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Twin City Liner

Mit dem Schiff von Wien nach Bratislava

Die Schiffsverbindung Wien - Bratislava bringt Sie in nur 75 min von einem Stadtzentrum ins andere. Eine Fahrt eignet sich ideal für einen Familienausflug oder als romantischer Kurztrip. Hier finden Sie Wissenswertes zu Passagierzahlen, technischen Details und dem Unternehmen. Außerdem tolle Bilder von den Twin City Liner Schnellkatamaranen. Inklusive Reisebericht!

Ein Twin City Liner fährt gerade entlang des Donaukanals in Wien.
© Manfred Werner | Einer der beiden Schnellkatamarane

Eine Reise mit dem Twin City Liner – ein ganz besonderes Erlebnis

Schon beim Betreten des Schiffes fühlen sich die Passagiere gut aufgehoben und wohl, dürfen in bequemen Polstersesseln im weitläufigen Innenraum des Schiffes Platz nehmen und durch die rundherum großen Glasfenster - die jeden Platz zu einer kleinen Aussichtsplattform machen – das draußen geschehende beobachten. Legt der Schnellkatamaran dann ab, schippert er zuerst etwas langsamer den Donaukanal abwärts und nimmt bei der Urania bereits Fahrt auf bis er den Donaustrom erreicht, wo er dann richtig Gas gibt. In nur wenigen Sekunden hat der Twin City Liner die Reisegeschwindigkeit  - wie der Kapitän über Lautsprecher verkündet -  von 37 Knoten, also fünfzig oder gar sechzig Stundenkilometern erreicht.

Nach nur kurzer Zeit hat das Schiff die Bundeshauptstadt auch schon hinter sich gelassen. Die Passagiere können sich nun entspannt zurücklehnen und den Ausblick auf die idyllische Ufer-Landschaft genießen: dichte Auwälder, die bis ans Wasser reichen, da und dort ein anderes Schiff, ein Schleppkahn oder ein Donaukreuzfahrtsschiff, die einfach überholt werden; auf der rechten Seite das Städtchen Hainburg immer näher kommend zu sehen, dann die stolze  Burg Theben auf der linken Seite  - und schon ist das Ziel in Sicht:  Bratislava mit seinen Donaubrücken. Nach 75 Minuten Fahrzeit  legt das Schnellboot Twin City Liner am Donaukai, nur ein paar Gehminuten von der Altstadt der slowakischen Hauptstadt entfernt, an.

Kartenreservierung und Preise

Der Twin City Liner fährt in Wien von der Anlegestelle beim Schwedenplatz (Abgang Marienbrücke, 1010 Wien) ab (bis zu fünf Mal täglich).

Telefonische Buchung

Mo-Fr: 9:00 Uhr-18:00 Uhr: +43 1 588 80 101 oder: +43 1 588 80 102

Sa, So, Feiertag: 9:00 Uhr-16:00 Uhr: +43 1 588 80 0

Buchung im Internet

>> Per Internet eine Fahrt mit dem Twin City Liner buchen.

Preise

Die Preise sind abhängig von Fahrzeit und Wochentag. Ziel der Preisgestaltung war und ist es, einerseits keine Zweiklassentarife für Österreicher und Slowaken zuzulassen, andererseits für Pensionisten oder Familien durchaus attraktive Angebote zu ermöglichen.

Das Schiff ist behindertengerecht ausgestattet und die Mitnahme von Hunden und Fahrrädern ist möglich.

>> Infos zum Fahrplan des Twin City Liners

>> Infos zu den Tickets für den Twin City Liner

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Infos rund um Twin City Liner I und II

Die zwei Schnellkatamarane fahren täglich nonstop von Linz nach Wien und pendeln bis zu fünf Mal täglich zwischen Wien und Bratislava.

Die Flotte besteht aus zwei Schiffen, dem Twin City Liner I, mit dem die Schiffsverbindung im Jahr 2006 gestartet wurde, und dem Schwesternschiff Twin City Liner II, welches im Jahr 2008 geliefert seither ebenfalls auf der Strecke Wien - Bratislava im Einsatz ist.  Beide Schiffe gleichen einander hinsichtlich Optik und Ausstattung wie ein Ei dem anderen, wobei der Twin City Liner I - der Linzer Werft - eine Captains Lounge hinter der Kapitänsbrücke hat.  Damit verfügen beide Schiffe über besonders bequem ausgestattete Zusatzkabine mit acht Plätzen, sowie über zwölf Sitzplätze am oberen Freideck des Twin City Liner I, sodass man auf beiden "Twinnis" bei Schönwetter auch am Oberdeck reisen kann. Beide Schiffe verfügen über eine  Gesamtkapazität von 126 Sitzplätzen. Hinsichtlich des Designs sind die bieden Twin City in elegantem Weiß und Rot lackiert, und in Hinblick auf technische Feinheiten sind natürlich beide Schnellkatamarane mit einer exzellent funktionierenden Klimaanlage ausgestattet für noch angenehmere Temperaturen - auch an ganz heißen Tagen - sorgt.

