Die Öffnungszeiten und das viel gefächerte Angebot der verschiedenen Tickets und Touren finden Sie weiter unten.
Die Schlossanlage von Schönbrunn ist wohl eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Wien und in ganz Österreich. Das Schloss mit seinen zahlreichen Nebengebäuden und weitläufigem, vielseitigen Park ist von hohem historischem wie kunsthistorischem Wert. Die verschiedenen Bauten mit ihrer Vielzahl an Brunnen und Figuren, selbst die gartenarchitektonische Gestaltung und der Tiergarten, der weltweit als der älteste gilt, sind seit 1996 in der Liste des Weltkulturerbes genannt.
Bis 1918 war Schönbrunn Eigentum der Habsburger. Mit dem Ende der Monarchie wurde es Besitz der Republik Österreich und von der Schlosshauptmannschaft Schönbrunn verwaltet. Seit 1992 wird das Schloss von der Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsges. m. b. H. geführt und privatrechtlich gemanagt. Diese kann das gesamte Areal und die Bebauung nutzen und wirtschaftlichen Profit daraus gewinnen, muss aber ohne staatliche finanzielle Unterstützung für die Erhaltung des kulturellen Erbes garantieren.
Mit dem Kauf durch Maximilian II. gelangte das Anwesen 1569 in habsburgischen Besitz, der mit einem vorwiegend für einheimisches Jagdwild errichteten Tiergarten den ältesten der Welt gründete. Außer beheimateten Geflügelarten wurden auch exotische Vögel wie Truthähne und Pfaue gezogen. Rudolph II. erbte die Katterburg.
Sein Nachfolger, Kaiser Matthias, soll auf einem seiner Jagden, die er auf dem Areal betrieb, eine Quelle entdeckt haben, die in Folge als Schöner Brunnen dem Anwesen seinen Namen gab.
Der Besitz ging dann auf Kaiser Ferdinand II. und seine Gemahlin Eleonora von Gonzaga über, die es gemeinsam für Jagdgesellschaften nutzten, und Eleonora als Witwe mit regem gesellschaftlichem Betrieb belebte. Für diesen Zweck ließ sie um 1642 das erstmals urkundlich als Schönbrunn bezeichnete Lustschloss bauen.
Während der zweiten Türkenbelagerung 1683 wurde auch Schönbrunn stark beschädigt, sodass sich Kaiser Leopold I. dazu entschloss dieses als repräsentative Residenz für den Thronfolger Joseph neu errichten zu lassen.
1688 präsentierte der noch junge österreichische, in Rom ausgebildete, Architekt Johann Bernhard Fischer von Erlach den so genannten Schönbrunn-I-Entwurf. Fischer von Erlach wurde dann auch mit der Planung und Beaufsichtigung des Baues beauftragt, doch sollte ein Jagdschloss in einer weniger großzügigen Version als in seinem ersten Entwurf realisiert werden. Die ganze Anlage ist symmetrisch um eine zentrale Achse strukturiert, Freitreppen führen zum dominanten Mittelrisalit, der von Nebentrakten flankiert wird, die in hierarchisch abgestuften Bauteilen einen Ehrenhof umrahmen. Das Projekt blieb unvollendet bis es 1728 von Kaiser Karl VI. erworben und seiner Tochter Maria Theresia geschenkt wurde. Sie ließ Schönbrunn durch den Architekten Nikolaus Pacassi maßgeblich um- und ausbauen und macht es zum Mittelpunkt des höfischen Lebens.
Unter Pacassi erhielt Schönbrunn 1742 bis 1746 in großen Zügen sein heutiges Aussehen, wie es auch das Gemälde von Canaletto von 1760 zeigt: ein symmetrisch ausladender Schlossbau mit reich dekorierter Fassade, die Gliederung kleinteilig strukturiert, typisch für das Rokoko. Fischers zentrale Freitreppenanlage musste einer Durchfahrtshalle mit darüber liegenden Galerien weichen.
Die große Galerie war für offizielle Festlichkeiten in weitem gesellschaftlichem Rahmen, die kleine Galerie für familiäre Zwecke gedacht. Der Neubau der Blauen Stiege sollte den repräsentativen Zugang zu dieser Nobeletage ermöglichen ohne den Fischerschen Speisesaal mit dem monumentalen Deckenfresko des Venezianers Sebastiano Ricci (1702 – 03) zu beeinträchtigen. Maria Theresia ließ unter anderem ein Schlosstheater, Wirtschaftsgebäude und Orangerie erbauen, die über die neu errichteten Verbindungsarkaden erreicht werden konnten. Auch die Innenräume wurden neu gestaltet: Gregorio Guglielmi freskierte die Decken der Galerien, die meisten der gartenseitigen Räume wurden reich im Stil des Rokoko mit Stuck, Spiegeln und Gemälden dekoriert.
Nach dem Tod Kaiser Franz I. Stephan ließ Maria Theresia spezielle Zimmer mit kostenaufwendige Holzvertäfelungen, chinesische Papiertapeten und Lacktafeln ausstatten und beauftragte Johann Wenzel Bergl mit Wandmalereien nach exotischen Sujets - die so genannten Berglzimmer entstanden.
