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Jüdisches Museum Text: Melanie Gerges

Jüdisches Museum wird 30: Neue Ausstellung zum Jubiläum

Das Jüdische Museum feiert Geburtstag. Zum 30. Jubiläum wird auch eine neue Ausstellung eröffnet.

Jüdisches Museum Wien
© Ouriel Morgensztern | Das Jüdische Museum wird 30 und feiert mit seinen Besuchern

Am 18. November 2018 feierte das Jüdische Museum Wien, ein Museum der Wien Holding, mit seinen BesucherInnen das 30-jährige Bestehen seit seiner Neugründung. Die Feierlichkeiten enden aber nicht im November, sondern reichen auch in die Adventzeit hinein. Highlight ist die neue Ausstellung „Das Auge Brasiliens. Kurt Klagsbrunn“.

Ausstellung Das Auge Brasiliens – von Floridsdorf nach Rio de Janeiro

5. Dezember 2018 bis 19. Mai 2019

Der Fotograf Kurt Klagsbrunn, geboren 1918 in Wien, hielt von 1939 bis in die 1970er-Jahre das moderne Leben Brasiliens fest. Er fotografierte die Partys der Wohlhabenden ebenso wie die Vergnügungen der kleinen Leute. Seine Modelle waren Prominente wie Orson Welles oder Evita Perón, aber auch Brautstrauß werfende Frischvermählte, Schuhputzer auf den Boulevards oder verträumte Kaffeegenießer. Dabei wollte der Sohn eines Floridsdorfer Kohlenhändlers und Fußballfunktionärs eigentlich Arzt werden, musste jedoch nach der Flucht aus Österreich 1938 den Beruf wechseln, um sich im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Er wählte das Hobby seiner Jugend und stieg rasch vom Autodidakten zum Pionier der Gesellschaftsfotografie auf. Er dokumentierte neben seinen Mode-, Lifestyle und Industriefotografien die Entwicklung Brasiliens und begleitete die Entstehung der neuen Hauptstadt Brasilia. 2005 starb Kurt Klagsbrunn in Rio de Janeiro.

Sein Neffe Victor Klagsbrunn betreut seither den Nachlass mit mehr als 250.000 Negativen. 2017 schenkte er dem Jüdischen Museum Wien einen Teilnachlass mit Briefen, Notizen, Fotos und anderen Erinnerungen an das Leben der Familie Klagsbrunn in Floridsdorf und ihrer Flucht nach Rio. Die Ausstellung „Das Auge Brasiliens. Kurt Klagsbrunn“ präsentiert diese Schenkung sowie eine Auswahl der Werke von Kurt Klagsbrunn aus dem brasilianischen Exil.

Ort der jüdischen Geschichte

Vor 30 Jahren hat die Stadt Wien das Jüdische Museum Wien auf Betreiben des damaligen Bürgermeisters Helmut Zilk wiedergegründet. Anfangs ohne Gebäude, fanden die Ausstellungen im Jüdischen Gemeindezentrum statt. Fünf Jahre später zog das Museum in das Palais Eskeles ein, das am 18. November 1993 von Helmut Zilk und dem aus Wien stammenden Bürgermeisters von Jerusalem, Teddy Kollek, eröffnet wurde. Das Jüdische Museum Wien ist seither ein Ort, an dem Bewusstsein für die jüdische Geschichte, Religion und Kultur geschaffen wird.

Immer auf dem Laufenden: Erfahren Sie die wichtigsten News aus Kunst und Kultur und über das Freizeitangebot in Wien!

Die vielfältigen Ausstellungen zur Wiener jüdischen Geschichte erzählen Narrative der Stadt Wien aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen, u.a. persönliche Schicksale, Migration, Immigration, Film, Fotografie, sozialökonomische Wirklichkeiten, populärkulturelle Phänomene, bis hin zu zeitgenössischer Kunst und ziehen das Publikum in ihren Bann. 2017 wurde mit 130.000 BesucherInnen ein Rekord aufgestellt.

Exklusive Geburtstagsüberraschung im November 2018

Als exklusive Geburtstagsüberraschung präsentiert das Jüdischen Museums Wien von 18. bis 25. November 2018 die Netsuke-Figur „Hase mit den Bernsteinaugen“. Diese kleine Elfenbeinfigur ist namensgebend für den Titel des Romans „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ über die Geschichte der jüdischen Ringstraßenfamilie Ephrussi, die Edmund de Waal verfasst hat. Anfang November übergab er die Netsuke-Sammlung als Dauerleihgabe dem Jüdischen Museum Wien. Die gesamte Sammlung wird ab Herbst 2019 in der Ausstellung „Der Hase mit den Bernsteinaugen – Eine Zeitreise“ im Jüdischen Museum Wien zu sehen sein, in der die Geschichte der Familien Ephrussi und de Waal erzählt werden. Alle Infos zur Ausstellung und dem "Hasen mit den Bernsteinaugen" erfahren Sie hier!