150.000 Passagiere in zwei Jahren

"Seit dem Start des Twin City Liner im Jahr 2006 wurden bereits bis ins Jahr 2008 über 340.000 Menschen befördert. Allein im Jahr 2008 waren es rund 150.000 Passagiere, bei einer durchschnittlichen Jahresauslastung von 73 Prozent mit beiden Schiffen. Insgesamt waren die beiden Schiffe rund 3.800 Mal zwischen Wien und Bratislava unterwegs und haben dabei über 250.000 Kilometer zurückgelegt. Die Twin City Liner sind viel mehr als nur eine Schiffsverbindung, sie sind ein Symbol für das Zusammenrücken zweier Hauptstädte und ein gutes Beispiel für eine gelebte Nachbarschaft", erklärte Wien Holding-Direktor Komm.-Rat Peter Hanke.

Der Twin City Liner als ein Musterbeispiel erfolgreicher Zusammenarbeit städtischer und privater Wirtschaftsunternehmen. Beim Twin City Liner arbeitet die Wien Holding  im Rahmen eines Public Private Partnership-Modells mit der Raiffeisen Landesbank NÖ-Wien als Partner aus der Privatwirtschaft zusammen. Um den Twin City Liner zu realisieren, wurde die Central Danube Region Marketing & Development GmbH (CDR) gegründet, die Initiator, Projektentwickler und Schiffseigner ist. An dieser Gesellschaft sind die Wien Holding und die RLB NÖ-Wien mit jeweils einem Anteil von 50 Prozent beteiligt.

Weitere Partner:  DDSG Blue Danube Schifffahrt GmbH und die Wiener Donauraum Länden sowie die Ufer Betriebs- und Entwicklungsgesellschaft. Beide Unternehmen gehören ebenfalls zum Wien Holding-Konzern.

Geschichte der Twin City Liner-Verbindung  

Ins Leben gerufen wurde die Idee des TWIN CITY LINERs bei einer Veranstaltung der Städte Bratislava und Wien im Jahr 2003: Wiens Bürgermeister Michael Häupl präsentierte die erfolgreiche Zusammenarbeit der Wirtschaft beider Städte und die Initiative "Centrope". Bratislavas Bürgermeister Andrej Durkovsky erinnerte an die frühere sympathische Verkehrsverbindung zwischen Wien und Bratislava, die "gute, alte" Straßenbahn. Die gemeinsame Entwicklungsgesellschaft von Raiffeisen und der Stadt Wien, Central Danube nahm den Ball auf und entwarf ein Public-Private-Partnership-Modell zur Realisierung eines gleichzeitig sympathischen wie effizienten Verkehrsträgers: die Innenstadtbereiche der beiden Metropolen sollen am Wasserweg durch eine Schnellschiff-Linie miteinander verbunden werden. "Unser Interesse liegt in einer engeren Zusammenarbeit zwischen Bratislava und Wien. Nur gemeinsam, das heißt als erfolgreiche Region, können wir im globalen Wettbewerb bestehen", betont Wiens Vizebürgermeister Sepp Rieder.

Tatiana Mikusova, Vizebürgermeisterin von Bratislava: "Die beiden Städte Wien und Bratislava – übrigens die an nähesten beieinander liegenden EU-Hauptstädte – kommen sich durch diese Initiative noch einen Schritt näher. Dies ist ein Meilenstein für Folgeprojekte in unserer Städtepartnerschaft.“ Um eine echte City-to-City-Verbindung zu bieten, wird das Schiff in Wien nicht vom Personenhafen an der Donau bei der Reichsbrücke abfahren: Als Ein- und Ausstiegsstelle in Wien wurde der Schwedenplatz, Abgang Marienbrücke gewählt. Damit wird auch die zeitintensive Benützung der Schleuse Freudenau vermieden. Das Schnellboot fährt vom Zentrum Wiens über den Donaukanal und die Donau und erreicht in 75 Minuten die unmittelbar an der Altstadt  gelegene Anlegestelle in Bratislava. Durch den Einsatz eines innovativen Schnellschiffes wird eine Trendwende im Image der Schifffahrt in Österreich eingeleitet werden. Seit den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts hat es keine Initiativen zum Angebot neuer Schiffstechnik gegeben.

