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Jürgen Weber
Sehenswürdigkeiten Text: Jürgen Weber

Secession Wien

Anfangs ein Tempel der Moderne, heute ein Museum der ganz anderen Art. Die Secession bietet Kunst am Puls der Zeit, verstörend, aufwühlend aber auch klassisch. Das Beethovenfries von Gustav Klimt ist hier ebenso zu sehen wie Ausstellungen moderner zeitgenössischer Künstler. Schon im 19. Jahrhundert als Avantgarde gegenüber dem konservativen Künstlerhaus gegründet, bietet die Wiener Secession auch heute noch Kunst, die verschrecken, aber auch erheitern kann.

Kuppel der Secession Wien mit Inschrift
© WienTourismus/MAXUM | Die goldene Blätterkuppel der Secession Wien

Ein Tempel der Kunst

Die Secession, die eigentlich nur als Provisorium errichtet wurde, ist heute einer der schönsten Plätze, um klassische und zeitgenössische Kunst gleichzeitig zu bewundern und steht zudem in äußerst prominenter Lage gleich am Anfang des beliebten Wiener Naschmarkts. Kurz vor der Jahrhundertwende trat eine Reihe von Künstlern aus dem konservativen „Künstlerhaus“ aus und gründete unter dem Namen „Secession“ eine neue Kunstvereinigung mit dem Wahlspruch „Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihre Freiheit“, eine Forderung an die Moderne, den Klassizismus zu überwinden und neue Ausdrucksformen zu finden. Einer ihrer führenden Vertreter war Gustav Klimt, dessen Beethovenfries auch heute noch im "Keller" (Souterrain) der Secession zu sehen ist.

Zentrum der Moderne

Auf einem von der Stadtverwaltung außerhalb der Inneren Stadt zur Verfügung gestellten Grundstück errichtete 1897/98 Architekt Joseph Olbrich (1867-1908) für den Verein Secession ein Ausstellungsgebäude im Jugendstil, das heute mithin zu den bekanntesten Bauten Wiens zählt. Die Blattwerk-Kuppel (das „goldene Krauthappl“, wie die Wiener sagen) ist zu einem Symbol geworden, das nicht nur weithin sichtbar ist, sondern auch heute noch für Aufsehen sorgt und weit über die Dächer Wiens hinausstrahlt als Symbol der Moderne. Die Wiener Secession ist eine der wenigen gelungenen Realisierungen des Anspruches der jungen Künstlerbewegung, ein Gesamtkunstwerk darzustellen. In seiner Harmonie gilt die Wiener Secession geradezu als Prototyp der Moderne, der den klassischen Musen huldigt.

"Klimt im Keller": der Beethovenfries

Im Untergeschoß, dem Souterrain der Secession ist der „Beethovenfries“ von Gustav Klimt, eine extra für die in der Secession 1902 stattfindende Beethoven-Ausstellung  geschaffene 34 m lange virtuose Interpretation von Beethovens 9. Symphonie zu besichtigen. Josef Hoffmann, einer der bekanntesten Architekten der Jahrhundertwende, der etwa auch den österreichischen Pavillon der Biennale in Venedig gestaltet hatte, hatte die Beethovenausstelllung damals kuratiert. In den oberen Stockwerken der Wiener Secession, dem Erdgeschoss und ersten Stock, werden heute Wechselausstellungen zeitgenössischer Künstler gezeigt, ganz nach dem immerwährenden Motto der Secession, „Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihre Freiheit“.

Hier finden Sie die aktuelle und kommenden Ausstellungen in der Wiener Secession.

Video
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Eintrittspreise für Beethovenfries und Ausstellungen Zeitgenössischer Kunst

Erwachsene € 9,-
Gruppen (ab 8 Personen) pro Person € 6,-
Schüler, Studenten, Senioren € 5,50
Gruppen ermässigt (ab 8 Personen) pro Person € 4,-
 
AUSSTELLUNGEN ZEITGENÖSSISCHER KUNST
Erwachsene € 5,50
Gruppen (ab 8 Personen) pro Person € 4,50
Ermässigt (Schüler, Studenten, Senioren) € 4,50
Gruppen ermässigt (ab 8 Personen) pro Person € 3,-
 
FÜHRUNGEN
Samstag/Sonntag 11 Uhr und 14 Uhr € 3,-
Zuzüglich Eintrittspreise, pro Person
Führungen nach Vereinbarung € 35,-
Für Schülergruppen € 25,-
 
AUDIOGUIDE € 3,-

Gruppen max. 25 Personen
Kinder unter 10 Jahren gratis Eintritt
Ermäßigungen: Erste Bank Kunden (Karte vorzeigen), Ö1 Club Mitglieder (auch für Begleitperson), Hunger auf Kunst und Kultur

Führungen

Jeden Samstag und Sonntag: 11:00 Uhr Englisch, 14:00 Uhr Deutsch

Führungen nach Vereinbarung auch in Französisch und Intalienisch

Art Information

Jeden Samstag und Sonntag: 13:00 - 14:00 Uhr

Weiteres stehen Kunstvermittler in den Ausstellungsräumen für alle BesucherInnen kostenfri für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

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