Mariahilf - der sechste Wiener Gemeindebezirk - entstand wie auch andere Bezirke aus ehemaligen Vorstädten Wiens. Im Rahmen der Eingemeindung vieler dieser Gebiete wurde Mariahilf als fünfter Bezirk Wiens eingebaut, wurde aber 1861 zum sechsten Bezirk, nachdem Wieden geteilt wurde und Margareten als fünfter Bezirk entstanden war.
Nach der zweiten Türkenbelagerung wurde Mariahilf dichter besiedelt, weil dieses Gebiet auf der direkten Linie zwischen Wien (das damals noch kleiner war) und dem Schloß Schönbrunn lag. 1862 wurden die nördlichen Gebiete oberhalb der Mariahilfer Straße dem siebenten Bezirk Neubau abgetreten.
Mariahilf ist eng mit der Mariahilfer Straße verbunden, die als eine der wichtigsten Einkaufsstraßen Wiens gilt. Neben diesem Einkaufsparadies ist der Bezirk aber auch durch die Rahlstiege, das Theater an der Wien, das Arik Brauer Haus oder die Fillgraderstiege bekannt. Auch der viel beliebte und gern besuchte Naschmarkt liegt im 6. Bezirk.
Zudem gibt es Verbindungen unter anderem zu Siegfried Marcus, dem Erfinder des Automobils, Ferdinand Raimund, Viktor Adler und Oskar Werner.
Politik:
Bezirksvorsteherin ist Frau Renate Kaufmann (SPÖ). Ihre Stellvertreter sind Herr Dipl. Ing. Peter Chlup (SPÖ) und Herr Werner Haslauer (Grüne). Die Bezirksvertretung mit ihren 40 Bezirksräten zeigt folgende Aufteilung: SPÖ 15, Grüne 12, ÖVP 10, FPÖ 3.

Kaum ein Bezirk der Stadt Wien ist so eng mit einem Unternehmen verbunden wie Ottakring mit dem Ottakringer Bier. Dabei hat der Bezirk noch viel mehr zu bieten.
Der 22. Bezirk ist der größte Bezirk der Stadt Wien, der an seinen Rändern noch viele Hinweise auf die frühere Landwirtschaft aufweist.
Der 10. Wiener Gemeindebezirk gilt seit jeher als ein Arbeiterbezirk und an diesem Image hat sich an Favoriten nichts verändert.
Das alte Wien bestand nur aus dem Gebiet, das der heutige erste Gemeindebezirk von Wien einnimmt.
Mariahilf war früher die Verbindung des alten Wien mit Schönbrunn und ist auch heute eine wichtige Ost-West-Verbindung sowie ein Tourismusmagnet.