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Stadt Graz

Graz ist natürlich, wie alle historischen Städte, nicht von heute auf morgen entstanden. So hat der Stadtplan Graz und die Stadt selbst eine bis in die Steinzeit zurück reichende fundierte Geschichte. Bereits um 3000 v. Chr., sprich in der Kupfersteinzeit, wurde das Gebiet um den Grazer Schloßberg besiedelt und es konnten mehrere Befestigungen nachgewiesen werden. Die damals angesiedelten Volksstämme begannen sich, trotz teilweise feindlicher Gegenüberstellung, zu politisieren und spezialisieren.

Von der Stadt Graz, geschweige denn einem Stadtplan Graz war jedoch noch lange nicht die Rede. Zu Zeiten der römischen Kaiserzeit war das Grazer Feld – durch zahlreiche Funde bewiesen - eine dicht besiedelte Agrarlandschaft (die größte bekannte römische Anlage der Steiermark befand sich im Bereich des heutigen Flughafens Graz-Thalerhof, wurde allerdings beim Ausbau in den 1940er Jahren zerstört). Auf Grazer Boden hat sich in dieser Zeit zwar keine römische Siedlung befunden, aber überregionale Verkehrswege, wie etwa die "strata hungarica" (im Mittelalter) und die "Römerstraße" (heute Alte Poststraße), sind bis heute erhalten geblieben.

Die Entstehung des Stadtnamen "Graz"

Nachdem im 6. Jahrhundert Slawen in das dünnbesiedelte Land eingedrungen waren gründeten sie - auf dem Gebiet des heutigen Kärntens, der Steiermark und der Krain - das Fürstentum Karantanien, wo sie später auch eine "kleine Burg",(slowenisch "gradec") errichteten, woraus sich der Ortsname "Graz" ableitete (frühere Schreibweise: "Gratz" und bis ins 19. Jahrhundert "Grätz").

Erste Schritte zum Stadtbild bzw. Stadtplan Graz
Um nach dem endgültigen Sieg über die Ungarn – im Jahre 955 – erneute Angriffe abwehren zu können, ließ Otto der Große in den Randgebieten Grenzmarken (das Grazer Gebiet erstreckte sich bis an die mittlere Mur), errichten, die Markgrafen unterstellt waren.

Ein sehr entscheidendes Jahr für die Steiermark, sowie für den zukünftigen Stadtplan Graz und die Stadt selbst, war 1122: Das Geschlecht der Eppensteiner starb aus und der Grundbesitz ging auf die Traungauer über. Anno dazumal gehörte das Grazer Gebiet noch nicht zum Besitz der Traungauer, sondern - von der Mur bis vor Sankt Ruprecht an der Raab - dem Hochfreien Bernhard von Stübing, der zunächst eine romanische Herrschaftsburg auf dem Schlossberg errichten ließ, womit er zur Weiterentwicklung der zivilen Stadt beitrug, da direkt unterhalb der neuen Burg, auf dem Gebiet des heutigen Freiheitsplatzes, zwischen 1125 und 1130, der dazugehörige Meierhof gegründet wurde, wo ein eigenes Gewerbe- und Marktzentrum im Bereich der heutigen Sackstraße entstand – eines der ersten "Puzzlesteine" für die Entstehung des "Stadtplan Graz".

Graz und seine erste urkundliche Erwähnung
Eine erstmalige – leider undatierte – urkundliche Erwähnung der Stadt Graz dürfte sich auf einer Urkunde des Markgrafen Leopold befinden, mit der er seinem Ministerialen Rüdiger einige Güter bei Hartberg überließ. Die Original-Urkunde existiert zwar nicht mehr, dennoch dürfte sie - einer Abschrift aus dem 15. Jahrhundert nach - im letzten Drittel des 12. Jahrhundert verfasst worden sein. Die erste gesicherte Erwähnung der Stadt Graz stammt aus dem Jahre 1140, als Udalrich von Graz die Errichtung des Augustiner-Chorherren-Stiftes zu St. Marein an der Feistritz (heute: Abtei Seckau) durch Adalram von Waldeck in einem Dokument bezeugte.

