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Kino Text: Melanie Gerges

How to Party with Mom – Mütter sind nicht peinlich

Lesen Sie hier unsere Rezension zu How to Party with Mom, den Sommerblockbuster, in dem Melissa McCarthy gemeinsam mit ihrer Tochter den Studienabschluss nachholt.

Vier Frauen in glitzernden bunten Einteilern
© Screenshot youtube.com/Warner Bros.DE | Campusparty statt Fernsehabend: Deanna genießt das Studentenleben

How to Party with Mom - Filmkritik

Kinostart: 5. Juli 2018

Mutter-Tochter Teeniefilme haben oft eines gemeinsam: Mütter sind peinlich und je weniger Zeit man mit ihnen verbringen muss, desto besser. Sei es Freaky Friday (2003), Girls Club-Vorsicht bissig (2004) oder Lol (2008): Mütter werden oft – sofern sie überhaupt näher charakterisiert werden –zum unangenehmen Sidekick. Mit diesem Klischee möchte Schauspielerin Melissa McCarthy gemeinsam mit Ehemann Ben Falcone aufräumen, bedient sich dafür aber zahlreicher anderer.

Das Ergebnis - „How to Party with Mom“ – zeigt die Mittvierzigerin Deanna (Mcarthy), die stets nur eine Aufgabe hatte: Muttersein. Die kleine Tochter ist mittlerweile aber schon in ihren 20ern und selbstständig und als der Ehemann sie für eine andere Frau verlässt, droht Deannas Leben zusammenzubrechen. Doch anstatt sich mit Eiscreme im Selbstmitleid zu verlieren, beschließt sie, ihren Studienabschluss nachzuholen, den sie wegen ihrer Schwangerschaft einst abbrechen musste. Einziger Haken: ihr ehemaliges College ist der derzeitige Studienort der Tochter und so müssen die beiden das Campusleben gemeinsam bestreiten.

Lust auf Kino? Erfahren Sie alles zum Kinoprogramm in Wien. Lesen Sie als Entscheidungshilfe auch unsere Rezensionen von Jurassic World 2 und Ocean's 8.

Das Schöne an „How to Party with Mom“ ist die erfrischend authentische Perspektive auf die Aussicht, mit der eigenen Mutter am gleichen Ort zu studieren. Denn für Tochter Maddie (Molly Gordon) ist es zunächst zwar etwas unangenehm und bei dem überzogenen Auftreten ihrer Mutter – inklusive selbst-beglitzertem Universitätspulli und Rucksack- entwischt auch ihr das ein oder andere Augenrollen. Im Vordergrund steht aber immer die Unterstützung der Mutter und die Freude daran, dass diese ihr Leben wieder selbst in die Hand nimmt.

Lebensfreude und authentische Mutter-Tochter-Beziehung

Auch McCarthy zeigt eine echte und nachvollziehbare neu entfachte Lebensfreude, findet sich im Unialltag inklusive Partys gut zurecht und gönnt sich in Form einer Affäre mit einem Zwanzigjährigen auch ein bisschen Rache am Ex. Trotz Teeniepartys und Trinkspielen wird sie das Mutterdasein aber nie ganz los und kann es sich nicht verkneifen, auch ihren Studienkolleginnen mütterlichen Rat zu geben.

Weniger schön sind aber die zahlreichen Stereotype, derer sich der Film bedient. Denn sei es die grundlos zickige Unityrannin (Debby Ryan), die sich über Deannas Alter und Aussehen lustig macht, oder die viel zu überzogen interpretierte Angst der Hauptfigur, ein Referat zu halten: Immer wieder rutscht der Film auf ein Slapstick-Niveau herunter, bei dem krampfhaft versucht wird, den Zuschauern ein Lachen herauszukitzeln, was nur in den seltensten Fällen gelingt.

Viel unterhaltsamer sind die erstklassig ausgewählten Nebencharaktere, die leider viel zu wenige Chancen bekommen, ihr Talent unter Beweis zu stellen. Die Chemie zwischen McCarthy und Maya Rudolph, die ihre beste Freundin spielt, ist authentisch und in jeder Sekunde urkomisch, wird aber immer viel zu schnell abgewürgt und von klischeebehafteten Makeover-Szenen abgelöst.

Die mittlerweile dritte Zusammenarbeit des Ehepaares McCarthy-Falcone kann somit zwar nicht an McCarthys große Erfolge Taffe Mädels (2013) und Brautalarm (2011, beide unter der Regie von Paul Feig) heranreichen, ist jedoch eine gute Sommerunterhaltung und definitiv einen Kinobesuch mit der eigenen Mutter wert.


Weitere Kinostarts im Juli

The first Purge: Der mittlerweile vierte Teil der Horrorreihe geht zurück an den Anfang und zeigt die Entstehung der ersten Säuberungsnacht: 12 Stunden, in denen jedes Verbrechen - auch Mord - erlaubt ist.

Kinostart: 5. Juli 2018

Sommerkino-Tipp der Woche: Men in Black: Sci-Fi-Klassiker über die Spezialagenten K und J. Will Smith in einer seiner besten Rollen. Alle weiteren Informationen zum Programm und der Spielzeit des Kino am Dach haben wir für Sie zusammengestellt.

Start: 7. Juli 2018

Ist es jetzt Zeit für einen Mutter-Tochter-Kinoabend? Dann finden Sie hier das Programm der Cineplexx Kinos Wien. Sehen Sie sich den Film an und teilen Sie uns in den Kommentaren mit, wie er Ihnen gefallen hat.

Bei Schönwetter bietet sich auch ein Besuch der Sommerkinos der Stadt oder eines der zahlreichen anderen Freizeitangebote Wiens an.

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