Zuletzt errichtete der Hofarchitekt Johann Ferdinand Hetzendorf für die Kaiserin im Park die heute sehr beliebte Gloriette, den Neptunbrunnen, den Obelisken und die Römische Ruine.
Nach Maria Theresias Tod war das Schloss nicht bewohnt bis es von Kaiser Franz II. / I. als Sommerresidenz genutzt wurde. Dieser ließ von dem Architekten Johann Aman zwischen 1817 und 1819 die heutige Fassade gestalten und vermutlich das „Schönbrunner Gelb“ streichen. 1830 wurde in Schönbrunn Franz Joseph geboren, der das Schloss auch als Kaiser bewohnte, zum Teil neu ausstattete und möblierte. Für ihn und Kaiserin Elisabeth, sowie für ihre Kinder, wurden eigene Apartments eingerichtet.
Autor: Mag. Margareta Sandhofer
Offizielle Seite: www.schoenbrunn.at
Das Schloss Schönbrunn ist täglich geöffnet.
Die Öffnungszeiten variieren der Jahreszeit entsprechend:
1. April bis 30. Juni: 08.30 Uhr bis 17.00 Uhr
1. Juli bis 31. August: 08.30 Uhr bis 18.00 Uhr
1. September bis 31. Oktober: 08.30 Uhr bis 17.00 Uhr
1. November bis 31. März: 08.30 Uhr bis 16.30 Uhr
Für den Besuch des Schlosses Schönbrunn werden unterschiedliche Tickets und Touren angeboten:
Imperial Tour: Repräsentationsräume und Privatgemächer des Kaiserpaares Franz Joseph und Elisabeth (22 Räume, Dauer ca. 35 Minuten) Preis: € 9,50 / € 6,50
Grand Tour: Repräsentationsräume und Privatgemächer des Kaiserpaares Franz Joseph und Elisabeth, sowie Räume aus der Zeit Maria Theresias (40 Räume, Dauer ca. 50 Minuten) Preis: € 12,50 / € 8,90
Sisi Ticket: Das Ticket umfasst den Besuch 3 imperialer Häuser: Schloss Schönbrunn, Hofmobiliendepot, Hofburg Wien mit Kaiserappartements, Sisi Museum und Silberkammer. Preis: € 22,50 / € 13,50
Classic Pass: Das Ticket umfasst mehrere Attraktionen in Schönbrunn: Grand Tour, Kronprinzengarten, Irrgarten und Labyrinth, Gloriette, Hofbackstube (Erhältlich von 01.04.2009 bis 02.11.2009, Dauer ca. 3 bis 4 Stunden) Preis: € 17,90 / € 10,90
Classic Pass light: beinhaltet das Angebot des Classic Pass ohne Apfelstrudelshow, Preis: € 14,90 / € 9,50
Gold Pass: ab Ausstellungsdatum 1 Jahr gültig, beinhaltet das Angebot des Classic Pass und den Eintritt in den Tiergarten, das Palmenhaus, das Wüstenhaus und die Wagenburg Schönbrunn. Preis: € 36,- / € 18,-
Winter Pass: beinhaltet die Grand Tour und den Eintritt in den Tiergarten, das Palmenhaus, das Wüstenhaus und die Wagenburg Schönbrunn (Erhältlich von 03.11.2009 bis 31.03.2010) Preis: € 23,- / € 12,-
Kindermuseum Schönbrunn
Wissenswertes über das Leben der Kaiser und ihrer Kinder. Geöffnet: Samstag, Sonn- und Feiertag 10.00Uhr bis 17.00 Uhr, Juli / August täglich 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
Anreise mit dem Auto: Vom Flughafen Wien Schwechat über die Ostaustobahn A4 Richtung Wien, dann weiter auf der Südosttangente A23 Richtung Graz bis Abfahrt Altmannsdorf in Richtung Schloss Schönbrunn. Von der Südautobahn A2 Richtung Zentrum bis Abfahrt Altmannsdorf in Richtung Schloss Schönbrunn. Von der Westautobahn A1 in Richtung Zentrum bis Schönbrunner Schlossstrasse 47. Parkmöglichkeiten: APCOA Parkplatz Schönbrunn
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
U-Bahn: U4 (Station Schönbrunn), Straßenbahn: 10, 58 (Station Schönbrunn). Bus: 10A (Station Schönbrunn)

Informationen und Liste der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Wien
23:26
Stimmt das und wenn ja, ist es tatsächlich eine von 3 Menschen bewegte Mechanik, wie das teilweise sichtbare Holzgestell vermuten läßt?
Und zuletzt, wird da einmal dran gedreht, dass man die Vögel auch einmal fliegen sehen kann?
Das würden wir natürlich gerne einmal sehen.
Mit freundlichen Grüßen
Michaela Zelenka, Judith und ihre Freundin Kathi