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Maggie Gasselich
Wirtschaft Text: Maggie Gasselich

Hafen Wien Bilanzgespräch 2014

2013 war ein gutes Jahr für den Hafen Wien. Wie Mag. Fritz Lehr, kaufmännischer GF, und Mag.a Karin Zipperer, technische GF, auf einer Pressekonferenz am 21. Mai 2014 bekanntgaben, verzeichnete die Hafen Wien Group 2013 in nahezu allen Bereichen Zuwächse. Dem besten Ergebnis seit vier Jahren soll 2014 ein noch besseres folgen: 16 Mio. Euro werden in den Ausbau des Hafens investiert, um im Geschäftsjahr 2014 eine noch bessere Bilanz als im Vorjahr zu erzielen.

Drei Personen bei Pressekonferenz hinter einem weißen Tisch
© www.stadt-wien.at | Hafen Wien verzeichnet bestes Ergebnis seit vier Jahren bei Bilanz für 2013.

Die Bilanz des Hafen Wien – Das Geschäftsjahr 2013 in Zahlen

Umsatz    53 Mio. Euro – +8%
EGT        8,1 Mio. Euro – +15%

Zugewinne (in Prozent)
Umschlag (+54%), Auslastung in den Lagerhallen und auf den Lagerflächen (+80%), Container (+14%)

Investitionen 2014
16 Mio. Euro, wovon je 5 Mio. auf die Großprojekte Landgewinnung und Schwergutzentrum entfallen

2013 war ein gutes Jahr – zumindest für die Hafen Wien Group, ein Unternehmen der Wien Holding, die im vergangenen Geschäftsjahr trotz Wirtschaftskrise ihr bestes Ergebnis seit vier Jahren einfuhr. 53 Mio. Euro wurden 2013 umgesetzt – ein Plus von 8% gegenüber dem Vorjahr. Das EGT bzw. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verzeichnete einen Zuwachs von 15% auf 8,1 Mio. Euro. Das überdurchschnittliche Ergebnis ist zu einem großen Teil auf die zwei wesentlichen Erlösquellen Vermietung und Verpachtung des Hafen Wien zurückzuführen.

Zuwächse in Umschlag, Auslastung und Containergeschäft

Besonders erfreulich waren die Ergebnisse in der Sparte Umschlag, wo 2013 eine zweistellige Steigerungsrate erzielt werden konnte. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1,91 Mio. Tonnen umgeschlagen. Dies stellt ein Plus von 54% im Vergleich zum Vorjahr dar, das vor allem auf die Zugewinne in den Bereichen Schütt- und Schwergut (Großbauteile für Windkraftanlagen und Schotter für die Sohlstabilisierung der Donau) zurückzuführen ist.

Die Steigerungsrate in der Sparte Umschlag war so hoch, dass sie die Zahlen im Modal Split am Standort auf den Kopf gestellt hat: Entfielen 2012 noch 50% auf LKW, 40% auf die Bahn und 10% auf das Schiff, waren es im Jahr 2013 nur noch 35% auf LKW, dafür aber 45% auf die Bahn und 20% auf das Schiff. 

Die Auslastung in den hafeneigenen Lagerhallen und auf den Lagerflächen im Freien verzeichnete 2013 ein unglaubliches Plus von 80%, was 2014 noch einmal getoppt werden könnte: Neben den 70.000 m2 an gedeckten Lagerflächen bietet die Hafen Wien Group ihren Kunden 2014 zusätzliche Kapazitäten von 1.500 m2 in Form der neuen Rohstofflagerhalle V.

Auch im Autobereich war das Ergebnis ein erfreuliches: Die gute Flächenauslastung von etwa 90% aus dem Vorjahr konnte trotz Wirtschaftskrise gehalten werden. Durch den Verkauf zusätzlicher Dienstleistungen wurden im Vergleich zu 2012 Zugewinne erzielt, sodass das Ergebnis auch im Autobereich weiter verbessert werden konnte. 

Ähnlich erfolgreich verlief das Geschäftsjahr 2013 für das Containergeschäft der WienCont, das am Standort Wien um 14% auf über 480.000 Containereinheiten (TEU) zulegte. Insgesamt wurden an allen Containerstandorten 500.000 TEU abgefertigt – ein neuer Spitzenwert, den die WienCont der Inbetriebnahme einer dritten Containerkranbrücke und der Ausdehnung ihrer Betriebszeiten verdankt.

Investitionen in der Höhe von 16 Mio. Euro

Der Hafen Wien ist eine nationale und internationale Warendrehscheibe an der Donau und ist als Betriebsansiedlungs- und Logistikstandort von hoher Bedeutung für die Wiener Wirtschaft. Pro Woche werden im Hafen Wien 120 Ganzzugverbindungen zu den großen europäischen Seehäfen in Hamburg, Rotterdam und Bremerhaven verzeichnet. 2012 legten 1.200, 2013 bereits 1.500 Schiffe im Hafen Wien an, um in den Häfen Freudenau, Albern und in der Lobau Güter umzuschlagen.

Damit sich dieser Wachstumstrend fortsetzt, werden 2014 Investitionen in der Höhe von 16 Mio. Euro getätigt. Investiert wird das Geld in neue Umschlagseinrichtungen und entsprechende Infrastruktur. Ein Teil der 16 Mio. Euro wird für die zweite Stufe der Landgewinnung im Hafen Freudenau – etwa 35.000 m2 werden dort aufgeschüttet – und den Ausbau des Alberner Hafens zu einem Schwergutzentrum aufgewendet.  

Dabei wird Wert auf eine ökologische Vorgangsweise gelegt: Das Aushubmaterial, das im Hafenbecken eingebracht wird, kommt von Großbaustellen in Wien, aktuell etwa von Hochbaustellen aus dem 3., 4. und 22. Gemeindebezirk. Das Aushubmaterial ist nicht nur ökologisch einwandfrei: So günstig, wie das Land durch Aufschüttung gewonnen wird, könnte es die Hafen Wien Group niemals kaufen. Unterstützt wird die ökologisch einwandfreie und kostengünstige Landgewinnung durch eine EU-Förderung in Höhe von 5,4 Mio. Euro.

Doch das Projekt Landgewinnung ist nur eines von zwei großen Investitionsprojekten: In Albern wird in Kooperation mit der Firma Felbermayr ein Schwergutzentrum gebaut, in dem Güter von einem Gewicht bis 450 Tonnen umgeschlagen werden können; die Hafen Wien Group errichtet dafür eine Betriebsfläche im Ausmaß von über 4.000 m2. Die beiden Großprojekte Landgewinnung und Schwergutzentrum vereinen ein Investitionsvolumen von je 5 Mio. Euro auf sich.

Umsatzsteigerung im Freizeithafen Marina Wien

Im Freizeithafen Marina Wien, in dem Kapitäne ihre Yachten auf einem der vielen Einstellplätze „parken“ und Wassersportbegeiserte ihre Boote einem Rundum-Service unterziehen lassen können, wurde im April 2013 das Restaurant „Marina Wien“ modernisiert, dessen neues Küchen- und Service-Team nun erfolgreich in die Saison 2014 gestartet ist. Das Kerngeschäft des Freizeithafens hat mit 200.000 Euro zu den Zugewinnen des Hafen Wien im vergangenen Geschäftsjahr beigetragen. In Summe erzielte die Marina Wien eine Umsatzsteigerung auf 400.000 Euro.

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