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Wiener Hafen Bilanz: Umsatzplus trotz Wirtschaftskrise

Die Wiener Hafen Bilanz für das Geschäftsjahr 2010 fällt überragend aus. Mit 47,6 Millionen Euro konnte der Hafen Wien seinen Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr um mehr als zwei Millionen Euro steigern!

Pressekonferenz
Gespräch Wiener Hafen Bilanz

Markantes Umsatzplus trotz Wirtschaftskrise

Die Wiener Hafen Bilanz für das Geschäftsjahr 2010 fällt überragend aus. Mit 47,6 Millionen Euro konnte der Hafen Wien seinen Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr um mehr als zwei Millionen Euro steigern! Auch ein starkes EGT mit einem Plus von über 8 Millionen Euro weist die Wiener Hafen Bilanz auf. Aber auch das Investitionsvolumen kann sich sehen lassen: Rund 16 Millionen Euro wurden in den Ausbau der Infrastruktur investiert. Die Gesamtmenge der auf dem Wasser- und Landweg im Hafen Wien umgeschlagenen Waren betrug im Jahr 2010 fast fünf Millionen Tonnen, das ist um rund eine halbe Million Tonnen mehr als im Jahr 2009.

Die Wirtschaftskrise hat der Hafen Wien mit Bravour überstanden. 2010 wies die Wiener Hafen Bilanz sogar eines der besten Ergebnisse in der Geschichte des Unternehmens auf: Trotz schwierigen wirtschaftlichen Umfelds musste kein einziger Mitarbeiter abgebaut werden, und auch das Investitionsprogramm wurde konsequent fortgesetzt.

Zuwächse in nahezu allen Geschäftssparten

Die hervorragende Wiener Hafen Bilanz für das Jahr 2010 spiegelt sich auch im Warenumschlag wieder: In der Geschäftssparte „Wasserseitiger Warenumschlag“ wurde im Jahr 2010 ein Volumen von 1,25 Millionen Tonnen (+16 Prozent zu 2009) an umgeschlagenen Waren erreicht. Die durchschnittliche Lagerauslastung erhöhte sich auf 80 Prozent (+10 Prozent zu 2009). Am Containerterminal wurden 320.000 TEU (Twenty Foot Equivalent Unit = Containereinheit) umgeschlagen (+10 Prozent bei Vollcontainern, +17 Prozent bei Leercontainern). Am Autoterminal wurden insgesamt rund 67.000 Fahrzeuge bewegt. Und auch die Sparte Immobilien schloss mit einem leichten Plus von 2 Prozent gegenüber 2009 ab. Mit einem Vermietungs- und Verpachtungsgrad von über 90 Prozent hat sich dieser Bereich in den vergangenen Jahren als krisenfest erwiesen. Grund dafür sind die nachhaltigen und langfristigen Kundenbeziehungen, die der Hafen Wien mit seinen Pächtern und Kunden pflegt.

Der wirtschaftliche Aufwind setzt sich aber auch 2011 konsequent fort, und so kann man aus heutiger Sicht aufgrund weiterer Zuwächse wohl für heuer schon eine ähnlich günstige bzw. sogar noch bessere Wiener Hafen Bilanz erwarten. Der Containerumschlag legte gegenüber dem Vergleichszeitraum im Jahr 2010 um weitere 15 Prozent zu. Der wasserseitige Warenumschlag liegt um fünf Prozent höher. Und die Lagerauslastung ist von durchschnittlich 80 Prozent im Jahr 2010 auf durchschnittlich 92 Prozent im ersten Halbjahr 2011 geklettert.

Mit der Wiener Hafen Bilanz 2010 und dem anhaltenden Aufwärtstrend im ersten Halbjahr 2011 unterstreicht der Hafen Wien eindrucksvoll seine Bedeutung als Wirtschaftsmotor für Wien.

Wasserseitiger Warenumschlag um 16 Prozent gesteigert

Selbst in dem von der Wirtschaftskrise 2009 am stärksten betroffenen Bereich, dem wasserseitigen Warenumschlag fällt die Wiener Hafen Bilanz 2010 positiv aus: Durch erhöhte Umschlagsaktivitäten bei Öl, Stahl und Getreide wurde eine Steigerung um c.a 16 Prozent auf 1,25 Millionen erzielt.

Durchschnittliche Lagerauslastung von 80 Prozent

Durch die Vereinbarung neuer Kontrakte mit namhaften Kunden und den Ausbau bereits bestehender Kontrakte stieg auch die durchschnittliche Auslastung der vom Hafen Wien betriebenen gedeckten Lagerflächen um etwa 10 Prozent – auf knapp 80 Prozent. Mit 70.000 m² gedeckter Lagerfläche und 200.000 m² Freilagerfläche zählt der Hafen Wien zu den größten Lagerlogistikern Österreichs.

