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Groß Enzersdorf: Geschichte

Lesen Sie hier mehr über die lange Geschichte von Groß-Enzersdorf in Niederösterreich. Von der Gründung, die vermutlich 1030 durch das Hochstift Freising erfolgte, über die Verleihung des Stadtrechtes 1396 und die 800-Jahr-Feier, bis zu neueren Projekten der Stadtgemeinde.

Mauerreste in Groß Enzersdorf
© Feldkurat Katz | Ruinen von der Stadtburg in Groß Enzersdorf

Groß Enzersdorf - Historischer Überblick

um 1030 dürfte Groß-Enzersdorf durch das Hochstift Freising gegründet worden sein. Zuerst wurde als Amtssitz für die Verwaltung ein Gutshof mit der dazugehörigen Kapelle errichtet. Aus dem Gutshof wurde bald ein befestigter Platz und später eine Burg mit Mauern, Wall und Graben.

1160 erste urkundliche Nennung von "Encinesdorf".

1189 Verleihung des Marktrechtes. Der Wochenmarkt diente vorwiegend dem Körnerhandel. Das Hochstift wurde mit dem Landgericht und der Blutgerichtsbarkeit ausgestattet.

1202 wurde die Kirche erstmalig genannt.

1396 Verleihung des Stadtrechtes und des Stadtwappens. Die Stadtmauer wurde erbaut.

1483 wurde Enzersdorf von den Truppen des Ungarnkönigs Matthias Corvinus erobert und zerstört.

1493 wurde das Jahrmarktsrecht verliehen. 15.-17. Jhdt. brachte durch das schlechte Klima viele Missernten. Dazu gesellten sich Brände, Überschwemmungen, Seuchen und andere Naturkatastrophen, sowie die ständige Kriegsgefahr.

1803 wurde das Hochstift Freising verstaatlicht, Enzersdorf wurde Staatsbesitz.

1809 diente die befestigte Stadt als Zufluchtsort vor den Franzosen.

1838 ging der gesamte Gutskörper an die kaiserliche Familie über.

1850-1897 war Enzersdorf Sitz der Bezirksverwaltung.

1875 konnte die Hochwassergefahr durch den Bau des Hochwasserschutzdammes gebannt werden. 19. Jhdt. Wurde die bisher landwirtschaftlich orientierte, mittelalterliche Siedlung zu einer Wohngemeinde der industriell-städtischen Periode geformt.

1914-1918 Erster Weltkrieg, Groß-Enzersdorf ist Garnison.

1918-1938 herrschte eine rege Bautätigkeit.

1938 wurde Groß-Enzersdorf in den Bereich der Stadt Wien einverleibt.

1938-1945 Zweiter Weltkrieg, Groß-Enzersdorf ist Garnison.

1945-1954 Stillstandsperiode. Wien war an einer Förderung nicht interessiert, da Groß-Enzersdorf an Niederösterreich zurückgegeben werden sollte.

1954 am 1. September 1954 wird Groß-Enzersdorf wieder von einer eigenen Gemeindeverwaltung verwaltet und gehört seither wiederum zum Lande Niederösterreich.

1955 ordentliche Konstituierung der Gemeindeverwaltung. Die Gemeinde Wien beginnt mit der Rückstellung der Besitzungen.

1957 Erweiterung des Gerichtsbezirkes Groß-Enzersdorf von 13 auf 26 Gemeinden.

1958 wurde die öffentliche Müllabfuhr eingeführt. 1957-1959 Neueinrichtung der öffentlichen Strassenbeleuchtung, Renovierung der Stadtpfarrkirche, Bau der Wohnhausanlage "Jubiläumshof". Erwerb des Gemeindewohnhauses "Auhof".

1960 Durchführung der "800-Jahrfeier" (erste urkundliche Nennung 1160).

1961 Elektrifizierung der Badgasse und der Kleingartensiedlung. Ankauf einer Tragkraftspritze und eines leichten Löschfahrzeuges für die Stadtfeuerwehr. Errichtung eines Spielplatzes im Anschluss an den Schulhof der Volksschule. Durchführung der Hausnumerierung. Errichtung eines Sportplatzes.

1962-1963 Errichtung eines Werkes durch die Firma Unilever. Herstellung der Industriestrasse und Einbau einer Zentralheizung in der Schule.  Instandsetzung des Stadtsaales.

1966-1967 am 22. April 1966 wurde das Wählamt Groß-Enzersdorf eingeschaltet. Beginn des Bauabschnittes 2 der Kanalisation. Eröffnung das Rot-Kreuz-Hauses und des Autokinos.

1968 Erstellung eines Projektes für den Hauptschulneubau. Vergabe der Arbeiten für die Errichtung eines Heimatmuseums im Rathaus. Eröffnung des neuen Feuerwehrdepots. Beginn des Bauabschnittes 3 der Kanalisation.

1969 Ausbau der Rathausstrasse und der Lobaustasse, Instandsetzung der Gehsteige. Verkauf eines Grundstückes an die Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft "Unitas" zur Errichtung von 417 Eigentumswohnungen. Auflassung des Vermessungsamtes in Groß-Enzersdorf.

1970 Instandsetzung der Kaiser-Franz-Josef-Strasse und der Gehsteige. Erstellung eines Generalprojektes für den weiteren Ausbau der Ortskanalisation. Beschlussfassung für die Errichtung eines zweiten NÖ Landeskindergartens. Einstellung der Straßenbahnlinie 317. Ersetzt durch die Autobuslinie 26A.

1971-1972 Gemeindezusammenlegung durch die NÖ Landesregierung. Groß-Enzersdorf wird Großgemeinde. Bau der neuen Hauptschule.

1974 die neue Aufbahrungshalle wird der Bestimmung übergeben.

1976 Der Kindergarten "Am Weinling" wird eröffnet.

1977-1985 steter Zuzug von Neubürgern. Rege Bautätigkeit in allen Ortsteilen der Großgemeinde. Modernisierung der städtischen Verwaltung und kommunaler Einrichtungen. 

1986-1992 Projektierung und Bau einer "Öffentlichen Wasserleitung", Bezug des Wassers durch die NÖSIWAG. Bau einer "Vollbiologischen Kläranlage". Errichtung von "Biotopen" in Franzensdorf und Schönau a.d. Donau. Errichtung einer "Zentralen Müllsammelstelle" mit getrennter Entsorgung. Erweiterung des Kindergartens "Am Weinling" um zwei Gruppen.

1994-1995 Projektierung und Bau eines zweigruppigen NÖ Landeskindergartens in Wittau. Feierliche Eröffnung am 6. Oktober 1995.

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