1. Stadt Wien
  2. Wirtschaft
Mehr Wirtschaft
Artikel teilen
Kommentieren
Wirtschaft

Österreichs Wirtschaft wächst 2006 um 3,2 %

Informationen über das Wachstum von Österreichs Wirtschaft.

Wirtschaftsleben

OeNB-Konjunkturindikator vom September 2006 signalisiert anhaltend kräftiges Wachstum für das zweite Halbjahr

Das reale Bruttoinlandsprodukt in Österreich wird laut aktueller Berechnung des OeNB-Konjunkturindikators im dritten und vierten Quartal 2006 jeweils um 0,8% (saisonbereinigt, im Vergleich zum Vorquartal) wachsen. "Die Ende des Jahres 2005 noch zögerliche Übertragung der außenwirtschaftlichen Impulse auf die Inlandsnachfrage hat mittlerweile eingesetzt. Alle Indikatoren deuten auf ein starkes selbsttragendes Wachstum im zweiten Halbjahr hin", so OeNB-Direktor Josef Christl.

Gegenüber der letzten Veröffentlichung des Konjunkturindikators vom Juni 2006 wurde die Wachstumsprognose für das dritte Quartal 2006 um 0,1 Prozentpunkte angehoben. Gegenüber der OeNB-Prognose vom Juni 2006 ergibt sich – so Christl – sowohl durch das nun stärkere erwartete Wachstum im zweiten Halbjahr als auch durch Revisionen vergangener Quartale für das Gesamtjahr 2006 eine deutlich höhere Wachstumsrate von 3,2%.

Die österreichische Exportkonjunktur entwickelte sich im ersten Halbjahr dynamisch. Die anhaltend gute Verfassung der Weltwirtschaft und vor allem die besser als erwartete Konjunktur im Euroraum – im zweiten Quartal hat der Euroraum sogar die USA an Dynamik überholt – lassen für das zweite Halbjahr ein anhaltend starkes Wachstum der österreichischen Ausfuhren erwarten. Die derzeit starke Expansion der Exportauftragseingänge und –bestände stützt diese Einschätzung.

Kurzfristprognose für das reale Bruttoinlandsprodukt in Österreich 
für das dritte und vierte Quartal 2006 (saison- und arbeitstägig bereinigt) 
  
Die Unternehmen investieren derzeit überaus kräftig. Nach einer fünfjährigen Investitionsflaute – das Niveau des Jahres 2000 wurde erst im vierten Quartal 2005 wieder erreicht – übernahmen die Investitionen im ersten Halbjahr 2006 wieder eine tragende Rolle für das Wirtschaftswachstum. Vor allem außenwirtschaftliche Impulse haben das Wachstum der Ausrüstungsinvestitionen belebt, gleichzeitig lässt die steigende Kapazitätsauslastung weiterhin eine dynamische Investitionskonjunktur erwarten. Auch in der Bauwirtschaft sind weitere Verbesserungen sowohl bei der Auftragslage als auch bei den Beschäftigtenzahlen zu erwarten.

Die hohe Wachstumsdynamik der österreichischen Wirtschaft führt zu einem starken Beschäftigungswachstum, die Anzahl der gemeldeten offenen Stellen hat sich seit dem Frühjahr 2006 verdoppelt. Seit Jahresbeginn ist die Arbeitslosenrate gesunken. Obwohl sich die Reallöhne weiterhin moderat entwickeln, stärkt das kräftige Beschäftigungswachstum die Kaufkraft der privaten Haushalte. Ebenso tendieren das Einzelhandels- wie auch das Verbrauchervertrauen aufwärts und stärken den privaten Konsum für das zweite Halbjahr.

Aus derzeitiger Sicht beruht der Ausblick auf einer gefestigten europäischen und heimischen Konjunktur. Volatile Energie- und Rohstoffpreise, ein schwächeres Wachstum in den USA, eine Abkühlung der Dynamik in Deutschland als Folge der deutschen Mehrwertsteuererhöhung zu Beginn des Jahres 2007 sowie eine stärkere Aufwertung des Euro gelten als aktuelle Konjunkturrisiken.

Die nächste Veröffentlichung des OeNB-Konjunkturindikators ist für Jänner 2007 vorgesehen.

 

Quelle: www.oenb.at
Bild: www.pixelquelle.de

 

Video
Beteiligen Sie sich am Beitrag, wir freuen uns:

Kommentar hinzufügen
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
weitere Meinungen
Keine Kommentare
  1. Stadt Wien
  2. Wirtschaft