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Franchisenehmer

Franchisenehmer. Wege, sich den Wunsch nach der eigenen beruflichen Unabhängigkeit zu realisieren gibt es viele. Zumeist ist die Etablierung einer eigenen und damit unerprobten Geschäftsidee mit großen Risiken verbunden. Eine besonders überlegenswerte Alternative stellt hier das Franchising dar. Der Franchise-Nehmer bzw. der Franchise-Partner übernimmt ein markttaugliches, praxiserprobtes Franchise-Geschäftskonzept und setzt dieses als selbständiger Unternehmer in seinem Geschäftsgebiet um.

Als Franchisenehmer der eigene Chef

Mehr als 6.000 Franchise-Nehmer bzw. Franchise-Partner sind in Österreich in erfolgreiche Franchise-Geschäftskonzepte eingebunden. Sie arbeiten in Tätigkeitsbereichen der Aus- und Fortbildung, in Gastronomieservices oder in der Modebranche. Anstatt als Existenzgründer eigene - unerprobte - Geschäftsideen auszuprobieren und damit ein mögliches Scheitern zu riskieren, bietet das Franchising vielerlei interessante Karrierechancen. Beim Franchising – also einer partnerschaftlichen Vertriebsform auf Zeit zwischen zwei rechtlich selbständigen Unternehmen – übernimmt der Franchise-Nehmer von einem Franchise-Geber ein bewährtes und markttaugliches Geschäftskonzept. Der Franchise-Nehmer setzt dieses Konzept als selbständiger Unternehmer in seinem Umfeld (Gebiet) um, nutzt die Erfahrungen des Franchise-Gebers und die Vorteile des Systems. Der Franchise-Nehmer tritt unter dem bekannteren Markennamen des Franchise-Unternehmens auf. Vom Franchise-Geber erhält der Gründer alle wichtigen Informationen zu Produkt, Standortwahl, Einrichtung und Marketing und er wird durch Schulungen vorbereitet. Dafür bezahlt der Franchise-Nehmer an den Franchise-Geber eine Einstiegsgebühr die abhängig von der Bekanntheit der Marke und dem Entwicklungsstand des Franchise-Systems ist. Der Franchise-Nehmer seinerseits verpflichtet sich, das Konzept exakt den Vorgaben entsprechend umzusetzen.

Franchise-Gebühren

Neben einer einmaligen Franchising Gebühr werden im Franchising zumeist eine laufende, monatliche Gebühr, eine monatliche Werbepool-Gebühr und eventuelle zusätzliche Gebühren erhoben. Diese Gebühren setzen sich aus einer umsatzabhängigen Abgabe in Prozent (vom Netto-Verkaufsumsatz) und/oder einem fixen Betrag zusammen. Nur werteorientierte Franchise-Systeme, die auf nachhaltigen Erfolg statt auf schnelles Wachstum setzen, bieten ihren Franchise-Partnern langfristige Perspektiven und persönliche Erfüllung. Seriöses Franchising ist also weder eine Gelegenheit für Franchise-Geber, durch das Einsammeln möglichst hoher Gebühren schnell reich zu werden noch für Franchise-Nehmer, nach dem Beitritt zum System die Hände in den Schoß zu legen. In erfolgreichen Franchise-Systemen ziehen Franchise Geber und Franchise Nehmer an einem Strang und allen Beteiligten ist bewußt, daß man langfristig nur gemeinsam erfolgreich sein kann. Deshalb gehen immer mehr Franchise-Systeme dazu über umsatzabhängige Franchise Gebühren, anstelle von Fixbeträgen, zu verlangen. Der Franchise Geber zeigt damit, dass er auch nur dann Geld verdienen will, wenn auch seine Franchise-Partner Geld verdienen.

Schritt für Schritt zum eigenen Franchiseunternehmer

An Systemen, die Franchisenehmer suchen, fehlt es in Österreich nicht. Doch auch beim Franchising – wie bei jeder anderen Form der Existenzgründung auch – gilt: eine solide Planung und durchdachte Vorgehensweise ist unerlässlich.  „Franchise-Nehmer sind im Durchschnitt schlecht informiert“, erklärt Rechtsanwältin und Franchise-Expertin Dr. Syslvia Freygner L.L.M, Inhaberin der Freygner Rechtsanwälte in Wien. „Da Franchise-Nehmer am Anfang ihrer Unternehmensgründung meist noch unerfahrene Unternehmer sind, können sie nicht so genau abschätzen, worauf sie sich einlassen und stellen daher oft nicht die richtigen Fragen.  Der klassische Franchise-Nehmer kommt entweder aus einem Angestelltenverhältnis oder startet als Unternehmensgründer. Deshalb bedarf es eines hohen Grades an Aufklärung. Viele Servicestellen der Wirtschaftskammer bieten hierzu ihre Beratung an. Auch die Verträge sollten im Vorfeld genauestens von Professionisten geprüft werden. Ist der Vertrag erst mal unterschrieben ist es meisten zu spät “, so Dr. Sylvia Freygner. Sie rät Unternehmensgründern zu einer gründlichen Planung um Schritt für Schritt zum erfolgreichen Franchise-Nehmer zu werden.
Informationsaustauch und Networking im „Franchisesalon

Eine besondere Möglichkeit des Erfahrungs- und Informationsaustausches bietet auch der von der renommierten Wiener Wirtschaftskanzlei FREYGNER Rechtsanwälte ins Leben gerufene „Franchisesalon“. Erfolgsrezepte werden ausgetauscht, Gemeinsamkeiten zum Thema Marke, Qualitätsanspruch an Produkte und Dienstleistungen sowie Vertriebsstrategien werden in exklusivem Rahmen von den Top-Playern aus der Franchisewirtschaft preisgegeben.  Im direkten Gespräch mit den Unternehmensvertretern haben interessierte Franchisenehmerinnen die Möglichkeit sich über Möglichkeiten einer Partnerschaften zu informieren und Kontakte und Netzwerke zu nützen sowie Informationen zum Thema Gründung einzuholen, um erfolgreich in die eigene Selbständigkeit zu starten.

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