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Erste elektrische Blumenlieferung in den Hafen Wien

Am Montag, den 30.9.2019, wurde im Hafen Wien der erste durchgehend elektrische Intermodaltransport aus den Niederlanden nach Wien empfangen.

E-Truck
© David Bohmann | Der erste E-Truck ist im Hafen Wien angekommen

Es ist schon eine kleine Sensation, als am 30.9.2019, die erste durchgehend elektrisch organisierte temperaturgeführte Lieferung von Blumen nahe Venlo in den Niederlanden im Hafen Wien, einem Unternehmen der Wien Holding, in Empfang genommen wurde. Denn diese erste erfolgreiche Fahrt ist der Grundstein für einen grünen Transport-Korridor zwischen den Niederlanden und Österreich. Gemeinsam haben die Unternehmen und zahlreichen Unterstützer diesen ersten wichtigen Schritt für die langfristige Umsetzung vollelektrischer Langstreckengütertransporte möglich gemacht.

Transport unter dem Motto Linking cities with mind

Transportiert wurden Blumen und Verpackungsmaterial von Oldenburger Transport aus Aalsmeer. Das Unternehmen fährt pro Woche 25 Lkw-Komplettladungen mit Pflanzen von den Niederlanden nach Österreich. Einer dieser Transporte wurde durch einen elektrischen Intermodaltransport ersetzt. Ein mit einem elektrisch angetriebenen Kühlaggregat betriebener Kühlauflieger, gebaut von THT New Cool, wurde von Venlo aus mit einer elektrisch angetriebenen Sattelzugmaschine von DAF/VDL zu einem Containerterminal in Herne transportiert und auf die Bahn verladen.

Von dort aus ging es mit einem elektrisch angetriebenen Güterzug in den Hafen Wien. Dort wurde der Kühlauflieger im Containerterminal der WienCont mit dem Kran wieder auf eine elektrisch angetriebene Sattelzugmaschine umgeladen, um von dort aus zur Rosen Waibel Münchendorf GmbH weiterzufahren und entladen zu werden. Zur Vermeidung einer Leerfahrt wird der Auflieger mit einer Komplettladung palettierter Ware der Oldenburger Transport BV zurück in die Niederlande fahren.

„Die Stadt Wien investiert seit Jahrzehnten in den öffentlichen Verkehr mit dem klaren Ziel emissionsfreie Mobilität für unsere Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. Das zeigt auch Wirkung: österreichweit hat Wien die geringsten CO2-Emissionen pro Kopf, nämlich 5,5 im Gegensatz zu elf Tonnen. Das Projekt e-Truck ist ein spannender Ansatz auch den Gütertransport in neue, innovative Bahnen zu lenken. Gerade smarte Städte wie Amsterdam und Wien können in Zukunft noch stärker zusammenarbeiten und gezielt nachhaltige Investitionen tätigen. Ob Stadttechnologie oder Blumenlieferungen mittels e-Truck - eines ist klar: Die nachhaltige Zukunft entsteht in unseren Städten!“, so Peter Hanke, amtsführender Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales.

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Ein Demonstrationsprojekt, das zeigen soll, wie es gehen kann

Im Zuge dieses ersten durchgehend elektrisch organisierten Transports soll erhoben werden, welche organisatorischen und technischen Schritte noch notwendig sind, um derartige Transporte in großem Umfang durchführen zu können. Die Liste der zu beachtenden Punkte reicht von der Kommunikation der Beteiligten in der Transportkette, über die Verfügbarkeit entsprechender Fahrzeuge, bis hin zur Bereitstellung der entsprechenden Ladeinfrastruktur an relevanten Punkten entlang der Transportstrecke. Darüber hinaus ist natürlich auch der für den Bahntransport verwendete Strommix in den einzelnen Ländern von hoher Relevanz und in der Gesamtbetrachtung zu berücksichtigen.

Es handelt sich folglich um ein Demonstrationsprojekt, das allen Akteuren aufzeigen soll, was notwendig ist, um vollelektrisch und damit ohne Direktemissionen auf der Langstrecke Güter wirtschaftlich transportieren zu können. Noch ist es rein wirtschaftlich, technologisch und ökologisch ein weiter Weg, um diese Art des Transportes als Standard zu etablieren. Es ist ein Demonstrationsprojekt, das zeigen soll, dass es grundsätzlich möglich ist und durch das „Tun“ ein großes Learning für alle Beteiligten entsteht. Dies trägt dazu bei, die Komplexität besser zu verstehen und Handlungsempfehlungen abzuleiten - das ist das Ziel der Initiatoren. Darauf aufbauend wollen sie auch andere Partner für einen grünen Transport-Korridor gewinnen und so eine wirtschaftlich und ökologisch interessante Option für die Zukunft schaffen. Das dafür vorgesehene Kooperations-Programm nennt sich „Zero-e von A nach B“ und soll von 2020 bis 2025 laufen.

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© Wien Holding | Wien Holding

Feierlicher Empfang im Hafen Wien

Der Transport wurde von der Bürgermeisterin von Amsterdam, Femke Halsema, Julia Williams als Vertreterin der Initiatoren, sowie einer niederländischen Wirtschaftsdelegation gemeinsam mit dem amtsführenden Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales, Peter Hanke, dem Geschäftsführer der Wien Holding Kurt Gollowitzer und der technischen Geschäftsführerin des Wiener Hafen, Doris Pulker-Rohrhofer, im Hafen Wien feierlich in Empfang genommen.

„Wien hat einen hervorragenden Ruf in der Welt und wird mit vielen positiven Attributen in Verbindung gesetzt. Wir möchten mit diesem Demonstrationsprojekt ein weiteres hinzufügen: Wien als die Adresse, um innovative und nachhaltige Lösungen zu testen und umzusetzen“, betont Kurt Gollowitzer, Geschäftsführer der Wien Holding:

„Testen und Umsetzen – das haben wir uns als Hafen Wien mit thinkport Vienna auf die Fahnen geschrieben! Gewohntes zu verändern und neue Wege zu gehen ist nicht immer einfach und der Erfolg nicht zwangsläufig vorprogrammiert. Deshalb muss es jemanden geben, der zeigt, wie es anders gehen kann und was dafür notwendig ist. Das ist unsere Intention – Alternativen aufzuzeigen und zu inspirieren!“, ergänzt Doris Pulker-Rohrhofer, technische Geschäftsführerin des Hafen Wien.

 

 

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