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News Text: Katharina Widholm

Wein: Jahrgang 2018 lässt einiges erwarten

Des einen Freud, des anderen Leid. Die Hitze des Sommers 2018 hat zu schönen Weintrauben geführt, den Kartoffeln und Getreide auf dem Feld allerdings sehr zugesetzt: Ackerbauern haben beim Ernteertrag herbe Verluste zu verzeichnen. In der Wiener Innenstadt verzeichnete man 40 Tropennächte.

Weinberg mit roten Trauben
© Pixabay | Die Weinbauern sind mit der Ernte 2018 zufrieden.

Die Hitze hatte Österreich fast ein halbes Jahr im Griff. Nun wurde über den Sommer 2018 Bilanz gezogen. Es war der viertwärmste Sommer in 250 Jahren. Insgesamt 40 Tropennächte wurden in Wien verzeichnet. Auswirkungen hatte das Wetter sowohl positive als auch negative.

Guter Jahrgang 2018 für den Wein

Grund zur Freude haben indes die Winzer. Das warme Klima hat dafür gesorgt, dass die Trauben wachsen und gedeihen konnten, sodass eine frühe Weinlese ermöglicht wurde. Bereits im August konnte der Ertrag des diesjährigen Jahres geerntet werden und damit zwei Wochen früher, als es normalerweise üblich ist. Durch die hervorragende Qualität der Trauben wird zudem erwartet, dass sich 2018 ein guter Jahrgang für den Wein erweist. Diese guten Ergebnisse sind neben dem warmen Sommer auch darauf zurückzuführen, dass sich die bisherigen Wetterverhältnisse in diesem Jahr als äußerst günstig erwiesen hatten: so gab es einen milden Winter, sowie ein ruhiges Frühjahr und keine Unwetter.

Ernteausfälle und Verluste für Ackerbauern

Am schwersten hat die Hitze dem Ertrag der Ernte auf den Feldern zugesetzt. Beim Ackerbau, also dem Anbau von Getreide und Soja, wurde ein Ertragsverlust von im Schnitt 15 % verzeichnet. In Wien gibt es ungefähr 5.000 Hektar Feldfläche. Auch Kartoffeln, die als Herbstkulturen zu werten sind, haben unter den klimatischen Bedingungen gelitten. Außerdem wurde durch die Hitze eine vermehrte Verbreitung von Käfern und Pilzen festgestellt. Dadurch, dass der Regen in diesem Sommer lediglich ein seltener Gast war, wurde die künstliche Bewässerung der Pflanzen zudem unvermeidlich. Was zusammen mit dem Ernteausfall zu weiteren Zusatzkosten führte.

Keine Probleme bei Gartenbau

Bei den Erträgen aus dem Gartenbau werden keine gröberen Verluste verzeichnet. In den Wiener Gärten sowie in den Glashäusern der Bundeshauptstadt werden jedes Jahr rund 60.000 Tonnen Gemüse wie Gurken, Paradeiser etc. geerntet. Insgesamt werden rund 30 % des städtischen Gemüsebedarfs durch den innerstädtischen Anbau gedeckt. Auch in diesem Jahr kam es in dieser Hinsicht zu keinen größeren Schwierigkeiten. Das liegt unter anderem daran, dass sich die Betreiber der Wiener Stadtgärten mit den von Jahr zu Jahr steigenden Temperaturen mittlerweile arrangiert haben: bereits seit einigen Jahren setzt man dort auf bestimmte Sorten, die als besonders hitzebeständig gelten und auch starker Hitze trotzen.

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