Das Wappen der Steiermark
Im Jahre 1160 wurden – unter der Herrschaft Ottokar III. - mit der Annahme eines Hauswappens (Panther) und der Bezeichnung des Markgrafen als princeps (Fürst) die Äußerlichkeiten für eine abgeschlossene Landesbildung erfüllt. Auch die Gründung des zweiten, großen Grazer Marktes, auf dem Boden des heutigen Hauptplatzes, fand in diesem Jahr statt und war zugleich ein weiterer Schritt in Richtung Stadtplan Graz.

Die erste Stadtmauer und ein eigenes Wappen für Graz
Die ersten Aufzeichnungen, die von einer Ummauerung des Marktes sprechen, stammen aus dem Jahr 1233. Damals umschloss die Grazer Ringmauer den Siedlungsbereich um den Markt und die unmittelbar daran anschließenden ältesten Vororte. Die für die Bildung des Stadtplan Graz essenzielle Stadtmauer verlief vom Schloßberg zur heutigen Ursulinenkirche, entlang der Nord- und Murseite des Palais Attems und überquerte die Murgasse; sie zog - die Franziskanerkirche einschließend - an der Hinterseite der östlichen Häuserreihe im Kälbernen Viertel weiter, bis sie vor der Albrechtgasse schräg von der Mur abbog. Nun führte die die Grazer Stadtmauer weiter entlang der Westseite des alten Joanneums zur heutigen Ecke Kalchberggasse/Schmiedgasse und hier entlang der Häuserfront Hans-Sachs-Gasse bis zum Tummelplatz. Die Ostmauer zog von hier an mitten durch den Häuserblock östlich des Bischofplatzes und ging hinter der östlichen Häuserzeile der Färbergasse weiter. Die Sporgasse, unterhalb der Stiegenkirche, überquerend zog sich die Mauer zur unteren Burg in die Nähe des Uhrturms weiter.

Mit den beiden Märkten, einer Befestigung und sogar einer eigenen Gerichtsbarkeit waren nun alle für den Stadtplan Graz sowie für eine Stadt an sich notwendigen äußerlichen und rechtlichen Merkmale gesammelt, und sogar erste Vorstädte begannen sich zu entwickeln. Ein offizielles - für jedermann sichtbares - Zeichen wurde um 1245 durch ein eigenes Grazer Wappen, das an das steirische angelehnt war, gesetzt.

Nebenbei sei erwähnt, dass Graz von 1379 bis 1619 habsburgische Residenzstadt war. Während der Residenz der Habsburger wurde u.a. im Jahre 1585 die erste Universität von Erzherzog Karl II. von Innerösterreich gegründet und 1586 die Lateinschule (das spätere Akademische Gymnasium am Tummelplatz) der neuen Universität zu Graz angegliedert; im selben Jahr wurde diese an die Societas Jesu übergeben, mit dem Ziel allen sozialen Schichten eine elitäre Ausbildung ermöglichen zu können.

Auch italienische Künstler und Baumeister prägten das Bild der Stadt und erschufen so den Stadtplan Graz mit. Eines der bekanntesten Bauwerke ist das - im Renaissancestil erbaute – Landhaus, in dem die steirischen Landstände tagten.

Gründerzeit und Industrialisierung in Graz

Nach dem die französische Armee, am 4. Jänner 1810, abgezogen waren, begannen in Graz die Nachkriegs-Aufräumarbeiten und ein Aufwachen setzte ein, d.h. kulturelles Leben, wirtschaftliche Initiativen sowie neue technische Errungenschaften prägten die schnelle Entwicklung der Stadt (bis zum Monarchieende) und in weiterer Folge den Stadtplan Graz.

