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Marie Schmidt
Sehenswürdigkeiten Text: Marie Schmidt

Schloss Belvedere

Das Schloss Belvedere in Wien hat einiges zu bieten: mehrere prunkvolle, barocke Gebäude dienen heute als Museum mit einem breiten Ausstellungsspektrum. Zudem bietet der wundervoll gepflegte Schlossgarten einen unvergleichbaren Ausblick - "belvedere" eben (italienisch: schöne Aussicht). Die Geschichte des Schloss Belvedere hat einige wichtige Momente zu verzeichnen, wie die Unterzeichnung des Staatsvertrags im Marmorsaal 1955, ein Raum, der ein Must-see sowohl für Touristen, als auch für Einheimische darstellt.

Nordseite Oberes Schloss Belvedere mit Springbrunnen.
© Eva Würdinger | Die beeindruckenden Springbrunnen vor dem Belvedere tragen zu seiner Eleganz bei.

Die berühmte ehemalige Sommerresidenz des Prinzen Eugen umfasst einen oberen sowie einen unteren Teil. Hinzu kommen der Schlossgarten, die Orangerie, der Prunkstall und das Winterpalais. Letztere können alle besichtigt werden, Teile des Schloss Belevedere wurde auch zum Museum umfunktioniert.

Das Museum Belvedere

Das Museum beherbergt die größte österreichische Sammlung von der Gotik und Mittelalter bis Barock über Impressionismus und Jugendstil bis hin zur zeitgenössischen Kunst. Werke von einer Vielzahl an berühmten Künstlern finden sich in der Sammlung, wie etwa Michael Pacher, Gustav Klimt oder Paul Cézanne.
Weitere Informationen zu den Ausstellungen im Belvedere Wien.

Die Orangerie

Die Orangerie war ursprünglich ein beheizbarer Wintergarten für Orangenbäume, wurde jedoch nach Prinz Eugens Tod als Stall umfunktioniert und dient heute als Ausstellungshalle.

Der Prunkstall

Dieser Teil des Schlosses beherbergte früher Prinz Eugens Leibpferde. Auch dieses barocke Gebäude wurde umgestaltet, sodass dort nun unter idealen Licht- und Klimabedingungen die zur Architektur passende "Mittelalter-Sammlung" mit rund 150 Objekten ausgestellt wird.

Das Winterpalais

Das Winterpalais ist der neue Ausstellungsort des Belvedere in der Wiener Innenstadt, Himmelpfortgasse 8. Einst für den Hausherrn als prachtvoll ausgestattetes Wohn- und Repräsentationspalais errichtet, im 18. Jahrhundert von Kaiserin Maria Theresia erworben, bald für die Hofkammer und dann als Finanzministerium genutzt, ist es ebenfalls zu einem dem Publikum zugänglichen Museum geworden.

Der Schlossgarten Belvedere

Der vom Gartenarchitekten Dominique Girard entworfene Schlossgarten des Belvedere wurde 1771 durch Prinz Eugen von Savoyen in Auftrag gegeben.
Die schöne Aussicht auf die Stadt Wien mit dem Stephansdom und dem Kahlenberg gaben der Schlossanlage später seinen Namen: Belvedere - Schöne Aussicht.

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Geschichtlicher Hintergrund und Architektur

Prinz Eugen und seine Sommerresidenz

Der gebührtige Franzose ist bekannt als Feldherr und wird wegen militärscher und diplomatischer Erfolge unter drei Habsburger-Kaisern gefeiert. Kriegerische Aktionen waren zu Prinz Eugens Zeiten ein durchdacht eingesetztes politisches Mittel, um die eigenen Territorien zu verteidigen. Durch seine Tätigkeiten gelangte er zu einem beachtlichen Vermögen und konnte als Bauherr und Kunstförderer wirken.
Die Belvedere Schlösser wurden Anfang des 18. Jahrhunderts von dem berühmten Barockarchitekten Johann Lucas von Hildebrandt als Sommerresidenz für Prinz Eugen von Savoyen (1663-1736) erbaut. Sie zählen zu den schönsten und bekanntesten barocken Bauwerken und sind durch die UNESCO als Weltkulturerbe geschützt.
Im berühmten Mamorsaal des Oberen Belvederes wurde 1955 der österreichische Staatsvertrag, nach dem Österreich wieder ein freies Land wurde, unterzeichnet.

Der Barock

Der Barock ist eine Epoche der europäischen Kunstgeschichte, die von etwa 1575 bis 1770 währte und in die Abschnitte Frühbarock, Hochbarock und Spätbarock gegliedert werden kann.
Kennzeichnend dafür sind pompöse Gebäude, die üppige Prachtentfaltung veranschaulichen. Ursprünglich aus Italien kommend, bricht der Barock mit den strengen Ordnungen der Renaissance: Kurven, konkave und konvexe Formen sowie große Kuppeln und Säulenreihen dominieren nunmehr. Zahlreiche Ornamente rufen in dem Betrachter den Eindruck von Kraft und Bewegung hervor.
Lichteffekte, Malereien und Skulpturen werden im Gesamtwerk einbezogen, wie es sich auch im Schloss Belvedere entdecken lässt.

Quelle: belvedere.at


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