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Wirtschaft Text: Tamara Leitner

Bilanz 2016: Ein Erfolgsjahr für den Hafen Wien

Der Hafen Wien, ein Unternehmen der Wien Holding, mit seinen Frachthäfen Freudenau, Albern und Lobau ist nicht nur der größte öffentliche Donauhafen Österreichs, sondern auch einer der wichtigsten Hinterland-Hubs in Europa, vor allem für die großen Nordseehäfen und die Häfen im adriatischen Raum.

Kräne am Hafen Wien heben Fracht
© Eva Kelety | Die Kräne im Hafen Wien arbeiten zur Zeit auf Hochtouren und sorgen für Umsätze wie nie zuvor.

Der Hafen Wien – trimodales Logistikzentrum im Herzen der Stadt

Der Hafen Wien ist eines der größten multimodalen Güterverkehrszentren Österreichs. Rund 2.000 Kilometer vom Schwarzen Meer und rund 1.500 Kilometer von der Nordsee entfernt, agiert der Hafen Wien, mitten im Zentrum an einer der wichtigsten Verkehrsadern Europas, als leistungsstarke Schnittstelle internationaler Handels- und Transportwege.

Der Hafen Wien punktet durch seine Trimodalität, also die perfekte Anbindung an die Straßen-, Schienen- und Wasserinfrastruktur. Vom Hafen Wien werden jährlich bis zu sieben Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Mit einer Fläche von drei Millionen Quadratmetern ist dieses Logistikzentrum das größte Güterverkehrszentrum in Österreich und mit rund 100 Unternehmen und bis zu 5.000 Arbeitsplätzen am Standort ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Der Hafen Wien ist mit seiner Lage an drei Ten-T-Korridoren einer der wichtigsten Hinterland-Hubs Europas, vor allem für die großen Nordseehäfen und die adriatischen Häfen. Mit seinen drei Frachthäfen Freudenau, Albern und Lobau ist er auch der größte öffentliche Donauhafen Österreichs.

Kräftiges und nachhaltiges Wachstum

Der Umsatz der Hafen Wien-Gruppe ist im Vergleich zum Jahr 2015 um rund 8 Prozent auf rund 56,8 Millionen Euro gestiegen. Das Rekordjahr 2014 wurde um rund sechs Prozent übertroffen (2014: 53,6 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern im Jahr 2016 liegt bei rund 12,7 Millionen Euro und konnte gegenüber 2015 sogar um satte 32 Prozent gesteigert werden. Die Steigerung zum bisherigen Rekordjahr 2014 beträgt damit 27 Prozent.

Kontinuierlich investiert der Hafen Wien in die Servicequalität und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. So wurde das Verwiegen der Güter auf die internationalen SOLAS-Kriterien umgestellt und auf den neuesten Stand der Technik gehoben. Das öffentliche Zolllager im Hafen Wien und die Speditionstochter des Hafen Wien, TerminalSped, sind nun nach AEO C-Richtlinien (Authorized Economic Operator Customs) zertifiziert. Dieses international anerkannte EU-Qualitätszertifikat im Zollbereich wird nur an Firmen erteilt, die verlässlich und genau Zollabfertigungen im Sinne der EU-Vorschriften durchführen. AEO-zertifizierte Unternehmen werden regelmäßig auditiert.

Hafen erweitert 2017 seine Fläche für Betriebsansiedlungen

Das Jahr 2016 hat sich in so gut wie allen Geschäftsbereichen sehr gut entwickelt – vom Lagergeschäft über den hafeneigenen Immobilienbereich bis hin zur Schifffahrt. „Besonders die Personenschifffahrt hat im Jahr 2016 wesentlich zum sehr guten Gesamtergebnis beigetragen. Auch die Erfolge aus Vermietung und Verpachtung – ein traditionell wichtiger Ergebnisbeitrag – lagen auf einem sehr hohen Niveau“, berichtet Fritz Lehr, kaufmännischer Geschäftsführer des Hafen Wien.

Neben den Unternehmen der Hafen Wien-Gruppe haben auf dem über drei Millionen Quadratmeter großen Hafenareal rund 100 Unternehmen der Speditions- und Transportbranche ihren Firmensitz. Insgesamt arbeiten dort rund 5.000 Menschen. Vor diesem Hintergrund werden weitere Flächen für Betriebsansiedlungen entwickelt.

