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News Text: Katharina Widholm

Fahrverbot vor Schule in der Leopoldstadt

Elterntaxis stellen eine zusätzliche Belastung für den Berufsverkehr dar. Dies soll sich zumindest vorübergehend in der Vereinsgasse in Leopoldstadt ändern, denn dort herrscht für zwei Monate von 7.45 bis 8.15 Uhr ein temporäres Fahrverbot. Dies soll der Sicherheit der Schüler zugute kommen.

Ansicht Vereinsgasse Wien
© Peter Gugerell | In der Vereinsgasse in Leopoldstadt herrscht künftig ein temporäres Fahrverbot bis November.

In der Vereinsgasse in Wien-Leopoldstadt ist seit dem 10. September von 7.45 bis 8.15 Uhr autofreie Zone. Wo früher noch die Elterntaxis Schlange standen, um ihre Sprösslinge vor der Schule abzuliefern, herrscht nun Ruhe.

Fahrverbot für mehr Sicherheit und Selbstständigkeit

Genau genommen handelt es sich dabei um ein Pilotprojekt, das über zwei Monate bis zum 2. November läuft. Begleitet wird es vom Verkehrsbüro, das nach Abschluss des Projektes auswerten soll, ob die Verkehrsströme weniger geworden sind. 

Ziel des Projekts ist, die Sicherheit der Schüler zu erhöhen. Rund 14% aller 6-14-jährigen werden von ihren Eltern per Auto zur Schule gebracht. Das führt dazu, dass die Elterntaxis eine zusätzliche Belastung für den ohnehin schon starken Morgenverkehr darstellen. Vor den Schulen ist die Situation besonders chaotisch. Gestresste Eltern, die ihre Kinder vor der Schule absetzen und gleichzeitig noch rechtzeitig zum Arbeitsplatz müssen - das stellt ein Sicherheitsrisiko für die Schüler dar. Indem in der halben Stunde, in der die Kinder in der Schule eintrudeln nun Fahrverbot herrscht, soll dieses gebannt werden.

In den Wiener Schulen ändert sich mit dem Beginn 2018 einiges. Lesen Sie hier, wie digital Schulklassen im neuen Jahr sind.

Ein positiver Nebeneffekt soll sein, dass die Kinder auf diese Art zu mehr Selbstständigkeit auf dem Schulweg motiviert werden und diesen künftig zu Fuß oder mit dem Fahrrad antreten werden. Denn durch das Fahverbot erhofft man sich, dass weniger Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen und diese dazu ermuntern, den Weg selbständig zu bestreiten. Momentan sind vier von zehn Schulkindern in Wien zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs zur Schule. Viele nehmen die öffentlichen Verkehrsmittel. Auch die morgentliche Bewegung der Kinder soll so gefördert werden.

Bewährt sich das Projekt, soll es auch in anderen Bezirken umgesetzt werden, zwei Volksschulen in Wien-Neubau zeigen sich bereits jetzt sehr interessiert.

Vorbild Salzburg

Ein ähnliches Projekt wurde auch schon in Salzburg ausgetestet. Dort wurden 2017 bereits an meheren Straßen, an denen Volsschulen sind, unter der Woche zwischen 7.30 und 8.00 Uhr vormittags ein Fahrverbot verhängt. Damit auch alle Autofahrer begriffen, dass es sich dabei um eine autofreie Zone handelt, wurden von den Schulwarten sichtbare Absperrungen aufgestellt.

Nicht alle zeigten sich zu Beginn von dieser Regelung begeistert. So gab es sogar Menschen, welche die Absperrungen einfach zur Seite stellten, um sich so freie Fahrt zu verschaffen. Um dies zu verhindern, arbeitete die Stadt Salzburg mit Polizisten zusammen. Doch das Fahrverbot hat sich bewährt: mittlerweile gibt es in sechs Fahrzonen temporäres Fahrverbot, dem die Mehrheit der Eltern positiv gegenübersteht.

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