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Ticket-Angebote zum 30. Geburtstag

Gratis-Eintritt für 30-Jährige im November 2018
Wer so alt ist wie das Jüdische Museum Wien erhält unter Vorlage des Lichtbildausweises ein kostenloses Ticket für den Museumsbesuch.
Diese Aktion ist gültig bis 30. November 2018.

Jahreskarte, minus 30 Prozent
Mit der Jahreskarte können beide Standorte des Jüdischen Museums Wien ein Jahr lang so oft wie gewünscht besucht werden.
Von 18. November bis 2. Dezember 2018 gibt es einen Rabatt von 30 Prozent auf die Jahreskarte des Museums. Diese ist so um € 22,40 statt € 32,- erhältlich.

Minus 30 Prozent auf Vollpreis-Tickets am Sonntag, den 18. November 2018
BesucherInnen können am 18. November zusammen mit dem Jüdischen Museum Wien Geburtstag feiern. An diesem Tag gibt es auf das Vollpreis-Museumsticket einen Rabatt von 30 Prozent.

Umfangreiches Geburtstags-Vermittlungsprogramm für Groß und Klein
30 Jahre Jüdisches Museum Wien wollen entsprechend gefeiert werden! Daher bietet das Museum ein umfangreiches Vermittlungsprogramm für große und kleine MuseumsbesucherInnen:

„Geschichte(n) erzählen seit 1988“
Am 18. November feiert das Museum mit seinen BesucherInnen! Geboten werden spannende Rundgänge („30 Jahre in 30 Minuten“) durch die Dauerausstellung des Jüdischen Museums Wien um 11:00, 13:00 und 15:00 Uhr. Um 12:00 und 14:00 Uhr macht das Museum BesucherInnen dann mit Teddy Kollek bekannt, dem Wiener Bürgermeister von Jerusalem, der bei der Eröffnung des Standortes in der Dorotheergasse 11 persönlich anwesend war. Um 16:00 Uhr geht es auf zum Judenplatz, wo sich seit dem Jahr 2000 ein zweiter Museumsstandort befindet.
Die Teilnahme an den Führungen ist für BesucherInnen mit gültigem Ausstellungsticket frei.

18. November 2018, 11:00 / 13:00 / 15:00 Uhr, „30 Jahre in 30 Minuten“
18. November 2018, 12:00 / 14:00 Uhr, „Teddy Kollek - Geburtshelfer des Jüdischen Museums Wien“
18. November 2018, 16:00 Uhr, „Museum Judenplatz feiert mit“

Kinderprogramm „Happy Birthday JMW“
18. November 2018, 14:00 - 16:00 Uhr
Was wünscht man einem Museum zum Geburtstag? Gesundheit? Ein langes Leben? Viele BesucherInnen? Tolle Ausstellungen? Oder doch etwas ganz Anderes? In einer coolen Kinderführung können sich junge BesucherInnen im Museum umsehen und seine spannenden Objekte und Geschichten kennenlernen. Ausgestattet mit Ideen und Inspirationen designen die Kinder anschließend im Atelier wirklich ungewöhnliche Geburtstagskarten.

Das Programm eignet sich für Kinder von 6-10 Jahren. Jüngere Gäste können unter Anwesenheit einer erwachsenen Begleitperson gerne teilnehmen.
Materialbeitrag pro Kind € 3,-, Erwachsene regulärer Eintritt.
Um Anmeldung wird gebeten:
Tel.: +43 1 535 04 31-1537 u. -1538 oder E-Mail: tours(at)jmw.at.

30 x Geschichte(n)
22. und 29. November, 6., 13. und 20. Dezember, 17:15 Uhr
An fünf Donnerstagen stellt das Jüdische Museum Wien auf eine ganz besondere Weise seine Geschichte vor. Im Rahmen einer 30 Minuten kurzen Führung erleben BesucherInnen nicht nur die Geschichte des Museums, das 2018 seinen 30. Geburtstag feiert, sondern erhalten auch einen genauen Einblick in die Sammlungen des Hauses. Im Schaudepot sind alle Sammlungen sichtbar und Interessierte erleben an jedem dieser Termine aus jedem Sammlungsbestand ein Objekt und seine Geschichte(n). Insgesamt präsentiert das Museum also 30 Museumsgeschichten!
Die Teilnahme an den Führungen ist für Besucher mit gültigem Ausstellungsticket frei.

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