Gatschnegg, Hanke, Brauner, Lehr und Pulker-Rohrdorfer beim Bilanzgespräch Hafen Wien.
© stadt-wien.at | v.l.n.r.: Peter GATSCHNEGG (Wien Holding Sprecher) Peter HANKE (GF Wien Holding); Renate BRAUNER (Stadträtin für Finanzen, Wirtschaft und Internationales); Fritz LEHR (kaufmännischer GF Hafen Wien); Doris PULKER-ROHRHOFER (technische GF Hafen Wien)

Autoterminal und Güterumschlag per Schiff gewachsen

Der hafeneigene Autoterminal, eines der größten PKW-Verteilzentren in Österreich, wurde im Jahr 2016 um eine weitere Fläche von rund 3.000 Quadratmeter ausgebaut. „Im Aufwärtstrend liegt auch die Entwicklung des Schiffsumschlags am Standort Freudenau. Hier konnten wir eine Steigerung von 8,6 Prozent erzielen. Insgesamt wurden somit rund 984.000 Tonnen per Schiff umgeschlagen“, erklärt Pulker-Rohrhofer. Die Lagerauslastung in den hafeneigenen Lagerhallen und auf den Freilagerflächen hat sich über das Gesamtjahr 2016 betrachtet bei rund 73 Prozent eingestellt, was ebenfalls eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Die Umschlagsmengen im Containerbereich konnten im Jahr 2016 nahezu gehalten werden. Die hafeneigene WienCont mit dem größten Containerterminal und -depot Österreichs hat im Jahr 2016 rund 440.000 Containereinheiten umgeschlagen, das bedeutet einen leichten Rückgang von 1,6 Prozent im Vergleich zum Jahr 2015.

Hafen Wien-Gruppe investiert 24,6 Millionen Euro

Um das Logistikzentrum Hafen Wien weiter für die Zukunft zu rüsten, wird auch im Jahr 2017 kräftig weiter investiert. Insgesamt sind dafür 24,6 Millionen Euro vorgesehen. Ein Schwerpunkt dabei liegt auf der Erweiterung und Entwicklung der Flächen zur Betriebsansiedlung im Rahmen des Projekts „HQ7“.

Bereits im Mai dieses Jahres konnte die neue Photovoltaik-Anlage, die am riesigen Dach des Autolagerhauses errichtet wurde, in Betrieb genommen werden. Damit wird am Standort beinahe ein Viertel des gesamten Strombedarfs aus Sonnenenergie vor Ort gedeckt. Insgesamt wurden 1.076 Solarmodule auf einer Fläche von rund 4.000 Quadratmetern verbaut.

Nach dem Muster im Hafen Freudenau soll auch der Hafen Albern ein Hochwasserschutztor erhalten. Mit konkreten Planungs- und Vorarbeiten wird heuer begonnen. Darüber hinaus sind Umbauten, Sanierungen und infrastrukturelle Maßnahmen an und auf den Umschlagsflächen sowie bei den Gebäuden auf dem Hafenareal vorgesehen. So wird zum Beispiel das Hochregallager umgebaut und saniert. Die Schüttguthalle wird ein neues Dach erhalten.

Im April wurde die Denk- und Innovationswerkstatt thinkport VIENNA, in Kooperation mit der Universität für Bodenkultur Wien, ins Leben gerufen. thinkport VIENNA ist ein offenes Mobilitätslabor, das sich mit den Herausforderungen der Logistik in urbanen Ballungsräumen umfassend und langfristig auseinandersetzt. Die Initiative ist Inkubator und Multiplikator für neue Technologien, Prozesse, Dienstleistungen, um güterlogistische Innovationen für Wien umzusetzen. Der Hafen Wien mit seinem riesigen Areal dient dabei als reale Testumgebung, um mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und Stadtverwaltung innovative Konzepte, Prozesse und Technologien methodisch zu entwickeln, zu evaluieren und in Form von Pilotprojekten in der Praxis sowohl im Hafen Wien wie auch in der Stadt auszuprobieren.

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Schifffahrt Backstage - lernen Sie Wien über's Wasser kennen

Auf einer außergewöhnlichen Wienrundfahrt, können Sie jetzt übrigens die unbekannten Seiten der Stadt kennenlernen. Kommen Sie an Board einer Rundfahrt auf dem DDSG-Flaggschiff "Admiral Tegetthoff" und erfahren Sie auf einer kurzweiligen, kommentierten Schiffahrt, alles über die Häfen Wiens. Die Fahrt beginnt an der Passagierschifffahrtslände am Handelskai und geht über die drei Frachthäfen Freudenau, Lobau und Albern - am Weg erleben Sie eine Schleusung und erfahren alles Wissenswerte über das Kraftwerk Freudenau.

Preise

20, 00 € - Erwachsene

10,00 € - Kinder von 10-15 Jahren (in begleitung eines Erwachsenen)

9,00 € - optionaler Aufpreis für eine Schifferjause an Bord!

Kinder unter 9 Jahren - gratis!

Infos zur Buchung

DDSG Blue Danube Schiffahrt GmbH
Handelskai 265, 1020 Wien
+43 1 588 80
info(at)ddsg-blue-danube.at

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