1. Stadt Wien
  2. Wirtschaft
Mehr Wirtschaft
Artikel teilen
Kommentieren
Geld & Finanzen

Unternehmen werden auf Basel II vorbereitet

WKÖ, KWT, OeNB und BMWA bringen umfassendes „Rating-Handbuch“ heraus – 24 Branchenvergleiche zeigen den Unternehmen, wo sie im Vergleich zu ihren Mitbewerbern stehen.

Geldscheine und eine 1 Euro-Münze
© Andreas Hermsdorf / pixelio.de | Branchenvergleich mit Basel II

BASEL II: Österreichs Betriebe werden bestmöglich auf ihr Banken-Rating vorbereitet

Mit 1. 1. 2007 tritt die BWG-Novelle zur Basel-II-Umsetzung in Kraft. Nun liegt es an den Unternehmen, sich optimal auf das Banken-Rating vorzubereiten. Dies wird von WKÖ/WIFI, Kammer der Wirtschaftstreuhänder (KWT), OeNB und BMWA durch die gemeinsame Herausgabe eines speziellen „Rating-Handbuchs“ besonders unterstützt.

Erstmalig werden in dem praktischen Nachschlagewerk die wichtigsten Unternehmenskennzahlen für insgesamt 24 Branchengruppen dargestellt und aufgearbeitet. „Durch den detaillierten Branchenvergleich können die Stärken und Schwächen des eigenen Unternehmens besser erkannt und das Unternehmen im Vergleich zu seinen Mitbewerbern optimal positioniert werden“, beschreibt der Basel-II-Beauftragte der WKÖ, René Alfons Haiden, einen wesentlichen Nutzen der erhobenen Ratingkennzahlen für die Betriebe.

Darauf aufbauend kann ein individueller Maßnahmenplan festgelegt werden, der eine kontinuierliche Verbesserung der Wettbewerbsposition des eigenen Unternehmens zum Ziel hat. „Auch für kleine und mittlere Unternehmen muss das Wissen um die Unternehmenskennzahlen heute selbstverständlich sein. Die Steuerung der Kennzahlen wird immer wichtiger. Hierfür haben wir mit dem Handbuch nun ein nützliches Instrument geschaffen“, so der Präsident der KWT, Alfred Brogyányi.

Informationen zum Thema Banken-Rating

Weiters bietet das Handbuch eine genaue Beschreibung der gesetzlichen Regelungen, der verwendeten Methoden beim Banken-Rating, sowie der Kriterien, die üblicherweise für die Bonitätsbewertung herangezogen werden. „Wir wollen mit sachlicher Information den Kreditnehmern die Angst vor Basel II nehmen. Wer sich informiert, kann als gleichberechtigter Gesprächspartner in einen aktiven Dialog mit den Banken treten“, zeigt sich der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, Klaus Liebscher, überzeugt.

Entscheidend für die Unternehmen sei daher, sich aktiv mit dem Thema Rating auseinander zu setzen und alle Hebel in Bewegung zu setzen, um die Bonitätsbewertung zu verbessern und die eigenen Kreditkonditionen zu optimieren, weisen die Herausgeber des Handbuches hin. „Dieses Handbuch ist ein unverzichtbares Werkzeug besonders für Klein- und Mittelbetriebe und eröffnet insbesondere diesen neue Möglichkeiten im Finanzierungsbereich“, betonte Wirtschaftsminister Martin Bartenstein.

Service der WKÖ, KWT, OeNB und BWMA

In einer ersten Tranche erhalten österreichweit 8.000 Steuerberater und die auf das Rating spezialisierten Credit Rating Analysten und Rating Begleiter, 5.000 auf Basel II spezialisierte Unternehmensberater, Bankmitarbeiter und alle Unternehmer, die sich näher mit dem Thema auseinandersetzen, kostenlos das Handbuch „Rating-Kennzahlen – 24 Branchen im Vergleich“. Im Herbst erscheinen speziell auf die Erfordernisse von Gewerbe & Industrie, Handel, Tourismus, Transport & Verkehr sowie Information & Consulting maßgeschneiderte Handbücher. Das Handbuch kann beim WIFI-Unternehmerservice der WKÖ unter unternehmerservice(at)wko.at bzw. unter www.unternehmerservice.at angefordert werden.

WKÖ, KWT, OeNB und BMWA bieten den heimischen Unternehmen bereits seit einigen Jahren umfangreiche Informationsaktivitäten zu Basel II in Form der Basel-II-Road-Shows, geförderter Beratungen und zahlreiche Informationsbroschüren an. Die Grundbotschaft ist dabei immer die gleiche. Sie lautet: „Basel II geht jeden Unternehmer an, nützt die Chancen, die sich daraus ergeben!“

Video
Beteiligen Sie sich am Beitrag, wir freuen uns:

Kommentar hinzufügen
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
weitere Meinungen
Keine Kommentare
  1. Stadt Wien
  2. Wirtschaft