67.000 Neuwagen umgeschlagen

Auch im Hinblick auf den  Umschlag von Neufahrzeugen kann sich die Wiener Hafen Bilanz 2010 sehen lassen. Rund 67.000 Neufahrzeuge erreichten ihren Bestimmungsort über den Autoterminal des Hafens Wien. Hier ist auch eine erfolgreiche Neuaquisition gelungen: In Kooperation mit der Autospedition Lagermax gelang es, die Verteilung von Fahrzeugen der Marke Fiat über Wien zu organisieren. Der Hafen Wien betreibt derzeit den drittgrößten Autoterminal in Österreich. Von hier aus werden die Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland, aber auch grenznahe Regionen in Ungarn und der Slowakei mit Neufahrzeugen beliefert.

Rund 320.000 Containereinheiten abgefertigt

Die Wiener Hafen Bilanz in punkto Containerterminals: Schlicht überragend. Hier verzeichnete man ein Plus von 10 Prozent bei Vollcontainern und 17 Prozent bei Leercontainern. Insgesamt wurden knapp 320.000 TEU (Twenty Foot Equivalent Unit = Containereinheit) bewegt.

Touristik- und Freizeitschifffahrt

Im Hinblick auf die Personenschifffahrt fällt die Wiener Hafen Bilanz ebenfalls erfreulich aus. An den Anlegestellen des Schifffahrtszentrums bei der Reichsbrücke wurden im Jahr 2010 über 362.000 Passagiere gezählt, der zweithöchste Wert der letzten fünf Jahre. Die gemeinsam mit dem österreichischen Verkehrsbüro geführte Gesellschaft DDSG Blue Danube, die hochwertige Ausflugs- und Touristikschifffahrt im Raum Wien und der Wachau anbietet, konnte im Jahr 2010 rund 271.000 Passagiere verzeichnen. Und die vor zwei Jahren vom Hafen Wien erworbene Marina Wien, die derzeit zum Sportboot- und Freizeithafen ausgebaut wird, erreichte 2010 respektable 485.000 Euro Umsatz. Das gleichnamige Restaurant Marina Wien bietet seinen Gästen beste Kulinarik und eine gediegene, anregende Yachtclub-Atmosphäre direkt am rechten Donauufer.

Für die Zukunft plant der Hafen Wien den verstärkten Ausbau seiner Aktivitäten als Logistikdienstleister und als Drehscheibe Richtung Südosteuropa. Strategische Partnerschaften mit großen Seehäfen und Logistikknoten sollen es möglich machen, in Zukunft ein erweitertes Spektrum an ganzheitlichen Logistikkonzepten anzubieten.

16 Millionen Euro in Hafenausbau im Jahr 2010 investiert

Das Investitionsvolumen des Hafen Wien war im Jahr 2010 mit 16 Millionen Euro ehrgeizig. So wurde im Juli 2010 das neue Hafentor in der Freudenau in Betrieb genommen, das dem Hafen und den dort angesiedelten Unternehmen Schutz vor Hochwasser bietet. Ein zentrales Infrastrukturprojekt ist das Großprojekt „Landgewinnung“. Hier werden durch Verlandung eines Teils des Hafenbeckens hochwertige Betriebsflächen geschaffen, die später den verschiedenen Betriebssparten zur Verfügung gestellt werden. Insgesamt besteht die Möglichkeit, bis zu 70.000 m² Fläche zu gewinnen. Der Ausbau der  Verkehrsinfrastruktur rund um die Hafenanlagen im Rahmen der Verlegung der B14 in die Seitenhafenstraße ging ebenfalls zügig voran. 2012 werden die Arbeiten abgeschlossen sein.

95 Millionen Euro für weiteren Hafenausbau bis 2015

Bis 2015 will der Hafen Wien außerdem 95 Millionen Euro für den weiteren Ausbau der Infrastruktur „in die Hand nehmen“. Die Projekte Landgewinnung und  Hochwasserschutz Hafen Albern haben dabei oberste Priorität; ein neues Leitsystem und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen stehen ebenfalls ganz oben auf der Agenda. Weiters werden Möglichkeiten geprüft, neue Bereiche für Betriebsansiedlungen zu entwickeln. Internationale strategische Partnerschaften machen den Hafen Wien zu einem aktiven Teilnehmer an der internationalen Transportwirtschaft. Bei der Logistik Messe 2011 in München präsentierte sich der Hafen Wien bereits als größter Terminal an der Donau. Veranstaltungen in der neuen Hafenlounge mit hochrangigen Vertretern der Transportwirtschaft schaffen die Basis für erfolgreiches Netzwerken und für den Aufbau neuer Kundenbeziehungen.

Fakten zum Hafen Wien

Gesamtgröße des Areals: 3,5 Millionen Quadratkilometer
Umfang: drei große Güterhäfen - Ölhafen Lobau, Alberner Hafen, Hafen Freudenau.
Frequenz: Rund 1700 Frachtschiffe jährlich
Transportierte Produkte: Vorwiegend Mineralölprodukte, Streusalz, Stahlprodukte, Baustoffe, Zement, Sand, Getreide.

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