1. Stadt Wien
  2. Wien
Mehr Wien
Artikel teilen
Kommentieren
News Text: Katharina Widholm

Arbeiterkammer stellt die Gretchenfrage "Wie soll Arbeit?"

12-Stunden Tag, Lohngleichheit, Digitalisierung: All dies sind Themen, die in der Umfrage "Wie soll Arbeit" der Arbeiterkammer und des ÖGB angesprochen werden. Dabei will man festgestellen, was die Österreicher über Arbeit denken. Eine Kritik an den Plänen der Regierung ist dabei durchaus beabsichtigt.

Rudi Kaske
© Lisi Specht | Arbeiterkammer-Präsident Rudi Kaske möchte von den Arbeitnehmern wissen, welche Bedürfnisse sie im Arbeitsleben haben.

Wie stellt sich der österreichische Arbeitnehmer den idealen Arbeitsalltag vor? Dieser Frage möchten der ÖGB und die Arbeiterkammer mit ihrer Umfrage "Wie soll Arbeit?" auf den Grund gehen. Dabei will man herausgefinden, wie das Arbeitsleben verbessert werden kann.

Fragen zu 12-Stunden-Tag oder Lohngerechtigkeit

Dabei werden Fragen zu den verschiedensten Themenbereichen gestellt. Etwa, zum 12-Stunden-Tag: So wird erfragt, ob dieser auch in Zukunft eher die Ausnahme bleiben soll und sämtliche Zuschläge weiterhin erhalten bleiben. Ein weiteres Augenmerk wird auf die Digitalisierung gelegt, die in der gegenwärtigen Arbeitswelt natürlich ein heißes Eisen darstellt. Auch Lohngerechtigkeit spielt in der Umfrage eine große Rolle: so soll erforscht werden, welche Priorität die Österreicher der gleichen Bezahlung von Männer und Frauen zusprechen. Auch die Meinung zur Anhebung des Pensionsalters wird abgefragt. Zudem möchte die Arbeiterkammer mit einigen Fragen herausfinden, welche Services und Leistungen für die Mitglieder besonders wichtig sind.

AK-Pflichtmitgliedschaft kein Thema

Was nicht erfragt wird ist, was die Arbeitnehmer über den Mitgliedsbeitrag denken. Ein großer Teil der österreichischen Arbeitnehmer ist verpflichtet, eine Umlage von 0,5 % des Bruttoeinkommens an die Arbeiterkammer zu zahlen. Kaske verweist jedoch auf eine Umfrage mit 5.000 Teilnehmern, bei der sich keiner der Teilnehmer gegen den Beitrag ausgesprochen habe. Das Thema ist jedoch insofern aktuell, da die Regierung den Kammern vorgegeben hat, finanzielle Einsparungen vorzunehmen.

Diese Vorgabe stößt nicht bei allen auf Gegenliebe: So kritisiert Erwin Zangerl dieses Vorhaben der Regierung scharf, da es das erste Mal in der Geschichte der zweiten Republik der Fall ist, dass in einem Regierungsprogramm ein derartiger Eingriff in eine selbstverwaltende Organisation geschrieben wurde.

Unterschwellige Kritik an Regierung?

Doch auch die Fragen selbst, bei denen es sich zu einem Großteil um Suggestivfragen handelt, kann man als eine Art Kritik an der derzeitigen Regierung deuten. Zudem kritisieren sowohl ÖGB-Präsident Erich Foglar, als auch der Vorsitzende der Beamtengewerkschaft Norbert Schnedl die Regierung ganz offen. So werden etwa die umfangreichen Streichungen der finanziellen Förderungen für das AMS bekrittelt. Das AMS ist durch die zunehmende Digitalisierung stärker den je gefragt, wenn es darum geht, sinnstiftende Beschäftigungen zu schaffen. Auch wird mit Bedenken angeführt, dass es Pläne gibt, Zuschläge beim Sozial-und Lohndumping-Gesetz nicht zu berücksichtigen. Das Thema Arbeit wird sicherlich in den nächsten Jahren weiterhin eine der wichtigsten und schwierigsten Herausforderungen für Regierung und Gesellschaft bleiben.

Hier gehts zur Umfrage: Wie soll Arbeit?

2019 wird das Jahr der Wiener Arbeitnehmer!

Gleich drei Wahlen stehen an. Klicken, um mehr zu erfahren:

» Personalvertretung

» Gewerkschaftswahlen

» AK-Wahl

Beteiligen Sie sich am Beitrag, wir freuen uns:

Ein guter Tipp dabei? Teile es mit deinen Freunden.

Kommentar hinzufügen

Datenschutz *
Aufgrund der neuen Datenschutzgrundverordnung nehmen Sie bitte unsere Datenschutzerklärung zur Kenntnis. Wir versichern Ihnen, dass Ihre Daten ausschließlich zweckgebunden zur internen Bearbeitung (Posting-Kommentar) verwendet werden.

Bitte trage in das folgende Feld "Ja" ein, wenn Du damit einverstanden bist, dass die von dir angegebenen Daten elektronisch erhoben und gespeichert werden.

weitere Meinungen
Keine Kommentare
  1. Stadt Wien
  2. Wien