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Steuertipps zum Jahreswechsel 2006

Informationen über Steuertipps zum Jahreswechsel 2006.

Steuertipps 2006

Das neue Förderpaket für Klein- und Mittelunternehmen ab 1.1.2007

Für bilanzierende Unternehmen wurde ja bereits 2004 eine interessante Möglichkeit geschaffen, Steuern zu sparen, die so genannte begünstigte Besteuerung nicht entnommener Gewinne.

Das Jahr 2007 bringt nun endlich auch für Klein- und Mittelbetriebe, die ihren Gewinn mittels Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ermitteln, ein lohnendes Steuerzuckerl.

Mit 1. Jänner 2007 tritt das am 23. Mai 2006 beschlossene Förderpaket für Klein- und Mittelbetriebe in Kraft, dessen Ziel die Stärkung der Eigenkapitalbasis dieser Betriebsgruppe ist. Um in den Anwendungsbereich des KMU-Förderungsgesetzes zu fallen, muss ein Unternehmen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Das Unternehmen ist ein Gewinnermittler gem. § 4 Abs. 3 Einkommensteuergesetz (Einnahmen-Ausgaben-Rechnung),
  • die Einkünfte des Unternehmens sind betrieblich, also solche aus einer land- und forstwirtschaftlichen, gewerblichen oder selbständigen Tätigkeit und
  • der Gewinn wird steuerlich einer natürlichen Person zugerechnet (Einzelunternehmen, Personengesellschaft).

Sind diese Punkte gegeben, hat der Unternehmer die Möglichkeit, zehn Prozent seines Gewinnes, maximal jedoch € 100.000, von der Einkommensteuer zu befreien, indem er zehn oder mehr Prozent seines Gewinnes für Neuinvestitionen verwendet (Freibetrag für investierte Gewinne). Wenn man sich vor Augen führt, dass dies bei einem Grenzsteuersatz von 50 Prozent einer Steuerersparnis von bis zu € 50.000 entspricht, lohnt sich eine genaue Prüfung der Anspruchvoraussetzungen also allemal.

Zu beachten ist jedoch, dass es sich um neue Wirtschaftsgüter handeln muss und dass Anschaffungen unter € 400 sowie Investitionen in Personenkraftwagen, Flugzeuge, Gebäude und nicht abnutzbare Anlagegüter nicht begünstigt sind. Weiters darf der Unternehmer für dieselben Wirtschaftsgüter nicht bereits einen Forschungsfreibetrag in Anspruch genommen oder diese von einem Unternehmen erworben haben, dass ebenfalls ihm zuzurechnen ist.

Um nicht später die böse Überraschung einer Nachversteuerung zu erleben, muss der Unternehmer in der Folge den angeschafften Gegenstand vier Jahre in seinem Unternehmen belassen.

Besonders ans Herz gelegt sei an dieser Stelle die Investition in Wertpapiere, denn dadurch kann der Freibetrag auch in jenen Jahren zur Gänze ausgeschöpft werden, in denen ein Unternehmen sonst keinen konkreten Investitionsbedarf in Sachanlagen hat.

Am Ende seien hier noch die weiteren Verbesserungen, die das KMU-Förderungsgesetz bringt, erwähnt:

  • Die umsatzsteuerliche Kleinunternehmergrenze wird per 1.1.2007 von € 22.000 auf € 30.000 erhöht und
  • der bisher sehr eingeschränkte Verlustvortrag für Einnahmen-Ausgaben-Rechner – nur Verluste der ersten drei Wirtschaftsjahre ab Betriebseröffnung durften in späteren Jahren mit Gewinnen verrechnet werden – wird ersetzt durch eine allgemeine Verrechnungsmöglichkeit mit Verlusten der jeweils drei vorangegangenen Jahre.

MMag. Margit Michlits

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FM Steuerberatung GmbH
2460 Bruckneudorf, Lindenbreite 19
m.michlits@fmwt.at
Tel.: 02162/65314

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