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Massen an Spammails - Lösung in Sicht?

Informationen zum Thema Spammails

Von Spam bis Junk

Sie sind so sicher wie das Amen im Gebet, lästiger als ein Sack losgelassener Flöhe und so unnötig wie ein Kropf. Wahllos verschickte Werbe-E-Mails, auch Spam genannt, füllen tagtäglich so manche Posteingänge. Kein Wunder also, das diese auch Junk-Mails genannt werden, was übersetzt Ramsch- oder Mist-Mail bedeutet.

Bis zu 10 Minuten täglich müssen User zum Löschen dieser Nachrichten aufwenden. Für europäische Arbeitgeber bedeutet das einen jährlichen Schaden von  2,5 Mio Euro für die verlorene Arbeitszeit. Da rentiert es sich bei größeren Firmen schnell, in eine Anti-Spam-Lösung zu investieren. Doch auch für Private werden angesichts unerwünschten Mail-Lawine Spam-Filter immer interessanter. Richtig kritisch wird die Situation bei E-Mail-Adressen von Kindern,  die von Junk-Mails nicht verschont bleiben. Laut einer Studie erhalten Kids täglich im Schnitt 10,49 Spam-Mails, von denen durchschnittlich 1,46  pornografischen Inhalt transportieren.

Da kommt einem schnell Idee, dass diese Überflutung doch eigentlich strafbar sein sollte. Und siehe da, sie ist es auch. 1999 wurde in Österreich im Telekommunikationsgesetz geregelt, dass die Zusendung einer elektronischen Post als Massensendung oder zu Werbezwecken der vorherigen – jederzeit widerruflichen – Zustimmung des Empfängers bedarf. Gemäß § 104 Abs. 3 Z 23 TKG ist der Verstoß gegen diese Bestimmung verwaltungsrechtlich strafbar. Hauptproblem meiner Inbox sind aber nicht die österreichischen, sondern die englischsprachigen Spams aus den USA, die von einer nicht nachverfolgbaren Adresse versandt werden. Bis wirklich wirkungsvolle Maßnahmen zur Bestrafung  und Verfolgung der Spam-Versender in Kraft tritt bete dass den Übeltätern ein Kropf wächst und sie für jedes verschicktes Mail von einem Floh gebissen werden. Amen.

 

Autor: Lisa Grüner

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