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21.Bezirk-Floridsdorf

Geschichte von Wien-Floridsdorf

Informationen über die Geschichte von Wien-Floridsdorf

Chronik von Wien-Floridsdorf

Seit dem Jahr 1904 gehört Floridsdorf als 21. Bezirk zu Wien.

Aber schon in der Jüngeren Steinzeit (ca. 4000 bis 2000 Jahre vor Christus) - zu einer Zeit, als in Ägypten die Pyramiden entstanden - siedelten Menschen in der Gegend des Bisambergs. Steinbeile und Topfreste Topfreste geben Zeugnis von einer Besiedlung dieses Gebietes. Die Menschen waren damals Jäger.

Erst als das Klima wärmer wurde, begann man mit der Haltung von Tieren. Die Menschen bauten sich erstmals Unterkünfte mit festen Wänden (Wohngruben) und schufen Töpfe aus gebranntem Lehm.

Etwa 1000 vor Chr. kannten die Menschen schon Metall (Bronze). Aus diesem Metall wurden Waffen und Schmuck hergestellt. Viele solche Gegenstände fand man in Leopoldau; sie sind im Bezirksmuseum zu besichtigen.

Ungefähr 500 Jahre vor Chr. kamen die Kelten aus England und Frankreich auch in das Gebiet des heutigen Floridsdorf Dieser Volksstamm (auch Gallier genannt) verwendete schon Gold- und Silbermünzen, erfand neuartige Geräte und trieb Handel und Gewerbe.

Als die Römer kamen, verloren die Kelten ihre Macht. Das Floridsdorfer Gebiet war lange Zeit Niemandsland, in dem zugewanderte Germanen lebten, die den Römern viele Kämpfe lieferten.

Nach dem Ende der Römerherrschaft lebten Langoharden, Awaren und Slawen in unserem Gebiet.

Kaiser Karl der Große besiegte die Awaren, und nun kamen die Bayern ins Land. Diese wiederum wurden von den Magyaren besiegt. Das Land wurde wieder frei, als Otto I. die Magyaren vertrieb.

Vor ungefähr 1000 Jahren wurden die Babenberger als Markgrafen in unserem Gebiet eingesetzt. Im Jahr 1014 wurde zum ersten Mal ein Ortsteil unseres Bezirkes erwähnt: Jedlesee - damals Outcinesse (See des Uz)

Die vielen Arme der Donau boten der Bevölkerung am linken Donauufer Sicherheit in Kriegszeiten. Nun aber, als der Handel sich ausweitete, waren die vielen Arme der Donau hinderlich. Erst vor 550 Jahren wurden die ersten Brücken über die Donauarme erbaut. Vorher gelangte man nur mit Fähren über die Donau.

Unter anderem baute man eine kleine hölzerne Brücke an der Stelle der heutigen Floridsdorfer Hauptstraße beim Wasserpark, die große Taborbrücke. Über den kleinsten Wasserlauf der Donau führte das "Kuhbrückl". Es befand sich kurz vor der Gabelung der beiden Hauptstraßen nach Böhmen und Mähren. Hier (Am Spitz) entstand eine neue Ansiedlung: Floridsdorf. Die Siedlungen entlang der Hauptstraßen (Jedlesee, Jedlersdorf, Stammersdorf, Donaufeld) wuchsen schnell, während zum Beispiel Leopoldau lange Zeit ein kleines Bauerndorf blieb, weil es an keiner Hauptstraße lag. Der Bau der Eisenbahn und die Donauregulierung förderten besonders das Wachstum der Ortsteile Jedlersdorf, Floridsdorf und Donaufeld.

Schwere Zeiten für Floridsdorf

Große Teile des 21. Bezirkes wurden immer wieder von verheerenden Überschwemmungen heimgesucht. Erst die Donauregulierung (1870 -75) machte diesem Übel ein Ende. Großfeuer vernichteten oftmals Teile einzelner Ortschaften (Leopoldau, Stammersdorf 1850, Strebersdorf 1822). Kriegerische Einfälle der Hussiten, Ungarn, Böhmen, Türken und Schweden fügten den Gemeinden bedeutende Schäden zu.

1529 1.Türkenbelagerung; besonders arg wüteten die Türken in Groß Jedlersdorf und Jedlesee.

1645 kamen die Schweden bis Jedlesee. Stammersdorf war während des Schwedenkrieges Hauptquartier des schwedischen Heeres.

1683 2. Türkenbelagerung; Karl von Lothringen schlug in der Nähe des Bisamberges die Türken in die Flucht.

1805 trafen einander Kaiser Napoleon und Erzherzog Karl in der Poststation von Stammersdorf.

1809 zwang in einem Gefecht in der heutigen Schwarzlackenau Major O'Brien die Franzosen zum Rückzug.

Seuchen wüteten immer wieder unter den Bewohnern vieler Floridsdorfer Gemeinden. Der Pest fielen besonders in den Jahren 1679 und 1713 viele Bewohner zum Opfer. Coleraepidemien sind uns vor allem aus den Ortschaften Strebersdorf, Leopoldau und Jedlesee überliefert.

1939 - 1945 während des Zweiten Weltkrieges erlitt Floridsdorf schwere Schäden durch Bombenangriffe.

 

Text + Bild: Gerhard Frey

 

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