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News Text: Katharina Widholm

Equal Pension Day: Unterschied bei Pensionen von Männern und Frauen

Altersarmut ist insbesondere bei Frauen weit verbreitet. Das belegt auch der Equal Pension Day, der dieses Jahr auf den 28. Juli fällt. Durch diesen Tag sollen die enormen Pensionsunterschiede zwischen Männer und Frauen thematisiert werden.

älter Dame vor Blumenhintergrund lächelt in die Kamera
© Pixabay | Die Pension die Männer am 28. Juli 2018 bereits bekommen haben, muss für Frauen ein ganzes Jahr reichen.

Der Equal Pension Day ist jener Tag im Jahr, an dem männliche Pensionbezieher soviele Pensionbezüge erreichen, mit denen Frauen ein ganzes Jahr auskommen müssen. Dieser Tag fiel 2018 auf den 28. Juli. Das bedeutet, dass jene Geldsumme, die männliche Pensionisten innerhalb von sieben Monaten ausgezahlt bekommen, für Frauen ein ganzes Jahr reichen muss.

Equal Pension Day 2018: Nur minimale Besserungen

Seit 2015 wird der Equal Pension Day von der MA 23 und der MA 57 berechnet. Seit diesen drei Jahren ist lediglich eine geringe Verbesserung zu verzeichnen: österreichweit hat sich der Tag lediglich um zwei Tage nach hinten verschoben. Dabei sind die Unterschiede innerhalb von Österreich gravierend: So ist der Wiener Equal Pension Day am 27. August, in Vorarlberg ist er jedoch bereits am 5. Juli. Dies bedeutet eine Differenz von mehr als anderthalb Monaten. 

Gründe für Altersarmut bei Frauen

Warum sind die Unterschiede bei den Pensionen von Männern und Frauen so enorm? Zum einen können Männer im Schnitt 10 Beitragsjahre mehr als Frauen aufweisen. Das liegt einerseits daran, dass Frauen mehr und längere Unterbrechungen in ihrer Erwerbsphase haben - beispielsweise aufgrund von Schwangerschaft und Kindererziehung. Andererseits gehen Frauen in einem ungleich höheren Ausmaß als Männer Teilzeitbeschäftigungen nach - auch das mindert später die Höhe der Pension. 

Zudem sind Frauen oft in anderen Branchen beschäftigt als Männer, die mit einem geringeren Gehalt entlohnt werden. In diesem Zusammenhang spricht man von "Frauenbranchen". Auch dieser Faktor trägt zur Lohnschere bei.

Lösungsansätze im Kampf gegen Altersarmut

Der Pension Gap wie er hierzulande besteht ist gravierend: im Vergleich zu anderen EU-Staten ist er überdurchschnittlich hoch. Damit sich die Differenz des Einkommens und der Summe der Beitragsjahre zwischen Männern und Frauen verringern und hoffentlich ganz verschwinden, bedarf es einiger Maßnahmen: so ist etwa der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze ein entscheidender Faktor, damit sich Frauen nicht mehr zwischen Beruf und Familie entscheiden müssen.

Ein weiterer Ansatz ist die Arbeitszeitverkürzung von 38,5 Stunden, wie sie etwa vom Frauenvolksbegehren gefordert wurde. Dies soll die Aufteilung von unbezahlter Arbeit - in erster Linie Haushaltsführung, sowie die Betreuung der eigenen Kinder zwischen den Eltern fördern.

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