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News Text: Katharina Widholm

Anti-Gestank-Offensive: U6 soll kebabfrei werden

Ab Herbst soll ein Pilotprojekt in der U6 starten: die Mitnahme und das Verspeisen bestimmter Gerichte soll künftig verboten werden. Davon betroffen sind unter anderem Kebab und Leberkäsesemmeln. Grund dafür ist der strenge Geruch, für den die U6 bekannt ist. Diesem soll nun der Garaus gemacht werden. Die Abstimmung über verbotene Lebensmittel läuft bis 12. August.

Döner Kebab
© Lauren Travis | Muss künftig draußen bleiben: der Kebab

Am 31. August 2018 soll in der U6 ein Happening stattfinden: unter dem Motto "Dönieren in der U6 - Kebab essen bis der Arzt kommt." lädt eine Facebookveranstaltung dazu ein, sein Lieblingsessen in der U6 zu verspeisen. Diese Aktion ist als Abschied gedacht, denn ab 1. September soll der Verzehr bestimmter Speisen in der U6 nicht mehr erlaubt sein.

Schwarze Liste mit verbotenen Gerichten geplant

Welche Speisen konkret betroffen sein werden, steht noch nicht fest. Derzeit wird darüber eine Abstimmung der Wiener Linien abgehalten. Auf der Webseite des Unternehmens können Interessierte darüber entscheiden, welche Speisen künftg verbannt werden sollen und ob das Verbot auch andere Öffis betreffen soll.

Allerdings kann davon ausgegangen sein, dass es sich um beliebtes Fast Food handeln wird, das für seine starke Geruchsbildung bekannt ist, wie etwa Kebab oder Nudelgerichte. Kaffeeliebhaber, die nicht ohne ihren geliebten Coffee to go während der Fahrt zur Arbeit können, dürfen indes aufatmen: Getränke jeglicher Art sind nicht vom Verbot betroffen und dürfen auch weiterhin konsumiert werden.

U6 am meisten von unangenehmen Gerüchen betroffen

Das Essensverbot in der U-Bahn ist vorerst als Pilotprojekt geplant. Dazu wurde die U6 auserkoren, weil sie im Unterschied zu den anderen U-Bahn-Linien die meiste Zeit oberirdisch unterwegs ist. Da die Waggons nicht klimatisiert sind steigen die Temperaturen merklich an, wodurch es zur Bildung von Gerüchen kommt, die mitunter auch als unangenehm empfunden werden. Da zu dieser Geruchsentwicklung auch stark riechende Speisen beitragen, haben die Wiener Linien beschlossen, ein Verbot ebendieser zu verhängen. Zudem sollen die Waggons künftig mit Klimaanlagen ausgestattet werden. Wie lange das Projekt nun dauern wird, steht noch nicht fest.

Deos an Fahrgäste der U6 verteilt

Um auf das Projekt aufmerksam zu machen, schreckt die verantwortliche Stadträtin Ulrike Sima auch vor unkonventionellen Kampagnen nicht zurück: so wurden am Montag den 16.7. an die Fahrgäste der U6 Deosticks mit der Aufschrift "Duftes Deo" verteilt. Für Öffi-Fahrer, die also in aller Herrgottsfrühe aufgrund von Zeitdruck auf die Morgenhygiene verzichten mussten oder die den lieben langen Tag in einem Büro mit kaputter Klimaanlage gesessen sind, war es also ein Glückstag, denn so mussten sie keine Angst haben, zur olfaktorischen Belästigung für ihre Umwelt zu werden. Diese PR-Aktion schlug übrigens durchaus Wellen: auch jenseits der österreichischen Grenzen wurde über die Verteilungsaktion berichtet. (Artikel: FAZ)

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