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News Text: Tamara Leitner

Birgit Hebein: Neue Spitzen­kandidatin der Wiener Grünen

Mit der Spitzenwahl haben die Grünen Wien im Sommer einen völlig neuen Weg bei der Suche nach ihrer Nummer Eins beschritten, in dem sie alle Wiener einluden, per Briefwahl einen der fünf Kandidaten zu wählen. Insgesamt 2.600 Menschen nutzten diese Chance, ihre Stimmen wurden Montagnacht ausgezählt. Das Rennen machte schließlich Birgit Hebein.

Birgit Hebein neben Plakat der Grünen
© Die Grünen Wien | Birgit Hebein, die neue Nummer 1 der Grünen.

Hebein sitzt seit 2010 für die Grünen im Gemeinderat und ist dort Sprecherin für Soziales und Sicherheit. Davor war sie fünf Jahre lang Bezirksrätin und Klubobfrau in Rudolfsheim-Fünfhaus. Außerdem war Hebein von 2000 bis 2002 bei der Grünen Gewerkschaft AUGE aktiv. Vor ihrer politischen Karriere arbeitete die diplomierte Sozialarbeiterin unter anderem im Bahnhofssozialdienst der Caritas Wien und bei der Arbeitsgemeinschaft für Wehrdienstverweigerung.

Hebein fokusiert ökologische und soziale Themen

Für Hebein gibt es zwei zentrale Fragen in Wien, die einer Lösung bedürfen. Zuerst die ökologische Frage, die Auswirkungen der Klimakrise und die Umwelt und die soziale Frage, die Frage nach Gerechtigkeit, auf sozialer und globaler Ebene. Diese zweit Themen sollen mit ihrem Amtsantritt mehr miteinander verknüft werden und in den Fokus der Wiener Grünen rutschen.

Ihren beruflichen Anfängen ist Hebein inhaltlich auch in ihrem politischen Leben treu geblieben. Sie legt ihren Fokus auf Armutsbekämpfung und soziale Gerechtigkeit. Als Beispiele für ihre Arbeitsschwerpunkte nennt sie die Ausbildung junger Menschen, den Umgang mit obdachlosen Menschen sowie die Mindestsicherung. Denn als Sozialsprecherin war Hebein im vergangenen Jahr maßgeblich an den Verhandlungen über das neue Wiener Mindestsicherungsmodell beteiligt. Das von der SPÖ umgesetzte Alkoholverbot am Praterstern kritisierte sie scharf.

Auch im internen Wahlkampf legte sie ihren Fokus auf die Sozialpolitik. „Ohne soziale Sicherheit gibt es keinen sozialen Frieden“, betonte sie. Als politisches Ziel rief sie aus, „den Menschen die Möglichkeit zu geben, ihr Schicksal selbst zu bestimmen“. Außerdem setzte Hebein auf die Tatsache, dass sie die einzige Frau unter den etablierten Kandidaten war: „The future is female“ lautete das Motto ihres Wahlkampfspots. Als „hartnäckige Verhandlerin“, zäh und erfahren, beschreibt sie sich selbst.

Zukunft der rot-grünen Koalition in Wien

Die Fortsetzung der Koalition mit der SPÖ, nach der nächsten Wahl, scheint alles andere als gewiss. Zwar plädiert auch Hebein für Rot-Grün, jedoch könnten die Einstellungen und Meinungen bezüglich bestimmten Themen, von Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und ihr kaum unterschiedlicher ausfallen. So kritisierte die Sozialarbeiterin das Alkoholverbot am Praterstern, eine der ersten Amtshandlungen Ludwigs, scharf. Schon die nächsten Wochen werden hier entscheidend sein. Es wird sich abzeichnen, ob Hebein und Ludwig eine Gesprächs- und Verhandlungsbasis finden werden.

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