Schließlich bietet der TWIN CITY LINER eine wichtige Möglichkeit zur Verwirklichung des Centrope-Gedankens: die beiden Stationen am Schwedenplatz in Wien bzw. an der Donaulände in Bratislava fungieren als Tore zu Bratislava bzw. zu Wien in der jeweils anderen Stadt. In den Stationen wird neben Einkaufsmöglichkeiten und Kulinarik das aktuelle Angebot der anderen Stadt vorgestellt werden, sodass eine Reise nach Bratislava bzw. nach Wien bereits vor der Abfahrt gut vorbereitet werden kann.

In Wien wie in Bratislava wird ein Stationsgebäude bzw. ein Abgang für die Linienverbindung gebaut und zur Verfügung gestellt: In Bratislava wird zu diesem Zweck das denkmalgeschützte "Propellerhaus" von der Stadt adaptiert und eingebracht, in Wien wird ein attraktiver Zugang zum Donaukanal in Form einer "Schiffsstation Wien City" von der Wien Holding-Tochter Donauraum Wien bis 2007 realisiert.

Technische Details

Die Befahrung des Donaukanals ist aufgrund des niedrigen Wasserstandes, vor allem in den Sommermonaten, mit herkömmlichen Schiffen nur unzuverlässig möglich. Daher entschied sich Central Danube für eine innovative Schiffstechnologie, einen Schnellkatamaran in Leichtbauweise (Aluminium) mit Jetantrieb. Er wurde vom norwegischen Schiffbauspezialisten Båtservice Mandal als Prototyp eigens für den Linienverkehr zwischen Wien und Bratislava entwickelt und wird nun von Herbst 2005 bis Frühjahr 2006 in Südnorwegen gefertigt. Das Boot wird im Frühjahr über das Skagarak, die Nordsee und das Europäische Binnenwasserstraßensystem nach Wien überstellt.  

Das Schiff bietet mit einer Spitzengeschwindigkeit von 60 km/h nicht nur ein High- Speed-Erlebnis sondern auch High-Comfort: Der Katamaran ist vollklimatisiert, verfügt über bequeme First-Class-Bestuhlung, Panoramafenster und ein Panoramadeck. Die Fahrgäste können sich an einem Bord-Buffet mit Snacks und Drinks versorgen.

Die sensiblen Fragen des Tiefgangs und des Wellenschlages wurden in einem aufwendigen Modellversuch in der Österreichischen Schiffbautechnischen Versuchsanstalt untersucht. Das Schiff ist mit einem getesteten und vertraglich garantierten Tiefgang von 0,8 Metern tauglich für Donau und Donaukanal, der Wellenschlag ist geringer als der von den derzeit auf dem Donaukanal fahrenden Ausflugsschiffen.  

Zielgruppe sind nicht nur ausländische Wien-Touristen, denen mit dem Schiff ein mehrstündiger Bratislava-Aufenthalt angeboten werden kann, sondern auch die Bürger der Städte und aus den Einzugsgebieten um Bratislava und Wien, die die Schifffahrt bislang nicht oder mit einer anderen Erwartungshaltung wahrnehmen. Auch für Geschäftsreisende dürfte die Schiffsverbindung ein interessantes Angebot darstellen, weil sämtliche Unwegbarkeiten einer Autofahrt (Parkplatzsuche, Wartezeiten an der Grenze) bzw. einer Bahnfahrt (keine Ankunft in den Stadtzentren) wegfallen.

Die Normalsaison dauert von Beginn Mai bis Ende Oktober: zu dieser Zeit gibt es täglich verlässlich und pünktlich drei Abfahrten von Wien bzw. drei Abfahrten von Bratislava. Es handelt sich also um den ersten täglichen Linienverkehr zwischen den beiden Städten auf der Donau. Außerhalb der Liniensaison steht das Schiff für Sonderfahrten (Charter) auf der Donau bzw. dem Donaukanal zur Verfügung.

Das Unternehmen

Central Danube Region Marketing und Developement GmbH ist der Initiator, Projektentwickler und Schiffseigner. Die DDSG Blue Danube Schifffahrts GmbH, ein Unternehmen der Wien Holding ist als Betreiber des TWIN CITY LINERS "mit an Bord". Die Wiener Donauraum Länden und Ufer Betriebs- und Entwicklungsgesellschaft ist Partner bei allen Länderthemen.  

Central Danube erfüllt durch das Projekt den Auftrag ihrer beiden Gesellschafter Wien Holding und Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien: Etablierung von PPP-Modellen in der Central Danube Region. Die Stadt Wien und Raiffeisen haben in der Stadt Bratislava einen kongenialen Partner gefunden.

Lesen Sie zur Fahrt mit dem Twin City Liner in die Lange Nacht der Museen: Twin City in die Lange Nacht der Museen


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