Bedeutend zur Erschließung der Stadt und zum Stadtplan Graz beigetragen, haben sicher die in dieser Gründerzeit entstandenen bedeutende Wirtschafts- und Industrieunternehmen, wie u.a. die von Josef Körösi begründete heutige Andritz AG, sowie der Auf- und Ausbau von Johann Puchs -heute in der ganzen Welt bekannten - Fahrradproduktion. Ebenso verantwortlich für das Bild des Stadtplan Graz ist Entwicklung der Eisenbahn, wodurch Graz zu einem wichtigen Verkehrsknoten an der Südbahn, Ende der ungarischen Westbahn und Ausgangspunkt der Graz-Köflacher Eisenbahn wurde.

Mit der Gründung der technischen Hochschule, des steiermärkischen Landesmuseums, der Landesbibliothek u.a. setzte Erzherzog Johann nachhaltige Impulse.

Im Stadtplan Graz aus heutiger Sicht nicht mehr wegzudenken sind sicherlich auch die damals gebauten, sogenannten kommunalen Einrichtungen, wie Wasserversorgung, Kanalisation, der städtische Schlachthof, die Pferdestraßenbahn nach Mariatrost, sowie der Grazer Zentralfriedhof.

Die Stadtmauer und das Glacis von Graz werden allerdings aufgelassen, somit aus dem Stadtplan Graz entfernt - an ihrer Stelle entsteht der Grazer Stadtpark, und die Begrünung des zertrümmerten Schlossbergs wird in Angriff genommen.

Nach Gründung der ersten Republik wurde zwischen 1931 und 1932 das Grazer Krematorium (nach Plänen des Architekten Erich Boltenstern) als erstes in der Steiermark errichtet.

Graz im zweiten Weltkrieg und ab der zweiten Republik

16 Prozent der Grazer Gebäude wurden während des zweiten Weltkriegs zerstört und 1.788 Einwohner starben bei den – vor allem 1944/45 stattgefundenen - Angriffen.

Einschneidend für das Erscheinungsbild des Stadtplan Graz war lediglich der schwer getroffene Bereich Tummelplatz, darunter auch die Oper; die Altstadt blieb weitgehend von Bombenangriffen verschont. Aufgrund der zahlreichen Fehlabwürfe wurden jedoch die Gebiete um die Hauptziele (Hauptbahnhof, große Industrieanlagen im Westen und Süden der Stadt) schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Erst gegen Ende des zweiten Weltkrieges (1945) zogen erst sowjetische Truppen, später auch britische Truppen in Graz ein und blieben die bis zum Abschluss des Staatsvertrags 1955.

Der berühmte steirische Herbst wurde zum ersten Mal 1968 und die Styriarte 1985 ins Leben gerufen. Die Stadt und damit zusammenhängend der Stadtplan Graz nahm frische Formen an: Neue Brücken wurden gebaut und die erste Fußgängerzone 1972 eröffnet.

Puntigam wurde im Jahre 1988 zum eigenen Bezirk erhoben und die Stadt erhielt ihre – im Stadtplan Graz ersichtliche - heutige Größe von 17 Bezirken.

1993 erhielt Graz von Greenpeace den Klimaschutzpreis und im gleichen Jahr richtete Graz, nach dem Auftrag der Kulturminister der Europäischen Union, den "Europäischen Kulturmonat" aus.

1999 wird die Grazer Altstadt zum Weltkulturerbe erklärt.

2001 wurde Graz nach den von Schulamit König erstellten zur ersten Menschenrechtsstadt in Europa.

2002 gewann die Stadt – unter 140 Bewerbern - mit dem Projekt "Ökodrive" den "Climate Star".

2003 wurde Graz Kulturhauptstadt Europas und mit über 100 Projekte und über 6000 Veranstaltungen aus allen Bereichen der Kultur dem internationalen Publikum vorgestellt. Der Stadtplan Graz wurde u.a. mit der Murinsel samt Amphitheater, Playground und Café sowie mit dem Kunsthaus bereichert; sogar ein eigenes Kunsttaxi wurde eingeführt.

Text: Pamela Graf