch bei einer dreispurigen Autobahn der Fall ist: die Autos auf dem linken Fahrstreifen bleiben links, die Fahrer auf dem mittleren Fahrstreifen und auf dem Pannenstreifen ordnen sich rechts ein. Einsatzfahrzeuge können nun den Fahrstreifen, der dadurch in der Mitte entstanden ist nutzen.

Andere Länder als Vorbild

Die Idee, den Pannenstreifen im Falle von Verkehrsüberlastung als vorübergehenden Fahrstreifen zur Verfügung zu stellen ist nicht neu; Norbert Hofer betont, dass man hier auf ein Modell zurückgreift, dass sich international bewährt habe. Deutschland, Großbritannien und Holland sind ebenfalls dazu übergegangen, zur Stauvermeidung auf die Freigabe des Pannenstreifens zurückzugreifen und haben damit gute Erfahrungen gemacht. insbesondere in Holland ist diese Maßnahme weit verbreitet: auf insgesamt 300 Autobahnkilometern steht dort der Pannenstreifen im Falle von Verkehrsüberlastung zur Verfügung. In Deutschland wird die Einrichtung einer zusätzlichen Fahrspur zumindest auf 222 Kilometern praktiziert und damit in manchen Regionen ein erheblicher Kapazitätsgewinn erzielt.

Sollte sich diese Maßnahme in Österreich bewähren, wird diese auch auf andere Autobahnen ausgeweitet.

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