Stadtplan Zukunft: Wie könnte ein solcher aussehen? Und wie könnte ein Stadtplan Wien Zukunft aussehen? Unbestritten ist, dass der herkömmliche, gedruckte Stadtplan seine Vorteile und vor allem seinen eigenen Charme hat. Schließlich hat das E-Book bis jetzt auch noch nicht den herkömmlichen, in gedruckter Form erhältlichen Roman ersetzt. Dennoch gilt in Sachen Stadtplan, auch beim Stadtplan Wien, dass der technische Fortschritt nicht aufzuhalten ist. Der Stadtplan der Zukunft, auch der Stadtplan Wien, wird wohl elektronisch und dreidimensional ausfallen. Basismodelle von 3D-Stadtplänen sind bereits heute auf dem Markt. So gibt etwa die Potsdamer RSS GmbH interaktive Luftbild-Stadtpläne und Landkarten in 3D heraus. Im Angebot finden sich etwa eine virtuelle 3D-Karte von Berlin ebenso wie ein interaktives dreidimensionales Modell der Alpen. Der Nutzer hat die Möglichkeit, die angesehene Region schon daheim virtuell zu erkunden, sei es im Internet oder auf DVD. Wie ein Hubschrauberpilot fliegt man mit dem dreidimensionalen Stadtplan über die Stadt. Per Mausklick können mehr als 2000 Sehenswürdigkeiten sowie bei Bedarf auch öffentliche Verkehrsverbindungen eingeblendet werden. Die Adressdatenbank wird über eine Internetverbindung immer auf dem neuesten Stand gehalten. Da die Welt an sich eine dreidimensionale ist, wird der Stadtplan mit der 3D-Darstellung um einiges weniger abstrakt. So mancher wird sich wohl nach einer Umgewöhnungsphase mit einem derartigen Stadtplan leichter zurechtfinden als mit der althergebrachten 2D-Version.
Den Stadtplan der Zukunft in die Gegenwart transportiert hat Google mit seiner Software Google Earth, auch für den Stadplan Wien der Zukunft. Google Earth stellt einen interaktiven, virtuellen Globus dar, mit dem man sich auf der ganzen Welt umsehen kann. Es ist ein weltweites geographisches Informationssystem, das dem User zahlreiche Möglichkeiten bietet. Die Basisversion von Google Earth kann kostenfrei aus dem Internet heruntergeladen werden und arbeitet mit Satelliten- und Luftbildern. Ländergrenzen, Verkehrsnetze oder Ortschaften können eingeblendet werden, Google Earth kann aber auch als Online Stadtplan verwendet werden. Außerdem kann man virtuell bis zum eigenen Haus fliegen. So enthält das Programm etwa eine ganz klassische Suchfunktion, mit der man sich in einer Stadt den Weg von A nach B anzeigen lassen kann. Google Earth zeigt diesen sowohl grafisch in der Satellitenansicht an, als auch durch simple Anzeige der passierten Straßennamen. Solche Wegbeschreibungen können gespeichert werden, und bei Bedarf zeigt das Programm auch interessante Punkte wie Restaurants, Tankstellen, usw. an. Für diejenigen, denen diese Funktionen noch nicht genügen, gibt es eine erweiterte, kostenpflichtige Version von Google Earth. Diese beinhaltet unter anderem die Unterstützung von GPS-Geräten sowie eine hochauflösende Druckfunktion.
Über den Stadtplan der Zukunft nachzudenken bedeutet natürlich auch ein Nachdenken über die Zukunft der Navigationsgeräte. Realistische 3D-Bilder könnte es in absehbarer Zukunft auch bei den NAVIs für Auto und Fußgänger geben. In Japan etwa ist dies schon real. Hier fahren mit Kameras ausgerüstete Autos durch die Städte und nehmen die Straßenzüge auf. Der Stadtplan der Zukunft wird also auch in der verkleinerten Version realistischer ausfallen. Auch in Wien ist ein ähnliches Projekt angelaufen: Das Forschungsprojekt Wiki Vienna will mittels Handykamera-Bildern ein dreidimensionales, virtuelles Modell der Wiener Innenstadt erstellen, einen hypermodernen Stadtplan Wien also. Die NAVIs der Zukunft könnten nicht nur dreidimensional, sondern auch multifunktional sein. Über eine Internetverbindung könnten zusätzliche Informationen zur Wegbeschreibung abgerufen werden. So könnte etwa das China-Restaurant ums Eck nicht nur angezeigt werden, sondern das NAVI könnte auch gleich die Speisekarte dazu mitliefern. Zwei Hersteller – Navteq und Tele Atlas arbeiten bereits unabhängig voneinander daran, von 50 Großstädten bis Ende 2008 einen virtuellen 3D Stadtplan zu erstellen. Einziges Manko: Ob der Speicherplatz bei der aktuellen Generation von Navigationsgeräten hierfür ausreichend ist, ist mehr als fraglich.
Auch GPS-Handys werden wohl eine Technologie sein, die im Zusammenhang mit dem Stadtplan der Zukunft eine große Rolle spielt. Bereits jetzt gibt es einige recht brauchbare Mobiltelefone mit Navigationsfunktion am Markt. Das multifunktionale Gerät, mit dem man zu einem erschwinglichen Preis telefonieren, Musik hören, fernsehen, fotografieren, filmen und den Stadtplan abrufen kann, ist wohl nicht mehr weit.
Autor: Andreas Lassnig