Der 19. Wiener Gemeindebezirk, Döbling genannt, war laut bisherigen Aufzeichnungen bereits in der Antike besiedelt. Echte nachprüfbare Dokumente gibt es aber erst vom 13. Jahrhundert. Damals versammelten sich die Menschen bei Gefahr in Verzug in den Festungen am Leopoldsberg, um sich vor Angreifern zu schützen bzw. sich zu verteidigen.
Wie in den meisten Vororten des alten Wien war auch in Döbling der Weinanbau die Haupteinnahmequelle. Und wie auch in anderen Vororten war Pest, mehrfache Plünderung und die Türkenbelagerung Quell grosser Not. Interessant ist sicherlich aber auch, dass die Schlacht am Kahlenberg, auf den Gründen des heutigen Döblings, die Niederlage der Türken bei der zweiten Belagerung besiegelt wurde.
Nach all den schlimmen Ereignissen war es sehr hilfreich, dass Mitte des 19. Jahrhunderts Teile des heutigen Döbling als kaiserliches Jagdrevier genützt wurden. Damit stieg auch der Wert und das Interesse an den umliegenden Bereichen und es wurden verbesserte Strassen angelegt, neue Häuser errichtet und insgesamt ein nachhaltiger Aufschwung eingeleitet.
1892 wurde Döbling dann eingemeindet. Zu dem Zeitpunkt war bereits das erste Villenviertel entstanden, das für die Besserverdienenden zur Verfügung stand. Praktisch als Gegensatz gab es aber auch in Döbling den sozialen Wohnbau, dessen Symbol schlechthin der Karl-Marx-Hof ist, der auch 1934 beim Arbeiteraufstand eine zentrale Rolle spielte.
Mit dem Kahlenberg und dem Leopoldsberg hat Döbling zwei sehr wichtige Ausflugsziele auf seinem Gebiet. Natürlich auch der Karl-Marx-Hof eine Reise wert und Döbling ist auch durch die Vienna, dem ersten österreichischen Fussballklub in der Geschichte mit Heimat auf der Hohen Warte bekannt.
Politik:
Bezirksvorsteher ist Herr Adolf Tiller (ÖVP). Seine Stellvertreter sind Herr Ing. Hannes Trinkl (ÖVP) und Herr Wolfgang Walluch (SPÖ).
Die Bezirksvertretung besteht aus 46 Bezirksräten, wobei die ÖVP 20 stellt, die SPÖ 16, Grüne 6 und FPÖ 4.

Auf den Hängen des Leopoldsberges entschied sich die Schlacht gegen die Türken. Das damalige Wien bestand aus dem heutigen ersten Wiener Gemeindebezirk.
Vom 19. Bezirk kommt man via Bahn, Auto oder auch per Rad direkt nach Klosterneuburg, einer der grünsten Städte Österreichs.
15:51
Dr. H. Wallnöfer